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LebenBearbeiten

Lucas Prisor wuchs in Hannover auf und absolvierte dort sein Abitur. Während seiner Schulzeit verbrachte er ein Jahr an einer amerikanischen High School im Staat New York. In seiner Kindheit und Jugend wirkte Lucas Prisor bei Straßen- und Schultheater sowie bei interkulturellen Theaterprojekten zwischen Deutschland und Marokko mit. 2005 bekam er seine erste kleine Gastrolle im Junges Theater Göttingen in dem Stück Wie es euch gefällt (Shakespeare).

Sein Schauspielstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Während dieser Zeit wirkte er im Centraltheater Leipzig unter der Leitung von Sebastian Hartmann mit. 2009 holte ihn Martin Wuttke für seine Inszenierung von Das abenteuerliche Herz: Droge und Rausch.[2] an das Berliner Ensemble Von 2009 bis 2011 war Lucas Prisor hier festes Ensemblemitglied unter der Leitung von Claus Peymann. Es folgten erste Hauptrollen (Leonardo aus Trilogie der schönen Ferienzeit (Goldoni), der Tempelherr aus Nathan der Weise (Lessing), sowie Arbeiten mit Peter Stein (Ödipus auf Kolonos), an der Seite von Klaus-Maria Brandauer, in Koproduktion mit den Salzburger Festspielen), Robert Wilson, Thomas Langhoff und Manfred Karge.

Im November 2011 bekam er eine weitere Hauptrolle in der Uraufführung Die Sonne (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), geschrieben und inszeniert von dem französischen Regisseur Olivier Py, was im März 2012 in Paris am Odéon Théâtre de l'Europe[3] mit großem Erfolg gastierte.

Seit 2008 erfolgten auch Arbeiten für Film und Fernsehen, u. a. im Tatort Leipzig und SOKO Stuttgart, sowie 2013 in dem ZDF-Zweiteiler Die Pilgerin (Regie: Philipp Kadelbach)[4] an der Seite von Josefine Preuß, Jacob Matschenz und Volker Bruch u. a. Seine erste Hauptrolle folgte im September 2013 für den Sat.1-Spielfilm Mein Lover, sein Vater und ich! (Regie: Holger Haase).

Seine erste Kinorolle bekam er 2012 durch den französischen Filmregisseur François Ozon in dem Film Jung und Schön (Jeune et Jolie)[5] u. a. an der Seite von Marine Vacth und Charlotte Rampling, welcher im Mai 2013 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes für die goldene Palme im Wettbewerb lief.[6]

Im August 2013 schlossen sich Dreharbeiten zu dem Film Diplomatie[7] (Regie: Volker Schlöndorff) in Paris an. Hier spielte er einen SS-Offizier, u. a. an der Seite von Niels Arestrup und Robert Stadlober (Beitrag der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2014). Im Sommer 2014 folgten Dreharbeiten in Norwegen (Unterm Eis, Regie: Jörg Grünler) neben u. a. David Rott und Henry Hübchen, sowie in Prag für den ARD-Zweiteiler Die Himmelsleiter unter der Regie von Carlo Rola, neben Axel Prahl, Christiane Paul und weiteren.

Im Frühjahr 2015 drehte Lucas Prisor unter dem niederländischen Regisseur Paul Verhoeven (Regisseur, 1938) Elle, eine Verfilmung des Psychothrillers Oh… von Philippe Djian. Hier spielte er an der Seite von Isabelle Huppert und Christian Berkel, welcher in Cannes 2016 im Wettbewerb lief, und u. a. für einen Oscar nominiert war und zwei Golden Globe Award gewann.[8] Anschließend spielte er in Sherry Hormanns Lotte Jäger sowie in der französischen Kinoproduktion Un sac de billes nach dem Bestseller von Joseph Joffo (Regie:Christian Duguay (Regisseur)).

2016 gastierte Prisor mit einer Sprechrolle an der Opéra de Paris in Aribert Reimanns Fassung von "Lear" (Regie führte Calixto Bieito, Dirigent war Fabio Luisi). Er wirkte ebenfalls in mehreren Tv-Produktion mit, unter anderem bei der DEFA-Neuverfilmung vom "Das singende, klingende Bäumchen", sowie im französischen Kinofilm "Nos Patriotes" (Regie: Gabriel Le Bomin) neben Alexandra Lamy.

Seit 2009 lebt und arbeitet er in Berlin und in Paris.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Theaterstücke (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lucas Prisor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lucas Prisor – Biografie (Memento des Originals vom 15. Dezember 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/filmladen.at (PDF; 5,6 MB). Website Filmladen. Abgerufen am 5. November 2013.
  2. Das Abenteuerliche Herz: Droge und Rausch. Nachtkritik vom 13. Juni 2009.
  3. Le Soleil (Die Sonne) d’Olivier Py. Le Figaro. 12 mars 2012.
  4. Die Pilgerin-Teamworx dreht historischen Event-Zweiteiler für das ZDF. UFA Pressebericht vom 27. Mai 2013.
  5. Jung und Schön Homepage. 20. Oktober 2013.
  6. Jeune&Jolie au festival de Cannes 2013. Site Officiel du Festival de Cannes. Abgerufen am 12. September 2013.
  7. Film: Volker Schlöndorff – „Diplomatie“ (Memento des Originals vom 1. Oktober 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.arte.tv. Arte-TV Interview vom 21. September 2013.
  8. https://pro-labs.imdb.com/title/tt3716530?rf=cons_tt_meter&ref_=cons_tt_meter
  9. Website des Berliner Ensemble - "Nathan der Weise" (Memento des Originals vom 27. April 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berliner-ensemble.de. Berliner Ensemble, Stand 2. November 2013.