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Holger Stahlknecht

deutscher Politiker, MdL, Landesminister in Sachsen-Anhalt
Holger Stahlknecht 2018

Holger Stahlknecht (* 13. November 1964 in Hannover) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit dem 19. April 2011 Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt und seit November 2018 Landesvorsitzender der CDU Sachsen-Anhalt. Dem Landtag von Sachsen-Anhalt gehört er seit 2002 als Abgeordneter an.

Inhaltsverzeichnis

Leben und BerufBearbeiten

Nach dem Abitur nahm Stahlknecht 1985 den Dienst bei der Bundeswehr auf, den er als Reserveoffizier (letzter Dienstgrad: Oberstleutnant d. R.) 1987 beendete. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft (1987–1992) und dem Ablegen beider Staatsexamina wurde er in den Justizdienst des Landes Sachsen-Anhalt eingestellt, wo er von 1995 bis 2002 bei der Staatsanwaltschaft Magdeburg als Staatsanwalt, u. a. in einem Dezernat für Wirtschaftsstrafsachen, arbeitete. Er gibt Vorlesungen zum Thema „Deutsches Recht“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Holger Stahlknecht ist verheiratet und hat zwei Kinder.

PolitikBearbeiten

 
Holger Stahlknecht (2.v.r.) mit Boris Pistorius, Horst Seehofer und Lorenz Caffier bei der Abschlusspressekonferenz der 209. Innenministerkonferenz November 2018 in Magdeburg.

Holger Stahlknecht trat 2000 in die CDU ein. Er war von 2005 bis 2006 Kreisvorsitzender der CDU des Ohrekreises und ist seit dem 1. Januar 2007 Kreisvorsitzender der CDU des Landkreises Börde. Er ist Vorsitzender des Landesarbeitskreises Christlich Demokratischer Juristen.

Stahlknecht ist seit der 4. Wahlperiode Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt und wurde im Wahlkreis 8 (Wolmirstedt) gewählt. Er war von 2006 bis April 2011 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion und Mitglied des Ältestenrates. Zudem war er von 1999 bis 2009 Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Wellen und war dort bis zum 18. April 2011 Ortsbürgermeister.

Ende Juni 2010 geriet er mit Teilen seiner Partei in Konflikt, als bekannt wurde, dass er den unter Bestechungsverdacht stehenden Lothar Finzelberg als Rechtsanwalt vertritt.[1]

Am 19. April 2011 wurde Stahlknecht im Kabinett Haseloff I neuer Innenminister von Sachsen-Anhalt. Als Innenminister führte er gegen den Willen seiner Fraktion die Kennzeichnungspflicht für Polizisten im Büro und beim Streifendienst ein.[2]

Als stellvertretender Landesvorsitzender seiner Partei war er für die Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl im Frühjahr 2016 im Gespräch, befürwortete jedoch im Dezember 2014 eine erneute Kandidatur von Ministerpräsident Reiner Haseloff.[3]

Beim Landesparteitag am 17. November 2018 wurde Stahlknecht mit 186 von 221 Stimmen zum neuen Landesvorsitzenden der CDU Sachsen-Anhalt gewählt.[4]

LiteraturBearbeiten

  • Landtag von Sachsen-Anhalt, 5. Wahlperiode 2006–2011, Volkshandbuch. 2. Auflage, Neue Darmstädter Verlagsanstalt, ISBN 978-3-87576-602-8.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Holger Stahlknecht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

BelegeBearbeiten

  1. Ein Abgeordneter, zwei Rollen?. In: mz-web.de. 30. Juni 2010. Abgerufen am 11. Februar 2014.
  2. SPD will nummerierte Polizisten. Mitteldeutsche Zeitung, 6. Januar 2013, abgerufen am 23. Juni 2014.
  3. Stühlerücken vor der Landtagswahl 2016. (Memento vom 26. März 2015 im Internet Archive) In: MDR.de, 20. Dezember 2014.
  4. Innenminister Stahlknecht neuer CDU-Parteichef MDR 17. November 2018