Gokishichidō

Einteilung der antiken Ritsuryō-Provinzen Japans in fünf (go) hauptstadtnahe (ki) Provinzen und sieben (shichi) Reichskreise (dō), im 19. Jahrhundert als goki-hachidō (fünf Hauptstadtprovinzen, acht Reichskreise) kurzzeitig reaktiviert

Als Gokishichidō (jap. 五畿七道, „5 Provinzen von Kinai und 7 Fernstraßen“), auch: Kinai shichidō (畿内七道), wurden die Verwaltungseinheiten im alten Japan bezeichnet.

Gokishichidō: Tōsandō
Hokurikudō
San’indō Tōsandō Tōkaidō
San’yōdō Kinai
Saikaidō Nankaidō

Nach dem Ritsuryō-System gegen Ende des 7. Jahrhunderts wurde in der Asuka-Zeit ein Verwaltungssystem mit fünf inneren Provinzen und sieben äußeren Regionen geschaffen. Als Vorbild diente die chinesische Verwaltung zur Zeit der Sui-Dynastie. In diese Regionen wurden die rund 60 Provinzen gruppiert.

Nach der Meiji-Restauration wurde das System unter Ergänzung der achten -dō Hokkaidō als Gokihachidō (五畿八道, „fünf hauptstadt[nahe Provinzen], acht Reichskreise“) nominell reaktiviert.

Innere ProvinzenBearbeiten

Die fünf inneren Provinzen (Kinai) in der Hauptstadtregion (Kinki) waren:

Sie umfassten etwa das Gebiet der heutigen Präfekturen Nara und Osaka sowie die Städte Kyōto und Kōbe und das Gebiet zwischen den Städten Kyōto und Nara.

Äußere RegionenBearbeiten

Die sieben äußeren Regionen waren:

Das -dō (; vgl. chinesische Dao) bezeichnet in diesem Zusammenhang immer einen Verwaltungsbezirk, wenn auch die äußeren Regionen natürlich durch Fernstraßen (-dō) erschlossen wurden.

Startpunkt aller Straßen war die jeweilige Hauptstadt Japans: Zuerst Heijō-kyō (Nara), dann Heian-kyō (Kyōto).

In der Edo-Zeit wurden die Namen der Verwaltungsbezirke zwar weiter benutzt, das Straßensystem ging nun aber mit der Anlage der Gokaidō von Edo aus.