Godzilla II: King of the Monsters

Film von Michael Dougherty (2019)

Godzilla II: King of the Monsters (englisch für „Godzilla II: König der Monster“) ist ein am 30. Mai 2019 erschienener Science-Fiction-Actionfilm von Michael Dougherty. Es handelt sich um eine Fortsetzung von Gareth EdwardsGodzilla aus dem Jahr 2014 und basiert auf dem gleichnamigen japanischen Filmmonster der Toho-Studios.

Film
Deutscher Titel Godzilla II: King of the Monsters
Originaltitel Godzilla: King of the Monsters
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2019
Länge 132 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Michael Dougherty
Drehbuch Max Borenstein,
Michael Dougherty,
Zach Shields
Produktion Alex Garcia,
Jon Jashni,
Mary Parent,
Thomas Tull
Musik Bear McCreary
Kamera Lawrence Sher
Schnitt Roger Barton,
Bob Ducsay,
Richard Pearson
Besetzung
Synchronisation
Chronologie
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HandlungBearbeiten

Die Paläontologin Dr. Emma Russel und ihre Tochter Madison befinden sich in China in einem geheimen Stützpunkt der Organisation Monarch, die riesige Monster, genannt Titanen, aufspürt und erforscht. Sie werden Zeuge der Geburt Mothras, einer riesigen Motte. Aufgrund eines technischen Zwischenfalls wird die noch im Larvenstadium befindliche Mothra provoziert, so dass Emma den von ihr entwickelten ORCA aktivieren muss. Dieses Gerät simuliert Bio-Kommunikationssignale von Titanen und erlaubt es, die Titanen entweder zu beruhigen oder aggressiv zu machen. Eben als die Situation deeskaliert, stürmt ein bewaffneter Söldnertrupp des Öko-Terroristen Alan Jonah den Stützpunkt, entführt Emma und Madison und erschießt das restliche Personal. Mothra flieht und verpuppt sich in einem nahen Wasserfall.

Aufgrund der Entführung sucht Monarch Hilfe bei Emmas Ex-Mann Mark, der als Verhaltensforscher den Prototyp des ORCA entwickelt hat.

Jonah bringt Emma und Madison mit seinen Söldnern in die Antarktis zu einem weiteren Monarch-Außenposten. Hier wurde ebenfalls ein Monster gefunden, das sich später als King Ghidorah herausstellt. Es gelingt den Terroristen, das dort stationierte Personal vor dem Absenden eines Hilferufs zu überwältigen und mit einer Explosion den im Eis eingefrorenen Ghidorah zu befreien. Kurz darauf trifft Godzilla ein und es kommt zum Kampf zwischen den beiden Titanen, wobei Dr. Graham umkommt. Ghidorah besiegt Godzilla und fliegt davon.

Während Monarch nach Emma sucht, die mit Jonah zusammenarbeitet, befreit diese in Mexiko den Flugsaurier Rodan aus einem Vulkan. Sie will alle Titanen befreien, damit diese die Menschheit zurück in die Steinzeit katapultieren und die Erde durch die von ihnen ausgesandte Strahlung regenerieren, was in Las Vegas und San Francisco bereits geschehen ist.

Während des zweiten Kampfs zwischen Godzilla und Ghidorah setzt das Militär eine neue Waffe ein, die jegliches Leben innerhalb eines Radius von zwei Meilen tötet. Beide Kontrahenten befinden sich unter Wasser, als sie von dieser Waffe getroffen werden. Ghidorah überlebt die Explosion unversehrt, während Godzilla immer schwächer wird. Es stellt sich heraus, dass Ghidorah kein gewöhnlicher Titan ist, sondern ein außerirdisches Wesen, über das die Urzeit-Menschen aus Angst keine Aufzeichnungen hinterließen.

Da Godzilla als König der Monster entthront wurde, erweckt Ghidorah die restlichen Titanen auf der Erde, die unter seiner Herrschaft mit der Zerstörung der Menschheit beginnen. In der Gewissheit, dass eine Koexistenz zwischen den Titanen und der Menschheit nur mit Godzilla möglich sein wird, begeben sich Stanton, Mark und Serizawa auf die Suche nach ihm. Dabei entdecken sie, dass die Hohlerde-Theorie zutrifft und Godzilla unterirdische Kanäle nutzte, um schnell von einem Ort der Erde zum anderen zu gelangen.

Nachdem Mothra bei der Kontaktaufnahme mit Godzilla beobachtet wurde, folgen die Wissenschaftler dieser Spur und stoßen an Bord eines U-Boots auf eine vor Jahrtausenden versunkene Stadt, in der die Titanen als die „ursprünglichen Götter“ verehrt wurden. In einer unterirdischen Höhle finden sie Godzilla, der sich an einer radioaktiven Quelle stärkt. Dieser Prozess würde jedoch Jahre dauern, daher beschließen die Wissenschaftler, Godzilla mit einem Atomsprengkopf zu defibrillieren. Da die Abschussvorrichtung für Nukleartorpedos defekt ist, opfert sich Serizawa und bringt den Sprengkopf mit einem Mini-U-Boot zu Godzilla, wo er ihn manuell zündet.

Madison hat inzwischen in Boston den ORCA entwendet und will die Titanen damit beruhigen, lockt sie aber unwissentlich an. Godzilla, durch die Atomexplosion stärker als je zuvor, macht sich ebenfalls auf den Weg nach Boston. Die Mitarbeiter von Monarch schließen sich gemeinsam mit den US-Streitkräften Godzilla an, um gegen Ghidorah zu kämpfen. Auch Mothra und Rodan kämpfen gegeneinander, wobei die Riesenmotte die Oberhand behält. Als klar wird, dass Godzillas Strahlungswerte enorm ansteigen und er in Kürze in einer gigantischen Explosion aufgehen wird, stellt Mark ein Team zusammen, um Madison zu retten, die nur mit Mühe den vom Titanenkampf verursachten Kollateralschäden ausweichen kann. Ghidorah steigt mit Godzilla empor und lässt ihn aus großer Höhe fallen, wodurch Godzilla erneut besiegt scheint, aber Mothra opfert sich und überträgt ihre Energie auf Godzilla. Emma reaktiviert den ORCA und lockt damit Ghidorah von Godzilla weg, wobei sie stirbt, aber dem Rettungsteam und der inzwischen gefundenen Madison Zeit zur Flucht gibt. Der wieder erstarkte Godzilla entlädt seine gesamte aufgestaute Energie in Ghidorah und tötet ihn so. Schließlich steht Godzilla in den Trümmern von Boston und brüllt seinen Sieg in die Welt hinaus, während die anderen Titanen sich vor ihm verbeugen.

Während des Abspanns zeigen Nachrichtenausschnitte und von Monarch veröffentlichte Dateien unter anderem, dass die Titanen sich in ihre ursprünglichen Lebensbereiche zurückziehen, wodurch die Erde sich regeneriert. Ein mutmaßliches zweites Mothra-Ei wurde entdeckt und einige der Titanen sind nach Skull Island unterwegs. Außerdem werden alte Zeichnungen mit Kampfszenen der Titanen gezeigt. In einer Post-Credit-Szene wird zudem enthüllt, wie Jonah einen Kopf Ghidorahs kauft, der ihm von einem Fischer angeboten wird.

ProduktionBearbeiten

 
Michael Dougherty auf der Comic-Con in San Diego im Juli 2018

Bei dem Film handelt es sich um eine Fortsetzung von Gareth Edwards’ Godzilla aus dem Jahr 2014. Regie bei dieser führte Michael Dougherty, der gemeinsam mit Max Borenstein und Zach Shields auch das Drehbuch schrieb. Edwards war ursprünglich als Regisseur vorgesehen, dieser zog sich aber nach seinem Star-Wars-Ableger Rogue One: A Star Wars Story aus diesem Projekt zurück.[3]

Die Filmmusik komponierte Bear McCreary, wobei er auf einige Kompositionen von Akira Ifukube zurückgriff, der die wichtigsten Filmmusiken der Godzilla-Reihe komponierte. Zusammen mit Serj Tankian, dem Sänger der armenisch-US-amerikanischen Metalband System of a Down, coverte McCreary den Song Godzilla von Blue Öyster Cult, welcher im Abspann zu hören ist.

Die Dreharbeiten wurden im September 2017 beendet.[4] Als Kameramann fungierte Lawrence Sher. Die Postproduktion wurde im November 2018 abgeschlossen.[5]

Die Post-Credit-Szene in Kong: Skull Island, in welcher Höhlenmalereien der Titanen Godzilla, Mothra, Rodan und King Ghidorah gezeigt wurden, lieferte somit schon erste Hinweise auf die Rahmenhandlung in diesem Film. Im Rahmen der Comic-Con in San Diego im Juli 2018 wurde ein erster langer Trailer veröffentlicht.[6] Die Monster erhalten in diesem Film den Namen Titanen, um so Verwirrungen über einen möglichen Bezug zu der Filmreihe Pacific Rim vorzubeugen, in dem die Riesenmonster als Kaiju (nach dem japanischen Wort für Monster) bezeichnet werden. Auch Pacific Rim wurde von Legendary Pictures produziert.

Der Film erschien am 30. Mai 2019 in den deutschen[7] und am darauffolgenden Tag in den US-amerikanischen Kinos. Die Premiere fand am 13. Mai 2019 in Peking statt.

Der Film wurde Haruo Nakajima und Yoshimitsu Banno gewidmet.[8] Nakajima war der Schauspieler, der in der ersten großen Godzilla-Filmreihe, der Showa-Reihe (1954–1975), in dem zentnerschweren Kostüm den Riesensaurier darstellte. Banno war der Regisseur des 1971 erschienenen Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster und Mitproduzent des US-Prequels aus dem Jahr 2014. Beide verstarben 2017.

SynchronisationBearbeiten

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Klaus Bickert und der Dialogregie von Marius Clarén und Solveig Duda im Auftrag der RC Production Kunze & Wunder GmbH & Co. KG in Berlin.[9]

   
O'Shea Jackson Jr. spielt Chief Officer Barnes, Millie Bobby Brown
spielt Madison Russell
   
Thomas Middleditch spielt Dr. Sam Coleman, Vera Farmiga spielt
Dr. Emma Russell
Darsteller Synchronsprecher Rolle
Kyle Chandler Thomas Nero Wolff Dr. Mark Russell
Vera Farmiga Claudia Urbschat-Mingues Dr. Emma Russell
Millie Bobby Brown Carlotta Pahl Madison Russell
Ken Watanabe Tōru Tanabe Dr. Ishiro Serizawa
Ziyi Zhang Meylan Chao Dr. Ilene Chen
Bradley Whitford Bernd Vollbrecht Dr. Rick Stanton
Sally Hawkins Katrin Zimmermann Dr. Vivienne Graham
Charles Dance Leon Rainer Colonel Alan Jonah
Thomas Middleditch Rainer Fritzsche Dr. Sam Coleman
Aisha Hinds Victoria Sturm Colonel Diane Foster
O'Shea Jackson Jr. Jan-David Rönfeldt Chief Warrant Officer Barnes
David Strathairn Reinhard Kuhnert Admiral William Stenz
Anthony Ramos Simon Derksen Anthony Martinez
Elizabeth Faith Ludlow Anne Helm Lauren Griffin
Jonathan Howard Florian Hoffmann Asher Jonah
Jimmy Gonzales Sascha Rotermund Commander Crane
Jesse O'Neill Florian Clyde Corporal Winston
Joe Morton Tom Vogt Dr. Houston Brooks
Randy Havens Jacob Weigert Dr. Tim Mancini
Lexi Rabe Zoé Zech Madison Russell (jung)
CCH Pounder Ulrike Johannson Senatorin Williams
Joshua Leary Johann Fohl Sergeant Baker

RezeptionBearbeiten

AltersfreigabeBearbeiten

In den USA wurde der Film von der MPAA als PG-13 eingestuft.

EinspielergebnisBearbeiten

Die weltweiten Einnahmen aus Kinovorführungen belaufen sich auf 386,6 Millionen US-Dollar. Das Budget betrug rund 170 Millionen US-Dollar.[10]

KritikBearbeiten

Der Film wurde von der Kritik gespalten aufgenommen. Bei Rotten Tomatoes hat Godzilla II: King of the Monsters ein Rating von 43 Prozent bei den Kritikern. Beim Publikum bekam der Film ein Rating von 83 Prozent.[11]

Paul Kunz rezensierte den Film auf Film plus Kritik positiv und vergab 7 von 10 Punkten. Sein Fazit: „Auch wenn ‚Godzilla 2‘ sich etwas zu ernst nimmt, was besonders aufgrund der stumpfen Dialoge zu gelegentlicher Langeweile führt, überzeugt er umso mehr, wenn die Monster die Leinwand füllen. Die spektakulären Szenen, die der Film bietet, sind einfach spaßig und machen ihn zu einem gewichtigen Argument zugunsten des Kinoerlebnisses.“[12]

AuszeichnungenBearbeiten

Goldene Himbeere 2020

National Film & TV Awards 2019

  • Nominierung als Bester Horrorfilm oder Thriller 2019[13]

Saturn-Award-Verleihung 2019

WeblinksBearbeiten

Commons: Godzilla: King of the Monsters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Godzilla II: King of the Monsters. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 189867/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Godzilla II: King of the Monsters. Jugendmedien­kommission.
  3. David Herger: "Godzilla 2": Gareth Edwards („Star Wars: Rogue One“) ist nicht mehr als Regisseur dabei. In: Filmstarts. 14. Mai 2016, abgerufen am 14. Februar 2021.
  4. Maren Koetsier: "Godzilla 2": So steht es um die Monster-Fortsetzung "King Of Monsters". In: Filmstarts. 8. Oktober 2017, abgerufen am 14. Februar 2021.
  5. Dan Zinski: Godzilla: King Of The Monsters Director Announces The Film Is Done. In: Screenrant. 16. November 2018, abgerufen am 14. Februar 2021 (englisch).
  6. Jack Shepherd: Godzilla: King of the Monsters trailer revealed at Comic-Con, teasing Mothra, Rodan and King Ghidorah. The Independent, 22. Juli 2018, abgerufen am 14. Februar 2021 (englisch).
  7. Starttermine Deutschland In: insidekino.com. Abgerufen am 29. Juli 2018.
  8. James Grebey: All the Godzilla: King of the Monsters Easter Eggs, Explained — Including That Post-Credits Scene. In: Vulture. 4. Juni 2019, abgerufen am 14. Februar 2021 (englisch).
  9. Godzilla II: King of the Monsters. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 29. April 2021.
  10. Godzilla: King of the Monsters. In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 26. Februar 2021.
  11. Godzilla: King of the Monsters (2019). In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 14. Februar 2021 (englisch).Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/Wikidata-Bezeichnung vom gesetzten Namen verschiedenVorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/„importiert aus“ fehlt
  12. „Godzilla 2: King of the Monsters“ – Kritik. In: Film plus Kritik – Online-Magazin für Film & Kino. 30. Mai 2019, abgerufen am 6. Juli 2019 (deutsch).
  13. Naomi Wakeling: Nominations for the 2nd annual National Film & TV Awards are announced. In: nationalfilmandtvawards.com. 21. Oktober 2019, abgerufen am 3. November 2019.