Grue

Kommune in Hedmark in Norwegen
Wappen Karte
Wappen der Kommune Grue
Grue (Norwegen)
Grue
Grue
Basisdaten
Kommunennummer: 3417 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Innlandet
Verwaltungssitz: Kirkenær
Koordinaten: 60° 27′ N, 12° 3′ OKoordinaten: 60° 27′ N, 12° 3′ O
Fläche: 837,18 km²
Einwohner: 4.646 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km²
Sprachform: Bokmål
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Rune Grenberg (Ap) (2019)
Lage in der Provinz Innlandet
Lage der Kommune in der Provinz Innlandet

Grue ist eine norwegische Kommune im Südosten des Fylke Innlandet mit 4646 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019). Der Sitz der Verwaltung ist in Kirkenær. Die Kommune ist nach dem alten Hof Grue benannt. Der Name geht auf das altnordische Wort grof(a) zurück, das so viel wie „Grube, Senke“ bedeutet.

Das Wappen wurde 1992 genehmigt und ist von Harald Hallstensen entworfen worden. In den Farben Grün und Silber erinnert der Wappenschnitt an Wolfszähne sowie an die Flammen, die 1822 die alte Kirche von Grue zerstörten (vgl. Abschnitt Geschichte).

GeographieBearbeiten

Die Kommune Grue liegt im Südosten des Fylke Innlandet. Nördlich grenzt die Gemeinde an Åsnes, westlich an Nord-Odal und Sør-Odal, südlich an Kongsvinger. Die östlichen Gebiete der Gemeinde grenzen an Schweden und das große Waldgebiet des Finnskogen. Der längste Fluss Norwegens, die Glomma, fließt durch die Kommune, die durch Forst- und Landwirtschaft geprägt ist. Der größte See auf dem Gemeindegebiet ist mit 14,77 km² der fischreiche Røgden.

GeschichteBearbeiten

Zwischen dem Ende des 16. und dem Ende des 17. Jahrhunderts siedelten sich in Grue Finnen aus der Gegend von Rautalampi an. Deren Nachfahren werden als Waldfinnen bezeichnet, die heute in Norwegen den Status einer anerkannten Minderheit genießen.

In der Gemeinde ereignete sich einer der verheerendsten Kirchenbrände Norwegens. Am 26. Mai 1822, dem ersten Pfingsttag, brach in der Stabkirche während des Gottesdienstes Feuer aus. Weil die Türen nur nach innen aufgingen und eine Massenpanik ausbrach, verbrannten im hölzernen Sakralbau mindestens 113 Menschen.[2] Der Pfarrer Iver Hesselberg entging dem Desaster durch einen Sprung aus dem Fenster.

WeblinksBearbeiten

Commons: Grue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisk sentralbyrå – Population 2019
  2. Anita Krok / Thor Holt: Inferno i Guds hus, Glåmdalen, 1. Juni 2012 (abgerufen am 23. Mai 2017).