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Gemeinde Ciria
Ciria – Ortsbild mit Kirche Santa María la Mayor
Ciria – Ortsbild mit Kirche Santa María la Mayor
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Ciria (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Soria
Comarca: Campo de Gómara
Koordinaten 41° 37′ N, 1° 58′ WKoordinaten: 41° 37′ N, 1° 58′ W
Höhe: 1024 msnm
Fläche: 46,18 km²
Einwohner: 86 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,86 Einw./km²
Postleitzahl: 42138
Gemeindenummer (INE): 42064 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ciria

Ciria ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 86 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Osten der Provinz Soria in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Die katholische Kirchengemeinde gehört zum Bistum Osma-Soria; die Gemeinde ist Teil der bevölkerungsarmen Serranía Celtibérica.

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Der Ort Ciria liegt am Oberlauf des Río Manubles in der von Felsen und Hügeln durchsetzten Hochebene im Osten der Provinz Soria in einer Höhe von ca. 1020 m. Die Entfernung zur nordwestlich gelegenen Provinzhauptstadt Soria beträgt gut 52 km (Fahrtstrecke). Die Gemeinde grenzt unmittelbar an die östlich gelegenen Autonome Gemeinschaft Aragón. Das Klima im Winter ist kalt, im Sommer gemäßigt bis warm; Regen (ca. 535 mm/Jahr) fällt verteilt übers ganze Jahr.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 590 589 529 112 90[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und der damit verbundene Verlust von Arbeitsplätzen führten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem spürbaren Bevölkerungsrückgang (Landflucht).

WirtschaftBearbeiten

Die Gemeinde lebte jahrhundertelang ausschließlich vom Getreideanbau (Gerste und Weizen), der hauptsächlich zur Selbstversorgung betrieben wurde; auch Viehhaltung (Schafe, Ziegen, Hühner) fand in geringem Maße statt. Heute spielt die Landwirtschaft immer noch die wichtigste Rolle, doch sind auch geringfügige Einnahmen aus dem Tourismus (Vermietung von Ferienwohnungen) hinzugekommen.

GeschichteBearbeiten

Nach der arabisch-maurischen Eroberung entvölkerten sich weite Gebiete im Norden der Iberischen Halbinsel. Im 10. Jahrhundert begann unter dem kastilischen Grafen Gonzalo Téllez die in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts unter Alfons I. von Aragón vollendete Rückeroberung (reconquista) Altkastiliens. In dieser Zeit wurde Ciria von Siedlern aus dem christlichen Norden neu- oder wiederbesiedelt (repoblación). Im 14. Jahrhundert hatte der Ort unter dem kastilisch-aragonesischen „Krieg der beiden Peter“ zu leiden. Die örtliche Burg diente zur Sicherung der einstmals umkämpften Grenze zum Königreich Aragón – eine Situation, die jedoch durch die Eheschließung zwischen Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón im Jahr 1469 hinfällig wurde.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Portal der Iglesia de Santa María la Mayor
  • Die mit Ausnahme der Strebepfeiler und der Ecksteine aus Bruchsteinen errichtete dreischiffige Hallenkirche (Iglesia de Santa María la Mayor) entstammt dem Übergangsstil zwischen Spätgotik und Renaissance; auf der Nordseite wird sie von einem imposanten barocken Glockenturm überragt, der zur Gänze aus exakt behauenem Steinmaterial gefertigt ist. Der – wie in der Region üblich – nur über das auf der Südseite befindliche Renaissanceportal zu betretende Kirchenbau ist mit einem Sterngewölbe versehen und beherbergt ein von der Bevölkerung als wundertätig verehrtes Marienbildnis der Virgen de la Serna.
Umgebung
  • Überreste einer keltiberischen Festungsanlage (castrum) wurden auf dem Gebiet der Gemeinde entdeckt.
  • Die schlecht erhaltene Ermita de la Virgen de la Serna befindet sich etwa 1 km außerhalb des Ortes.
  • Eine Burg (castillo) stand wahrscheinlich schon in maurischer Zeit an der Stelle, doch ihr heutiges Aussehen entstammt ausschließlich den Umbaumaßnahmen des frühen 15. Jahrhunderts als der Ort und seine Burg im Besitz des Konstablers von Kastilien Álvaro de Luna standen. Die Burgruine befindet sich auf einem Felsen etwa 500 m nördlich des Ortes; ihr – für die späte Bauzeit ungewöhnlicher – unregelmäßiger Grundriss orientiert sich an den natürlichen Gegebenheiten des Geländes.[4]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ciria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Ciria – Klimatabellen
  3. Ciria – Bevölkerungsentwicklung
  4. Ciria – Castillo