Duane Jones (Snookerspieler)

walisischer Snookerspieler

Duane Jones (* 30. April 1993) ist ein walisischer Snookerspieler aus Mountain Ash in Südwales.

Duane Jones
Duane Jones
Geburtstag 30. April 1993 (28 Jahre)
Nationalität WalesFlag of Wales (1959–present).svg Wales
Profi seit 2015
Preisgeld 114.245 £ (Stand: 8. Mai 2021)
Höchstes Break 141[1] (China Open 2014, Q)
Century Breaks 29 (Stand: 8. Mai 2021)
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 72 (Februar–April 2019)
Aktueller WRL-Platz 87 (Stand: 3. Mai 2021)

KarriereBearbeiten

Mit 12 Jahren begann Duane Jones mit dem Snookerspielen. Nach eigenen Angaben hatten ihn die Matches von Jimmy White zum Billardsport gebracht. In der Jugend war er Kapitän der U-16-Auswahl von Wales, prominente Spieler wie Peter Ebdon, Terry Griffiths, Darren Morgan und auch der walisische Nationaltrainer John Dobson gaben ihm Unterrichtsstunden.[2] Er holte sich in allen Altersklassen den Titel des walisischen Landesmeisters[3] und gewann auch schon in lokalen Seniorenwettbewerben. Mit 17 erreichte der das Achtelfinale der U-19-Europameisterschaft und mit 18 nahm er erstmals an einem Turnier der neu eingeführten Players Tour Championship teil, einer für Amateure offenen Turnierserie im Profibereich, und wurde dort in der ersten Runde gegen Jimmy White ausgelost. Er verlor, bewarb sich aber noch in derselben Saison in der Q School um einen Platz auf der Snooker Main Tour, allerdings ebenfalls ohne Erfolg. Bei der U-21-EM kam er in diesem Jahr bis ins Halbfinale. Im Jahr darauf spielte er schon bei allen sieben PTC-Turnieren in England sowie bei den FFB Snooker Open 2012 in Deutschland. Viermal gelang ihm der Vorstoß in die zweite Hauptrunde mit Siegen über die Profispieler Liu Chuang, Jamie Burnett, Tony Drago und Andy Hicks. In der Q School schnitt er diesmal besser ab, aber über das Halbfinale seiner Gruppe im dritten Turnier kam er auch diesmal nicht hinaus. In diesem Jahr war er auch erstmals Nummer eins der Landesliste von Wales. Doch auch dies verhalf ihm nicht zur Main-Tour-Qualifikation, weil die Regelung der Nominierung durch die britischen Landesverbände genau in dieser Saison abgeschafft worden war.[3]

Durch die Amateurwertung der Q School bekam er aber in der Saison 2012/13 die Möglichkeit, als Nachrücker an den Qualifikationsrunden einiger Weltranglistenturniere der Profis teilzunehmen. Bei den Australian Open gelang ihm früh in der Saison der Einzug in die zweite Qualifikationsrunde gegen den damaligen Neuprofi Michael Leslie. Später gelang dem Waliser auch bei seinem Heimatturnier, den Welsh Open und den World Open jeweils ein Auftaktsieg. Bei der Junioreneuropameisterschaft der U-21-Spieler kam er zum zweiten Mal bis ins Halbfinale. In der Variante des Six-Red-Snooker holte er sich den Amateurweltmeistertitel der IBSF.[4] In der Q School erreichte er beim dritten Turnier das Finale seiner Gruppe, verlor dann aber das entscheidende Spiel gegen Lee Spick. Das Jahr darauf verlief ähnlich wie dieses Jahr. Dem Auftaktsieg beim dritten Saisonturnier, dem Shanghai Masters, erneut gegen den Schotten Leslie, folgte beim vorletzten Turnier, den China Open ein Sieg gegen den Top-16-Profi Joe Perry. In der Q School war es diesmal Chris Melling, der ihm im Gruppenfinale in einem knappen Match im Entscheidungsframe den Weg auf die Main Tour verbaute.

In der Saison 2014/15 nahm Jones nur an zwei PTC-Turnieren auf dem Kontinent und zwei Qualifikationsturnieren teil und blieb dabei weitgehend erfolglos. Im Amateurbereich trat er bei der Europameisterschaft erstmals im Seniorenbereich an und erreichte wieder ein Halbfinalergebnis. Danach konzentrierte er sich auf die Q School und kam beim zweiten Turnier im dritten Jahr in Folge ins Finale seiner Gruppe. Diesmal glich er einen 1:3-Rückstand noch aus und es gelang ihm ein knapper 67:60-Sieg im Entscheidungsframe gegen Zhao Xintong.[3] Damit sicherte er sich mit 22 Jahren für die folgenden beiden Spielzeiten Profistatus und die Teilnahmeberechtigung an den Main-Tour-Turnieren.[1] Um seine Ausgaben zu decken, arbeitete Jones nach dem Beginn seiner Profikarriere als Barkeeper.[5]

Während seiner ersten Profisaison konnte Jones nur zwei Spiele gewinnen,[6] sodass er auf Rang 119 der Weltrangliste geführt wurde.[7] In der nächsten Saison erreichte er dann aber die Runde der letzten 32 der Indian Open sowie bei sechs weiteren Turnieren die Runde der letzten 64.[8] Auf der Weltrangliste war er zum Saisonende auf Rang 98 platziert, was nicht für eine Qualifikation für die nächste Saison reichte.[7] Diese erlangte er durch den Gruppensieg beim zweiten Q-School-Turnier des Jahrgangs. In der anschließenden Saison erreichte er fünf Mal die Runde der letzten 64, konnte aber nur bei den China Open diese auch überstehen, verlor dann aber in der Runde der letzten 32.[9] Auf der Weltrangliste war er nun auf Rang 102 platziert.[7]

Auch die Saison 2018/19 war geprägt von Auftaktniederlagen, er schied aber beim European Masters und bei den Indian Open in der Runde der letzten 64 sowie bei den Welsh Open in der Runde der letzten 32 aus. Sein bestes Ergebnis erzielte er aber beim German Masters, als er unter anderem Jack Lisowski und Ding Junhui besiegte und erst im Halbfinale von David Gilbert gestoppt wurde.[10] Auf der Weltrangliste verbesserte er sich auf Rang 76, welcher erneut nicht für eine direkte Qualifikation für die nächste Saison reichte.[7] Doch durch seinen Erfolg beim German Masters gelang ihm die Qualifikation über die Ein-Jahres-Weltrangliste. In der Saison 2019/20 konnte er dann lediglich ein Spiel bei der International Championship gewinnen.[11]

ErfolgeBearbeiten

  • Sieger der IBSF World 6 Reds Championship 2013

QuellenBearbeiten

  1. a b Duane Jones bei CueTracker (Stand: 18. August 2018)
  2. Snooker: Wales Under-16s captain Duane Jones vows to bounce back after ranking final defeat. Wales Online, 12. Februar 2009, abgerufen am 2. August 2015.
  3. a b c Jonathan Davies: Resilient Jones realises his snooker dream by securing professional status. Snooker News, 27. Mai 2015, abgerufen am 2. August 2015.
  4. Jones wins IBSF World 6 Reds Championship in Carlow. Welsh Snooker, Oktober 2013, abgerufen am 2. August 2015.
  5. Tinker, Tailor … Snooker Player? In: wst.tv. World Professional Billiards & Snooker Association, 31. Mai 2019, abgerufen am 1. Mai 2020 (englisch).
  6. Ron Florax: Duane Jones - Season 2015-2016 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 1. Mai 2020 (englisch).
  7. a b c d Ron Florax: Ranking History For Duane Jones. CueTracker.net, abgerufen am 1. Mai 2020 (englisch).
  8. Ron Florax: Duane Jones - Season 2016-2017 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 1. Mai 2020 (englisch).
  9. Ron Florax: Duane Jones - Season 2017-2018 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 1. Mai 2020 (englisch).
  10. Ron Florax: Duane Jones - Season 2018-2019 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 1. Mai 2020 (englisch).
  11. Ron Florax: Duane Jones - Season 2019-2020 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 1. Mai 2020 (englisch).

WeblinksBearbeiten

Commons: Duane Jones – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien