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Léonard Specht

französischer Fußballspieler

Léonard Specht (* 16. April 1954 in Mommenheim) ist ein ehemaliger französischer Fußballspieler. Er ist 18-maliger französischer Nationalspieler.

Léonard Specht
Léonard Specht.jpg
Personalia
Geburtstag 16. April 1954
Geburtsort MommenheimFrankreich
Größe 180 cm
Position Innenverteidiger
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1970–1973 Racing Straßburg B 1 0(0)
1972–1982 Racing Straßburg 325 (20)
1982–1987 Girondins Bordeaux 158 0(6)
1987–1989 Racing Straßburg 62 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1978–1985 Frankreich 18 0(1)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1989–1991 Racing Straßburg
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

VereinBearbeiten

Specht begann seine Karriere 1970 bei Racing Straßburg. In den ersten zwei Jahren wurde er weder bei den Profis noch bei der Reserve eingesetzt. Sein Debüt im Profifußball gab er am 21. Januar 1973 bei einer 0:1-Niederlage gegen den FC Metz in der Anfangself.[1] In der Folge etablierte sich Specht bei den Profis. Bis Saisonende kam er auf insgesamt 18 Einsätze in der Division 1 (heute Ligue 1). In der Saison 1973/74 war er Stammspieler bis Januar 1974; erst am 12. April 1974 im Spiel gegen den CS Sedan spielte er wieder.[2]

Der Durchbruch gelang dem damals 20-jährigen Specht in der Saison 1974/75, als er für Racing in 31 Punktspielen in der Division 1 auflief. Stammspieler war er auch in den beiden folgendes Saisons. Als Straßburg nach der Saison 1976/77 aus der Division 1 abstieg, hatte er im Spiel gegen Girondins Bordeaux seinen ersten Treffer im Profifußball erzielt. Teil der Stammelf war Specht ebenso beim direkten Wiederaufstieg; in 34 Spielen erzielte er sechs Treffer. Als Aufsteiger qualifizierte sich Racing Straßburg in der Saison 1977/78 für den UEFA-Pokal. Sein Debüt im Europapokal gab Specht am 13. September 1978 bei der 0:2-Niederlage im Erstrunden-Hinspiel gegen den schwedischen Vertreter IFK Göteborg.[3] Im UEFA-Pokal scheiterten Racing und Specht erst im Achtelfinale am damaligen deutschen Bundesligisten MSV Duisburg. In der Liga wurde Specht mit Racing französischer Meister. Mit 38 Einsätzen und zwei Treffern hatte er Anteil daran. Als Meister nahm man in der Folgesaison am Europapokal der Landesmeister teil.

Sein Debüt im Europapokal der Landesmeister absolvierte Specht am 19. September 1979 beim 2:1-Sieg im Erstrunden-Hinspiel gegen Fredrikstad FK.[4] Im Wettbewerb erreichte man das Viertelfinale und schied gegen den niederländischen Verein Ajax Amsterdam aus. In der Liga erreichte Racing den fünften Tabellenplatz; Specht kam auf 37 Einsätze. 1982 verließ er den Verein nach 325 Erstligaeinsätzen.

Specht wechselte zu Girondins Bordeaux und kam mit dem Verein im UEFA-Pokal bis in die dritte Runde, in der sie am rumänischen Vertreter Universitatea Craiova scheiterten. Specht kam im Turnierverlauf zu sechs Einsätzen. In der Liga bestritt er 34 Einsätze, womit er Anteil an der erneuten UEFA-Pokalteilnahme hatte; man schied jedoch gegen den DDR-Oberligisten 1. FC Lokomotive Leipzig aus. Specht kam in beiden Spielen zum Einsatz.

In der Liga gewann Specht als Stammspieler mit Girondins Bordeaux die Meisterschaft. Dadurch spielte er zum zweiten Mal in seiner Karriere im Europapokal der Landesmeister. Im Halbfinale schied man gegen Juventus Turin aus. In der Liga verteidigte man den Meistertitel und nahm erneut am Europapokal der Landesmeister teil, aus dem man am türkischen Verein Fenerbahçe Istanbul scheiterte. In der Saison 1985/86 gewann Girondins den französischen Pokal. Dadurch spielte Specht 1986/87 mit der Mannschaft im Europapokal der Pokalsieger, aus dem man im Halbfinale erneut gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig ausschied.

Zur Saison 1987/88 kehrte Specht zu Racing Straßburg zurück, die mittlerweile in der Division 2 (heute Ligue 2) spielten. In 34 Spielen (ein Treffer) verhalf er Racing zum Wiederaufstieg. In der Folgesaison spielte er noch 28-mal, ehe er nach dem Wiederabstieg seine Karriere beendete.

NationalmannschaftBearbeiten

Am 8. November 1978 gab Specht sein Debüt in der französischen Nationalmannschaft im Spiel gegen Spanien und erzielte dabei den Treffer zum 1:0-Sieg.[5] Er kam auch in der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 1980 zum Einsatz; die Qualifikation wurde deutlich verfehlt. Bei der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1982 bestritt er zwei Spiele in der ersten Hälfte der Qualifikation. Sein vorerst letztes Länderspiel machte er am 28. April 1982 bei einer 0:1-Niederlage gegen Peru.[6] Sein Comeback gab er am 3. April 1985 im Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 1986 gegen Jugoslawien.[7] Sein letztes Länderspiel machte Specht am 2. Mai 1985 bei der 0:2-Niederlage in der Qualifikation zur WM-Endrunde 1986 gegen Bulgarien.[8]

Nach der aktiven LaufbahnBearbeiten

Nach seinem Karriereende im Sommer 1989 übernahm Specht zunächst die Leitung des Nachwuchsbereiches von Racing Straßburg. Nach kurzer Zeit wurde er im September 1989 Trainer der Profimannschaft als Nachfolger von Gérard Banide. Mit der Mannschaft verpasste er in den Barragespielen zweimal den Wiederaufstieg in die Division 1. Im Jahre 1991 übernahm der Meistertrainer von 1979, Gilbert Gress, das Traineramt und Specht kehrte in den Nachwuchsbereich zurück, den er bis 1995 leitete.

Nach dreijähriger Tätigkeit bei Lohr Industrie versuchte er sich ab 1998 beim FC Sochaux als Sportdirektor, kehrte aber nach zwei Jahren zu Lohr Industrie nach Duppigheim zurück. Als Vertrauensmann von Firmenchef Robert Lohr, der 2007 20 % der Anteile an Racing übernommen hatte, übernahm er beim Klub einen Vorstandsposten. Im Juni 2009 wurde er zum neuen Präsidenten gewählt, blieb aber nur bis zum August im Amt.[9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten