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Gemeinde Oncala
Oncala – Ortsansicht mit Kirche
Oncala – Ortsansicht mit Kirche
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Oncala
Oncala (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Soria
Comarca: Tierras Altas (Soria)
Koordinaten 41° 58′ N, 2° 19′ WKoordinaten: 41° 58′ N, 2° 19′ W
Höhe: 1285 msnm
Fläche: 39,92 km²
Einwohner: 70 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,75 Einw./km²
Postleitzahl: 42172
Gemeindenummer (INE): 42135 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Oncala

Oncala ist ein Dorf und eine aus dem Hauptort und drei Weilern (pedanías) bestehende Gemeinde (municipio) mit zusammen nur 70 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der nordspanischen Provinz Soria in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

LageBearbeiten

Der Ort Oncala liegt im Quellgebiet des Río Linares, einem Nebenfluss des Ebro, ca. 35 km (Fahrtstrecke) nordöstlich der Provinzhauptstadt Soria im Iberischen Gebirge in einer Höhe von ca. 1285 m ü. d. M.[2] Das Klima im Winter ist kühl, im Sommer dagegen durchaus angenehm; die für die Region recht hohen Niederschläge (ca. 690 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der eher regenarmen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.[3]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1900 1950 2000 2016
Einwohner 246 239 106 75

Der deutliche Bevölkerungsrückgang im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.[4]

WirtschaftBearbeiten

Im Mittelalter siedelten sich auch Kleinhändler, Handwerker und Dienstleister aller Art in der hauptsächlich von Viehzucht geprägten und sich weitgehend selbst versorgenden Landgemeinde an. Seit den 1970er Jahren entwickelt sich der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienhäusern (casas rurales) zu einer wichtigen Einnahmequelle.

GeschichteBearbeiten

Aus antiker und mittelalterlicher Zeit sind keine Nachrichten bekannt. Früher wurde das hochgelegene und deshalb nahezu immer grüne Gebiet in den Sommermonaten von Wanderschäfern mit ihren Ziegen- und Schafherden aufgesucht. Nur ganz allmählich entwickelte sich der Ort; dessen Kirche erst im ausgehenden 18. Jahrhundert infolge einer Stiftung entstand.[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Bruchsteinhaus mit Wappenschild
  • Viele Häuser des Ortes zeigen unverputzte Bruchsteinfassaden. Über dem Portal eines der Häuser prangt ein steinerner Wappenschild.
  • Die Iglesia de San Millán ist dem hl. Aemilianus von Cogolla, dem Schutzpatron der Schäfer, geweiht und steht auf dem höchsten Punkt des Ortes. An den Außenwänden des eher schlicht gehaltenen Kirchenschiffs hängt an manchen Tagen eine im 17. Jahrhundert in Flandern angefertigte Folge von 10 Tapisserien nach Entwürfen von Peter Paul Rubens. Die Kirche selbst sowie die Wandteppiche wurden im ausgehenden 18. Jahrhundert von einem in Oncala gebürtigen Bischof gestiftet.[6]
  • Ein Museum beschäftigt sich mit der Tradition der Transhumanz.[7]
Umgebung
  • Auf dem Gemeindegebiet stehen zwei Einsiedlerkirchen (Ermita de la Virgen del Espino und Ermita de San Pedro del Haya).[8][9]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oncala – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Oncala – Karte mit Höhenangaben
  3. Oncala – Klimatabellen
  4. Oncala – Bevölkerungsentwicklung
  5. Oncala – Geschichte (Memento des Originals vom 7. November 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oncala.es
  6. Oncala – Kirche
  7. Oncala – Museo
  8. Oncala – Ermita de la Virgen del Espino
  9. Oncala – Ermita de San Pedro del Haya