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Gemeinde Hengelo
Flagge der Gemeinde Hengelo
Flagge
Wappen der Gemeinde Hengelo
Wappen
Provinz Overijssel Overijssel
Bürgermeister Sander Schelberg (VVD)
Sitz der Gemeinde Hengelo
Fläche
 – Land
 – Wasser
61,78 km2
61,03 km2
0,75 km2
CBS-Code 0164
Einwohner 80.725 (31. Jan. 2019[1])
Bevölkerungsdichte 1307 Einwohner/km2
Koordinaten 52° 16′ N, 6° 48′ OKoordinaten: 52° 16′ N, 6° 48′ O
Bedeutender Verkehrsweg A1 E30 A35 N737 N738 N739
Vorwahl 074
Postleitzahlen 7550–7559
Website Homepage von Hengelo
LocatieHengelo.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Hengelo (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) (Niedersächsisch: Hengel) ist eine Stadt in der niederländischen Provinz Overijssel, in der Region Twente, etwa 7 Kilometer nordwestlich von Enschede, etwa 10 Kilometer südwestlich von Oldenzaal. Zur Gemeinde gehören auch die Dörfer Beckum und Oele.

GeschichteBearbeiten

Um 1800 war Hengelo ein kleines Bauerndorf. Im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts siedelten sich hier Industriebetriebe an, was dazu führte, dass Hengelo sich stark entwickelte. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt am 6. und 7. Oktober 1944 absichtlich von den Alliierten bombardiert.

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau ein silberner Wellenschrägbalken, vorne begleitet von einer schräg gestellten Sense, gekreuzt mit einem linksschrägen Dreschflegel und belegt mit einer goldenen Korngarbe, hinten von einem goldenen Bienenkorb in einem Schwarm von neun goldenen Bienen.“

Nach der Entscheidung im Gemeinderat zum Führen eines eigenen Gemeindewappens im Jahre 1868 wurde der Entwurf des Gemeindearchitekten am 1. April 1870 durch königlichen Beschluss angenommen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhofsgebäude Hengelo
 
Marktplatz von Hengelo

Der Bahnhof Hengelo liegt an der Bahnstrecke Almelo–Salzbergen und der Bahnstrecke Zutphen–Glanerbeek. Die Haupteisenbahnstrecke verläuft AmsterdamDeventerBad BentheimRheineOsnabrückBerlin. Von 2010 bis 2013 war Hengelo im Schienennahverkehr zudem über den Grensland Express mit Bad Bentheim und Enschede verbunden. Seit Januar 2018 wird Hengelo mit der RB61 (Eurobahn) von Bielefeld über Bad Bentheim wieder durch den deutschen Regionalverkehr bedient.[2] Hengelo liegt an den Autobahnen A1/Europastraße 30 und A35. Die Stadt hat ferner einen Hafen am Twentekanaal.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

 
Ehemaliges Thales-Gebäude in Hengelo

Hengelo ist eine für die Region wichtige Industriestadt.

In der näheren Umgebung wird Kochsalz gewonnen, das hier von Akzo Nobel industriell verarbeitet wird. Seit 1859 gibt es in Hengelo die große Maschinenfabrik Stork. Die frühere Demag-Verdichtertechniksparte am Standort Hengelo wurde 2001 in Siemens-Bereich „Power“ eingegliedert. Ein Produktionsstandort der R.-Stahl-Unternehmensgruppe befindet sich ebenfalls in Hengelo, ebenso die niederländische Niederlassung DELTA BLOC Nederland der MABA Gruppe. In Hengelo befindet sich der Hauptsitz von Thales Nederland.

Hengelo ist darüber hinaus Sitz der Brauerei Huttenkloas.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Der Freizeitpark De Waarbeek mit der Achterbahn Rodelbaan, einem kleinen See zum Schwimmen, Surfen usw. liegt im Hengeloer Stadtgebiet.

BildungBearbeiten

Hengelo war Sitz der Hogeschool (Pädagogische Hochschule) Edith Stein.

SportBearbeiten

Im Fanny-Blankers-Koen-Stadion finden seit 1981 in Hengelo die FBK-Games statt, ein international bedeutendes Leichtathletik-Meeting, das nach der Rekordläuferin Fanny Blankers-Koen benannt ist.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Personen, die in der Stadt gewirkt habenBearbeiten

  • Willem Ripperda (1600–1669), Herr von Hengelo, Gesandter der niederländischen Generalstaaten bei den Friedensverhandlungen zum Westfälischen Frieden
  • Piet Blom (1934–1999), niederländischer Architekt, bekannt für sein Projekt De Kasbah in Hengelo (1969–1973)
  • Kuno Stierlin (1886–1967), Musikdirektor, Komponist und Pianist, dirigierte von 1923 bis 1939 die Oratorienvereinigung in Hengelo

LiteraturBearbeiten

in der Reihenfolge des Erscheinens

  • Gerard Kokhuis: Historie van Hengelo. Twents-Gelderse Uitgeverij Witkam, Hengelo 1983, ISBN 90-6693-010-1.
  • Jan-Pieter van Vree: Hengelo in oorlogstijd. Stichting Bevrijdingsfeesten Hengelo, Hengelo 1985, ISBN 90-71286-01-0.
  • Wim Wennekes, Trix Broekmans: Het boek van Hengelo, 1802–2002. Kroniek van een industriestad. Broekhuis, Hengelo, 2. Aufl. 2002, ISBN 90-70162-37-7.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hengelo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek (niederländisch)
  2. RB 61 - Keolis Deutschland. Abgerufen am 30. März 2018 (deutsch).