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Hamburg-Hoheluft-Ost

Stadtteil von Hamburg

Hoheluft-Ost ist ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg, der durch seine weitgehend erhaltene Gründerzeit-Architektur geprägt ist. Mit rund 16300 Einwohnern pro Quadratkilometer (Ende 2013) gehört der Stadtteil zusammen mit dem benachbarten Hoheluft-West zu den am dichtest besiedelten Stadtteilen Deutschlands.[1]

Wappen von Hamburg
Hoheluft-Ost
Stadtteil von Hamburg
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Koordinaten 53° 35′ 5″ N, 9° 58′ 34″ OKoordinaten: 53° 35′ 5″ N, 9° 58′ 34″ O
Fläche 0,6 km²
Einwohner 9796 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte 16.327 Einwohner/km²
Postleitzahl 20144, 20249, 20251, 20253
Vorwahl 040
Bezirk Hamburg-Nord
Verkehrsanbindung
Bundesstraße B5
U-Bahn U3Hamburg U3.svg
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

GeografieBearbeiten

Hoheluft-Ost liegt im Bezirk Hamburg-Nord. Der Stadtteil hat die Form eines Vierecks, mit Seiten von einer Länge zwischen 600 und 700 Metern (Ost-West-Seiten) bzw. 900–1000 Metern (Nord-Süd-Seiten). Südöstlich wird der Stadtteil durch den Isebekkanal begrenzt, auf dessen anderer Seite Harvestehude beginnt. Südwestlich bildet die Hoheluftchaussee die Grenze des Stadtteils zu Hoheluft-West, genauer zu dessen Generalsviertel. Nordwestlich reicht Hoheluft-Ost bis an die Martinistraße, auf deren anderer Seite Lokstedt (Stadion Hoheluft) bzw. Eppendorf (UKE) beginnt. Nordöstlich sind Curschmannstraße und Eppendorfer Baum die Grenze zu Eppendorf.[2]

Innerhalb dieser recht engen Grenzen ist die vielbefahrene Breitenfelder Straße (B5, Ring 2) die Hauptverkehrsachsen, daneben sind Eppendorfer Weg und Lehmweg größere Straßen.

GeschichteBearbeiten

Zur Entwicklung des Stadtteils vor 1951, siehe: Geschichte von Hoheluft

 
Hamburg Hoheluft-Ost Straßenbahnring, links die alten Hallen der Straßenbahnwerke rechts Neubauten

Hoheluft-Ost wurde 1951 zum eigenständigen Stadtteil im Bezirk Hamburg-Nord. Zuvor war er Teil von Eppendorf und ist in der Struktur von der dortigen Entwicklung beeinflusst. Die Wohnbebauung ist durch Häuser aus der Gründerzeit bestimmt, ein bekanntes Wohnquartier sind die Falkenried-Terrassen, die in der Tradition der Hamburger Wohnterrassen stehen.

Die Fahrzeugwerkstätten Falkenried entstanden aus dem 1892 errichteten Betriebshof der Straßeneisenbahn-Gesellschaft (SEG) an der gleichnamigen Straße und produzierten ab 1894 u. a. Straßenbahnfahrzeuge zunächst für Hamburg, kurze Zeit später in alle Welt. 1999 zog die Tochtergesellschaft der Hamburger Hochbahn von Hoheluft nach Hamburg-Hummelsbüttel. Das freigewordene Areal wurde saniert und beherbergt heute Wohnraum, Geschäfte und Büros an der neu angelegten Straße Straßenbahnring, der an die vorherige Nutzung des Geländes erinnert. Einige der alten Büros, Garagen und Hallen wurden erhalten; es wurden aber auch etliche Neubauten auf dem Areal errichtet.

StatistikBearbeiten

  • Minderjährigenquote: 13,4 % [Hamburger Durchschnitt: 16,3 % (2017)].[3]
  • Altenquote: 15,5 % [Hamburger Durchschnitt: 18,2 % (2017)].[4]
  • Ausländeranteil: 10,5 % [Hamburger Durchschnitt: 17,1 % (2017)].[5]
  • Arbeitslosenquote: 3,0 % [Hamburger Durchschnitt: 5,2 % (2017)].[6]

Das durchschnittliche Einkommen je Steuerpflichtigen beträgt in Hoheluft-Ost 52.006 jährlich (2013), der Hamburger Gesamtdurchschnitt liegt bei 39.054 Euro.[7]

Politik und WahlergebnisseBearbeiten

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Hoheluft-Ost zum Wahlkreis Eppendorf-Winterhude.

