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Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr

Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) und wurde am 30. Juli 2012 im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr gegründet. Es ist fachlich im Wesentlichen der Abteilung Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUD) im Bundesministerium der Verteidigung unterstellt. Im BAIUDBw werden Aufgaben, die aus dem Bundesministerium der Verteidigung abgeschichtet wurden, des Weiteren Aufgaben aus dem bisherigen Bundesamt für Wehrverwaltung, dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, den Wehrbereichsverwaltungen, dem Streitkräfteunterstützungskommando sowie dem Streitkräfteamt und den diesem nachgeordneten militärischen Infrastrukturstäben zusammengeführt.[5]

Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr
— BAIUDBw —
Internes Verbandsabzeichen des BAIUDBw
Staatliche Ebene Bund
Stellung Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde Bundesministerium der Verteidigung
Gründung 30. Juli 2012
Hauptsitz DEU Bonn COA.svg Bonn
Behördenleitung Ulrike Hauröder-Strüning (Präsidentin)[1]
Hedwig Hoffmann (Vizepräsidentin)[2]
Bedienstete 2300[3], davon 980[4] Soldaten
Website Webseite des BAIUDBw

Inhaltsverzeichnis

FaktenBearbeiten

Im Bereich des Bundesamtes einschließlich seiner nachgeordneten Dienststellen werden in der Zielstruktur rund 21.400 Mitarbeiter tätig sein. Das BAIUDBw verfügt über rund 2.300 Angehörige, inklusive der rund 700 Mitarbeiter der sieben Kompetenzzentren Baumanagement an den Standorten Kiel, Hannover, Düsseldorf, Wiesbaden, Stuttgart, München und Strausberg, die Bestandteil des Amtes sind. Seinen Dienstsitz hat das BAIUDBw am Standort Bonn.

Dem Bundesamt unterstehen das

  Zentrum Brandschutz der Bundeswehr in Sonthofen,
  das Verpflegungsamt der Bundeswehr in Oldenburg,
43 Bundeswehr-Dienstleistungszentren sowie
7 Bundeswehrverwaltungsstellen im Ausland und
Einsatzwehrverwaltungsstellen.

Mit der Außerdienststellung der ehemaligen Wehrbereichsverwaltungen am 30. Juni 2013 wurde somit ein zweistufiger Behördenaufbau vollzogen.[5]

ZuständigkeitenBearbeiten

Das BAIUDBw trägt die Verantwortung für alle zentralen Aufgaben aus den Bereichen Infrastruktur, gesetzliche Schutzaufgaben, Finanzen und Controlling sowie Dienstleistungen und Recht. Die Aufgaben werden in zivil-militärisch gemischten Strukturen wahrgenommen. Auch stellt das Amt diese Unterstützungsleistungen für die Einsätze im Ausland sicher, verfügt über Schnittstellen zu den Bereichen Personal, Ausrüstung, Haushalt und Recht und vertritt im Rahmen seiner Zuständigkeit die Interessen der Bundeswehr gegenüber anderen Nationen, Bundesländern, Verbänden und der Wirtschaft. Das BAIUDBw ist auch Schutzbereichbehörde gemäß § 9 Abs. 3 Schutzbereichgesetz.

Die sieben regionalen Kompetenzzentren für Baumanagement sind zuständig für Infrastrukturangelegenheiten und regionale Schutzaufgaben in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen. Sie bilden die Schnittstelle zur Landesbauverwaltung, zur Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und den Bundeswehr-Dienstleistungszentren. Die Kompetenzzentren sind regionaler Garant für die „Infrastruktur aus einer Hand“. Sie führen Infrastrukturmaßnahmen im örtlichen Zuständigkeitsbereich mit zivil-militärisch besetzten Teams durch, nehmen gegenüber der Bauverwaltung der Länder und Gemeinden die Bauherrenrolle ein und sind Ansprechpartner der Nutzer vor Ort.

Das BAIUDBw verfügt darüber hinaus über ein Kompetenzzentrum Travel Management (KompZ TM Bw) für Reiseplanung, Reiseabrechnung, Trennungsgeld- und Umzugsbearbeitung in Bonn sowie für die Abrechnung von Reisekosten, Umzugskosten und Trennungsgeld in den Standorten Kiel, Hannover, Hamm/Münster, Landsberg am Lech und Leipzig.

Mit dem neuen Amt wurden nach Auffassung des Bundesverteidigungsministeriums klare Zuständigkeiten im Organisationsbereich IUD geschaffen und Schnittstellen sowie Doppelstrukturen abgebaut. Fachliche und organisatorische Kompetenzen wurden zusammengeführt. Etwa zehn Prozent der Dienstposten werden von Soldaten besetzt. Dies soll Synergien schaffen, Abstimmungen vereinfachen und die fachlichen Verantwortlichkeiten stärken.[5]

 
Ehemaliger Präsident Matthias Leckel

AufbauorganisationBearbeiten

Das Amt gliedert sich in einen Leitungsstab und sechs Abteilungen (Abteilungsleiter):[6]

  • Leitungsstab
  • Zentrale Angelegenheiten: Organisation und Dienstaufsicht über den nachgeordneten Bereich des BAIUDBw, zentrale Aufgaben für den Organisationsbereich Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen
  • Personal und Sicherheit: Bedarfsträger Personal zivil, Personalbearbeitung militärisch, Aus- und Fortbildung
  • Finanzen und Controlling: Controlling, Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und zentrales Rechnungswesen für die gesamte Bundeswehr
  • Infrastruktur: Infrastrukturhaushalt, Infrastrukturplanung und -bereitstellung im Inland sowie in den Einsatzgebieten im Ausland, Steuerung Liegenschaftsbetrieb
  • Gesetzliche Schutzaufgaben: Arbeitsschutz, Umweltschutz, Gefahrgutwesen, öffentlich-rechtliche Aufsicht und Brandschutz
  • Dienstleistungen und Recht: Verpflegung/bewirtschaftete Betreuung, Vergabestelle für dezentrale Beschaffungen, Rechtsangelegenheiten und Travel Management

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. PIZ IUD: Präsidentin Ulrike Hauröder-Strüning. Bundeswehr, 10. Januar 2017, abgerufen am 12. Januar 2017.
  2. Redaktion IUD: Vizepräsidentin Hedwig Hoffmann. Bundeswehr, 2. Dezember 2013, abgerufen am 9. Februar 2016.
  3. Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr
  4. Bundesministerium der Verteidigung: Stärke: Militärisches Personal der Bundeswehr Bundeswehr, 16. Juli 2019, abgerufen am 16. Juli 2019 (Stand: 30. Juni 2019).
  5. a b c Presse- und Informationszentrum des Organisationsbereichs Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen
  6. Organigramm des BAIUDBw. (PDF; 262 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen. Bundeswehr, 9. November 2015, ehemals im Original; abgerufen am 10. Februar 2016.@1@2Vorlage:Toter Link/www.iud.bundeswehr.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.