Nord-Odal

Kommune in Hedmark in Norwegen

Nord-Odal ist eine Kommune im norwegischen Fylke Innlandet. Die Kommune hat 5016 Einwohner (Stand: 1. Januar 2022). Verwaltungssitz ist die Ortschaft Sand.

Wappen Karte
Wappen der Kommune Nord-Odal
Nord-Odal (Norwegen)
Nord-Odal
Basisdaten
Kommunennummer: 3414
Provinz (fylke): Innlandet
Verwaltungssitz: Sand
Koordinaten: 60° 24′ N, 11° 33′ OKoordinaten: 60° 24′ N, 11° 33′ O
Fläche: 508,12 km²
Einwohner: 5.016 (1. Jan. 2022)[1]
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner je km²
Sprachform: Bokmål
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Lise Selnes (Ap) (2011)
Lage in der Provinz Innlandet
Lage der Kommune in der Provinz Innlandet

GeografieBearbeiten

 
Blick von Sand auf den Storsjøen

Nord-Odal liegt im Südosten des Fylkes Innlandet an der Grenze zum Fylke Viken. Die Gemeinde grenzt an Stange im Norden, Åsnes und Grue im Osten, Sør-Odal im Süden, Nes im Südwesten sowie Eidsvoll im Westen. Die Grenzen zu Nes und Eidsvoll stellt zugleich die Grenze zwischen Innlandet und Viken dar. Im Süden von Nord-Odal liegt der nördliche Abschnitt des Sees Storsjøen. An dessen Nordwestufer liegt die Ortschaft Sand, im Nordosten liegt Mo. In beiden Orten münden Flüsse, die durch Täler durch den Norden der Kommune fließen, in den See.[2] Die Erhebung Årkjølen auf der Grenze zu Stange stellt mit einer Höhe von 641,52 moh. den höchsten Punkt der Kommune Nord-Odal dar.[3]

EinwohnerBearbeiten

Die Einwohner leben vor allem in den beiden Haupttälern und im Uferbereich des Sees Storsjøen. Die Einwohnerzahlen sanken lange Zeit. Die Einwohner zogen dabei verstärkt in Richtung Oslo. Mitte der 1990er-Jahre stabilisierte sich die Zahl der Einwohner weitgehend.[4] In der Gemeinde liegen zwei sogenannte Tettsteder, also zwei Ansiedlungen, die für statistische Zwecke als eine Ortschaft gewertet werden. Diese sind Sand mit 1079 und Mo mit 407 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2021).[5]

Offizielle Schriftsprache ist wie in vielen Kommunen in Innlandet Bokmål, also die weiter verbreitete der beiden norwegischen Sprachformen.[6]

Jahr 1986 1990 1995 2000 2005 2010 2015 2020
Einwohnerzahl[7] 5347 5335 5106 5089 5073 5118 5128 5016

GeschichteBearbeiten

 
Sand kirke

Bis zum 31. Dezember 2019 gehörte Nord-Odal der damaligen Provinz Hedmark an. Sie ging im Zuge der Regionalreform in Norwegen in die zum 1. Januar 2020 neu geschaffene Provinz Innlandet über.[8]

In Nord-Odal befinden sich mehrere Kirchen. Die Sand kirke ist eine Holzkirche aus dem Jahr 1891.[9] Im Jahr 1864 wurde die Mo kirke nach einem Entwurf des Architekten Christian Heinrich Grosch fertiggestellt.[10]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Am Westufer des Storsjøens führt der Fylkesvei 24 in den Norden nach Sand und von dort weiter in die Kommune Stange. Am Ostufer verläuft der Fylkesvei 209 bis nach Mo und von dort weiter nach Sand. Richtung Süden führen beide Straßen in die Kommune Sør-Odal, wo sie in die Europastraße 16 (E16) münden. Die E16 stellt unter anderem die Verbindung nach Oslo her.[2]

WirtschaftBearbeiten

Die Forstwirtschaft ist für die Lokalwirtschaft von größerer Bedeutung. Auch die Industrie baut zu einem Teil auf der Holzverarbeitung auf. Der größte Industriesektor ist allerdings die chemische Industrie mit einer Niederlassung des Unternehmens Mapei.[4] Im Jahr 2020 arbeiteten von etwa 2250 Arbeitstätigen nur 1150 in Nord-Odal selbst, jeweils über 100 Personen waren in Sør-Odal, Kongsvinger, Oslo und Ullensaker tätig.[11]

Name und WappenBearbeiten

Das seit 1992 offizielle Wappen der Kommune zeigt zwei schwarze Werkzeuge aus der Forstwirtschaft, die im Norwegischen tømmersaks heißen, auf goldenem Hintergrund. Das patentierte Werkzeug wurde in Nord-Odal hergestellt. Das Wappen soll die Bedeutung der Forstwirtschaft darstellen.[4] Der Name setzt sich aus den beiden Bestandteilen „Nord“ und „Odal“ zusammen. Der Teil „Odal“ hat seinen Namen vom Tal Odalen, dessen Name sich vom altnordischen Namen Ódalr ableitet. Die Vorsilbe „ó“ bedeutet dabei „Fluss“, der restliche Teil „Tal“. Der Name Odalen wurde ursprünglich nur für das heutige Sør-Odal genutzt.[12]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Nord-Odal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 07459: Population, by sex and one-year age groups (M) 1986 - 2022. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 26. Februar 2022 (englisch).
  2. a b Nord-Odal kommune. In: Norgeskart. Abgerufen am 7. Januar 2022 (norwegisch).
  3. Høgaste fjelltopp i kvar kommune. Kartverket, 10. September 2021, abgerufen am 7. Januar 2022 (norwegisch (Nynorsk)).
  4. a b c Trond Olav Svendsen: Nord-Odal. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 7. Januar 2022 (norwegisch).
  5. Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 26. Oktober 2021 (englisch).
  6. Forskrift om målvedtak i kommunar og fylkeskommunar (målvedtaksforskrifta). In: Lovdata. 6. Januar 2020, abgerufen am 7. Januar 2022 (norwegisch).
  7. Population. Municipalities, pr. 1.1., 1986 - latest year. In: ssb.no. Abgerufen am 7. Januar 2022 (englisch).
  8. Kommunal- og moderniseringsdepartementet: Nye kommune- og fylkesnummer fra 2020. In: regjeringen.no. 27. Oktober 2017, abgerufen am 7. Januar 2022 (norwegisch).
  9. Sand kirke, Nord-Odal. In: Kirkesøk. Abgerufen am 7. Januar 2022 (norwegisch).
  10. Mo kirke, Nord-Odal. In: Kirkesøk. Abgerufen am 7. Januar 2022 (norwegisch).
  11. Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 7. Januar 2022 (norwegisch).
  12. Nord-Odal. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 7. Januar 2022 (norwegisch).