Bürgerschafts-
wahl
Hoheluft-Ost
SPD Grüne1 CDU FDP Linke2 AfD Übrige
2015 42,7 % 18,6 % 13,6 % 10,8 % 08,4 % 02,1 % 03,8 %
2011 47,4 % 17,1 % 15,8 % 09,8 % 05,7 % 04,2 %
2008 34,8 % 14,6 % 39,4 % 05,3 % 04,8 % 01,0 %
2004 33,8 % 21,7 % 37,4 % 02,9 % 04,2 %
2001 39,5 % 21,8 % 17,9 % 05,9 % 00,4 % 14,5 %3
1997 35,3 % 25,7 % 24,3 % 04,6 % 00,6 % 09,5 %
1993 39,2 % 26,8 % 17,8 % 04,5 % 11,7 %
1991 50,8 % 14,8 % 24,9 % 05,7 % 00,7 % 03,1 %
1987 49,7 % 14,1 % 28,6 % 06,3 % 01,3 %
1986 41,9 % 20,1 % 31,6 % 05,3 % 01,1 %
Dezember 1982 52,7 % 13,5 % 30,2 % 02,6 % 01,0 %
Juni 1982 44,6 % 14,2 % 34,7 % 04,6 % 01,9 %
1978 50,6 % 08,0 % 30,8 % 06,5 % 04,1 %
1974 45,7 % 37,0 % 12,5 % 03,8 %
1970 55,3 % 31,8 % 07,4 % 04,5 %
1966 57,0 % 30,8 % 07,6 % 04,6 %

1) 1978 als Bunte Liste – Wehrt Euch, 1982 bis 2011 als Grüne/GAL
2) 1991 und 1997 als PDS/Linke Liste, 2001 als PDS
3) Darunter 10,2 % für die Schill-Partei

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

BildungBearbeiten

 
Innenhof der Stadtteilschule Eppendorf an der Curschmannstraße

Die Stadtteilschule Eppendorf (ehemaliges Lyzeum Curschmannstraße und Volksschule Löwenstraße) und die Grundschule Eppendorf befinden sich trotz ihres Namens an der nordöstlichen Ecke des Stadtteils, umgrenzt von Curschmannstraße, Martinistraße, Breitenfelder Straße und Löwenstraße. Das heute denkmalgeschützte Gebäude der Stadtteilschule wurde 1926–1928 nach Plänen von Fritz Höger errichtet.

 
Oberstufenhaus der Ida-Ehre-Schule am Lehmweg

Am Lehmweg 14 ist seit 1984 das Oberstufenhaus der Ida-Ehre-Schule (ehemals Jahnschule) untergebracht. Das Schulgebäude wurde 1898 nach Plänen von Carl Johann Christian Zimmermann für die Volksschule Lehmweg errichtet und steht unter Denkmalschutz.

VerkehrBearbeiten

An der Kreuzung der Hoheluftchaussee mit dem Straßenzug Gärtnerstraße – Breitenfelder Straße (Teil des Ring 2) zweigt die Bundesstraße 447 von der Bundesstraße 5 ab. Beide großen Straßenzüge haben je Richtung zwei Fahrstreifen.

Am 5. Mai 1870 wurde bis zum ehemaligen Grenzhaus (bei der Martinistraße) eine Pferdebahn durch die Hoheluftchaussee gelegt und 1894 elektrifiziert. 1900 erhielt diese Linie die Nummer 2, und als 2 oder von 1925 bis 1953 auch als 22 und später auch mit der Verstärker-Linie 4 verkehrte die Straßenbahn dort bis 1978.

Anlagen für den Schienenverkehr gibt es direkt in Hoheluft-Ost seit Einstellung der letzten Straßenbahnlinie 2 im Jahr 1978 nicht mehr. Der seit 1912 bestehende U-Bahnhof Hoheluftbrücke der U-Bahn-Linie U3 (Ringlinie) liegt jenseits des Isebekkanals in Harvestehude. Die ehemalige Straßenbahntrasse in der Mitte der Hoheluftchaussee wird heute als Busspur genutzt; die dort verkehrende Metrobus-Linie 5 ist mit tägl. ca. 60.000 Fahrgästen (Stand: 2007) eine der meistfrequentierten Buslinien Deutschlands.

Im Stadtteil gibt es wenige Parkplätze, da zur Bauzeit der Gründerzeithäuser keine Tiefgaragen angelegt wurden. Jedoch besitzen die Bewohner von Hoheluft mit 0,287 Fahrzeugen pro Bewohner (Stand 2017) auch deutlich weniger Kfz als der Durchschnitt im Bezirks oder in der Stadt.[8]

BauwerkeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Karin Kuppig: Eppendorfbuch : mit Grindelviertel, Harvestehude, Rotherbaum, Hoheluft-Ost und Groß Borstel. Junius, Hamburg 2014, ISBN 978-3-88506-045-1.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Matthias Iken: Eppendorf am Wasser. In: Hamburger Abendblatt vom 29. September 2011.
  2. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (Hrsg.): Gebietsgliederung Hamburg. (Räumliche Gliederung ab dem 1. Januar 2011)
  3. Minderjährigenquote in den Hamburger Stadtteilen 2017
  4. Anteil der 65-Jährigen und Älteren in den Hamburger Stadtteilen 2017
  5. Ausländeranteil in den Hamburger Stadtteilen 2017
  6. Arbeitslosenquote in den Hamburger Stadtteilen 2017
  7. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (Hrsg.): Hamburger Stadtteil-Profile 2016 (= NORD.regional. Band 19). 2018, ISSN 1863-9518 (Online PDF 6,6 MB [abgerufen am 12. Februar 2018]).
  8. Matthias Iken: Viele Menschen - wenig Platz. In: Hamburger Abendblatt vom 16. Dezember 2017