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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Martinstein
Martinstein
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Martinstein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 7° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Bad Sobernheim
Höhe: 190 m ü. NHN
Fläche: 0,39 km2
Einwohner: 278 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 713 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55627
Vorwahl: 06754
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 062
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 11
55566 Bad Sobernheim
Webpräsenz: www.bad-sobernheim.de
Ortsbürgermeister: Paul-Walter Bock
Lage der Ortsgemeinde Martinstein im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild
Panoramabild von Martinstein
Martinstein

Martinstein ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim an. Martinstein ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und mit 39 Hektar die flächenkleinste Gemeinde Deutschlands.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Martinstein liegt direkt am linken Flussufer der Nahe. Nördlich erhebt sich der Hunsrück, südlich das Nordpfälzer Bergland. Im Westen befinden sich Simmertal und Hochstetten-Dhaun, im Osten Weiler bei Monzingen und Merxheim.[3]

GeschichteBearbeiten

Der Ort entstand im Hochmittelalter an einem Übergang der Nahe auf der Gemarkung von Simmern unter Dhaun. 1340 errichtete der Erzbischof von Mainz während der „Dhauner Fehde“ gegen den Wildgrafen auf Dhaun über dem Ort eine Burg, zwei Jahre später erhielt der Ort Stadtrechte. 1518 erhielt Martinstein eine eigene kleine Gemarkung. Im 18. Jahrhundert kam der Ort in den Besitz der Markgrafschaft Baden und wurde dem Amt Naumburg unterstellt. Von 1798 bis 1814 war Martinstein dem französischen Kanton Sobernheim im Departement Donnersberg zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region und damit Martinstein 1815 zum Königreich Preußen. Die Gemeinde wurde von der Bürgermeisterei Monzingen im Kreis Kreuznach im Regierungsbezirk Koblenz verwaltet.

1966 wurde die Gemarkungsgrenze so verändert, dass die Teile der Ortschaft, die bis dahin auf Flächen von Simmern unter Dhaun, Weiler bei Monzingen und Merxheim lagen, zu Martinstein gelangten.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Martinstein, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 132
1835 202
1871 188
1905 194
1939 295
1950 345
Jahr Einwohner
1961 367
1970 368
1987 351
1997 354
2005 341
2015 301
2016 278

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Martinstein besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat acht Ratsmitglieder an.[4]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von silbernem Schildhaupt, darin ein blaues Schwert, durch Zinnenschnitt mit vier Zinnen geteilt, unten in Rot ein blauer Reichsapfel, gold gerandet mit goldenem Tatzenkreuz.“
Wappenbegründung: Das Schwert ist das Attribut des heiligen Martin, des Patrons und Namensgebers des Ortes. Der Reichsapfel steht für den ehemaligen reichsritterschaftlichen Status. Die Zinnen symbolisieren die Burg, die Anzahl vier steht für den früher auf vier Gemarkungen geteilten Ort.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Bundesstraße 41 führt direkt durch den Ort. Martinstein verfügt über eine Haltestelle (ein ehemaliger Bahnhof) an der Nahetalbahn Bingen-Saarbrücken.

Martinstein verfügt über ein Hotel mit Restaurant. Außerdem gibt es im Ort eine Eisdiele, eine Bäckerei, ein Haushaltswarengeschäft, einen Fliesenlegerbetrieb und einen Grafikbetrieb.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Konrad Schneider: Versuch einer Geschichte der Veste Martinstein und ihrer Besitzer. In: Wetzlar'sche Beiträge für Geschichte und Rechtsalterthümer 2 (1845), S. 27–52 (Google-Books)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Hauptstraße in Martinstein aus der SWR Landesschau Rheinland-Pfalz aufgerufen am 16. Juni 2014.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen