Hauptmenü öffnen

KS Flamurtari Vlora

albanischer Fußballverein

KS Flamurtari Vlora ist ein albanischer Fußballverein aus Vlora. Der Verein nimmt derzeit an der Kategoria Superiore, der höchsten albanischen Liga, teil.

KS Flamurtari Vlorë
Vereinslogo
Basisdaten
Name Klubi Sportiv Flamurtari Vlorë
Sitz Vlora
Gründung 23. März 1923
Farben rot-schwarz
Präsident Sinan Idrizi
Website skflamurtari.com
Erste Mannschaft
Cheftrainer Ardian Behari
Spielstätte Stadium Flamurtari
Plätze 8.500
Liga Kategoria Superiore
2018/19 5. Platz
Heim
Auswärts
Stadion

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

1923 unter dem Namen SK Jeronim Vlora gegründet, 1930 unter SK Vlora, erhielt der Klub 1935 einen neuen Namen: Zehn Jahre lang hieß er KS Ismail Qemali Vlora nach dem Staatsgründer Ismail Qemali, ehe man sich am Kriegsende zum ersten Mal den heutigen Namen KS Flamurtari (deutsch: Sportklub Fahnenträger) gab. 1949 als Vlora, taufte der Verein sich 1950 in Puna Vlora (deutsch: Arbeit Vlora). Acht Jahre später erfolgte die nächste Umbenennung, als man sich wiederum den alten Namen SK Flamurtari gab, der bis heute Bestand hat. 1930 gehörte der Sportklub zu den Gründungsmitgliedern der ersten Meisterschaft.

Der Verein musste bis in die 1980er Jahre warten, ehe sich die ersten Erfolge einstellten. 1985 gelang gegen FK Partizani Tirana durch einen 2:1-Erfolg der erste Sieg im Albanischen Pokal, 1988 erfolgte mit einem 1:0 gegen denselben Gegner der zweite Triumph in diesem Wettbewerb. Daneben stehen noch acht weitere Finalteilnahmen, in denen der Klub jeweils unterlegen war. So zum Beispiel 1990 gegen KS Dinamo Tirana nach Elfmeterschießen. Da diese jedoch gleichzeitig Landesmeister wurden, spielte man im albanischen Supercup gegeneinander und Flamurtari holte sich den Titel.

Das national erfolgreichste Jahr für Flamurtari war 1991, als man den Landesmeistertitel holte und erst im Pokalfinale an Partizani Tirana im Elfmeterschießen scheiterte. Diese besiegte man jedoch im Supercup, so dass man dort den Titel verteidigte und zwei Trophäen mit nach Hause nehmen konnte. Seither wartet die in rot und schwarz auflaufende Mannschaft auf einen ähnlichen Erfolg und musste 2004 sogar den Gang in die zweite Liga antreten, aus der man 2006 wieder aufstieg.

An internationalen Vereinswettbewerben nahm Flamurtari insgesamt zehnmal teil. In der Saison 1987/88 wurde nach überraschenden Erfolgen gegen FK Partizan Belgrad und BSG Wismut Aue das Achtelfinale des UEFA-Pokals erreicht. Dort scheiterten die Albaner, wie im Jahr zuvor, gegen den FC Barcelona. Als einer der wenigen Vereine erreichte Flamurtari damit eine ausgeglichene Europapokal-Bilanz gegen die Katalanen (1 Sieg, 2 Unentschieden, 1 Niederlage).

Erst in der Saison 2011/12 überstand Flamurtari im Duell mit dem montenegrinischen Vertreter FK Budućnost Podgorica wieder eine Runde eines europäischen Wettbewerbs, scheiterte dann jedoch an FK BAUMIT Jablonec.

StadionBearbeiten

Flamurtari bestreitet seine Heimspiele im Stadium Flamurtari, einem Mehrzweckstadion. Es bietet derzeit circa 8.500 Zuschauern Platz.

SpielerBearbeiten

ErfolgeBearbeiten

EuropapokalbilanzBearbeiten

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1985/86 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Finnland  HJK Helsinki 3:5 2:3 (A) 1:2 (H)
1986/87 UEFA-Pokal 1. Runde Spanien  FC Barcelona (a)1:1(a) 1:1 (H) 0:0 (A)
1987/88 UEFA-Pokal 1. Runde Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  FK Partizan Belgrad 3:2 2:0 (H) 1:2 (A)
2. Runde Deutschland Demokratische Republik 1949  FC Erzgebirge Aue 2:1 0:1 (A) 2:0 (H)
3. Runde Spanien  FC Barcelona 2:4 1:4 (A) 1:0 (H)
1988/89 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Polen 1980  Lech Posen 2:4 2:3 (H) 0:1 (A)
1990/91 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Griechenland  Olympiakos Piräus 1:5 1:3 (A) 0:2 (H)
1991/92 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Schweden  IFK Göteborg (a)1:1(a) 0:0 (A) 1:1 (H)
1996/97 Europapokal der Pokalsieger Qualifikation Slowakei  Chemlon Humenné 0:3 0:1 (A) 0:2 (H)
2009/10 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Schottland  FC Motherwell 2:8 1:0 (H) 1:8 (A)
2011/12 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Montenegro  Budućnost Podgorica 4:3 3:1 (A) 1:2 (H)
2. Qualifikationsrunde Tschechien  FK BAUMIT Jablonec 1:7 0:2 (H) 1:5 (A)
2012/13 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Ungarn  Honvéd Budapest 0:3 0:1 (H) 0:2 (A)
2014/15 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Georgien  Sioni Bolnissi (a)4:4(a) 3:2 (A) 1:2 (H)
2. Qualifikationsrunde Rumänien  Petrolul Ploiești 1:5 0:2 (A) 1:3 (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 30 Spiele, 6 Siege, 4 Unentschieden, 20 Niederlagen, 27:56 Tore (Tordifferenz −29)

WeblinksBearbeiten