Zentrum Innere Führung

militärische Dienststelle der deutschen Bundeswehr

Das Zentrum Innere Führung (ZInFü) ist eine militärische Dienststelle der Bundeswehr zur Schulung von zivilem und militärischem Personal und Forschung in Fragen, welche die Innere Führung betreffen.

Zentrum Innere Führung
— ZInFü —

Wappen

Wappen
Aufstellung 1. Oktober 1956
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr Kreuz.svg Bundeswehr
Stärke 209 (militärisch und zivil)
Unterstellung BMVg Bundesministerium der Verteidigung
Standorte DEU Koblenz COA.svg Koblenz
Motto „Dem Menschen verpflichtet“

„Leben - Erleben - Vorleben“

Auszeichnungen Flag of Rhineland-Palatinate.svg Fahnenband
Rheinland-Pfalz (1992)
Netzauftritt ZInFü
Kommandeur
Kommandeur Generalmajor André Bodemann
Beauftragter des Generalinspekteurs für Erziehung und Ausbildung und stellvertretender Kommandeur Brigadegeneral Robert Sieger
Chef des Stabes Karl-Georg Habel[1]

AufgabenBearbeiten

Das Zentrum versteht sich als Ausbildungseinrichtung für Unternehmenskultur, Führungsphilosophie und das soldatische Berufsbild. Es dient im Auftrag des Generalinspekteurs der Bundeswehr (GenInspBw) der Fortentwicklung der Führungskonzeption der Bundeswehr, Inneren Führung, und vertritt diese auch nach außen. In Koblenz werden militärische und zivile Führungskräfte aus der Wirtschaft einsatzorientiert in den Bereichen Menschenführung, Politische Bildung, Recht und soldatische Ordnung ausgebildet. Darüber hinaus fungiert das Zentrum als Zentrale Ausbildungseinrichtung für die Rechtspflege der Bundeswehr (ZAR). Nicht zuletzt beschäftigt es sich mit der inneren und sozialen Lage der Streitkräfte und mit sicherheitspolitischen Fragestellungen.

OrganisationBearbeiten

Das Zentrum ist seit 1. August 2017 direkt dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) unterstellt. Truppendienstlich untersteht das Zentrum Innere Führung dem Generalinspekteur der Bundeswehr, fachlich der Abteilung Führung Streitkräfte im BMVg.

Zur Führung des Zentrums gehört der Kommandeur, dessen Dienstposten als Generalmajor dotiert ist, der Beauftragte des Generalinspekteurs für Erziehung und Ausbildung und stellvertretende Kommandeur (Brigadegeneral) und der Chef des Stabes (Oberst).

Das Zentrum gliedert sich in fünf Abteilungen und zwei selbständige Bereiche:

  • Abteilung Führung
    • Sachgebiet Personal
    • Sachgebiet Militärische Sicherheit
    • Bereich Planung/Ausbildung/IAMS
    • Bereich Logistik
    • Bereich Informationstechnik
    • Bibliothek und Fachinformationsstelle
    • Fachmedienzentrum
  • Abteilung Weiterentwicklung Innere Führung
    • Bereich Konzeption und Weiterentwicklung Innere Führung
    • Bereich Operative Gestaltung Innere Führung
      • Dezernat Betreuung und Fürsorge
      • Dezernat Menschenführung und Politische Bildung
      • Dezernat VIER (Vielfalt, Interkulturalität, Ethik und Religion)
  • Bereich Innere und Soziale Lage Bundeswehr (ISoLaBw)
  • Abteilung Training, Coaching und Beratung
    • Bereich Aus- und Fortbildung
      • Dezernat Training Menschenführung/Politische Bildung
      • Dezernat Training Mobil
      • Dezernat Politische Bildung (Campus Strausberg)
    • Bereich Coaching
      • Dezernat Spitzenpersonalcoaching
      • Dezernat Führungskräftecoaching Moderation und Orientierung
      • Dezernat Diagnose/Evaluation/Ausbildung (Außenstelle Hamburg)
  • Abteilung Innere Führung Im Dialog
    • Dezernat Presse/Öffentlichkeitsarbeit
    • Bereich InFü 360 Grad/Grundlagen
    • Dezernat Redaktion "if"
    • Dezernat InFü Online
  • Abteilung Recht
    • Zentrale Ausbildungseinrichtung für die Rechtspflege (ZAR)
    • Bereich Recht und Soldatische Ordnung (RSO)
  • Bereich Internationale Kooperation

Dem Zentrum untersteht seit Juli 2014 das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam. Diesem ist das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHM) in Dresden unterstellt, welches als Außenstelle das Militärhistorisches Museum Flugplatz Berlin-Gatow unterhält.

GeschichteBearbeiten

Das Zentrum wurde 1956 als Schule der Bundeswehr für Innere Führung (InFüSBw) in Köln gegründet und 1957 nach Koblenz verlegt. Entscheidenden Anteil an der pädagogischen Konzeption hatte der Baudissin-Mitarbeiter Günter Will. Gerhard Möbus war der erste wissenschaftliche Direktor. 1981 wurde sie in Zentrum Innere Führung umbenannt. An der Außenstelle Strausberg sind seit 1994 die Lehrbereiche Politische Bildung und Internationale Kooperation angesiedelt.

KommandeureBearbeiten

FreundeskreisBearbeiten

Seit 2006 existiert ein „Freundeskreis des Zentrums Innere Führung“. Er wurde durch den ehemaligen Kommandeur Flottillenadmiral a. D. Ulrich Hundt sowie 42 weitere Personen gegründet.[3] Zu den Mitgliedern des Freundeskreises gehören u. a. der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr General a. D. Wolfgang Schneiderhan, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Oberst d.R. Frank-Jürgen Weise und die ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Claire Marienfeld. Hundt folgten die ehemaligen Kommandeure Brigadegeneral a. D. Hans-Christian Beck und 2013 Brigadegeneral a. D. Alois Bach.

Gemeinsam mit dem Zentrum Innere Führung und der Karl-Theodor-Molinari-Stiftung organisiert er ein regelmäßiges Kolloquium.

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zentrum Innere Führung: Die Führung. In: Bundeswehr. Abgerufen am 29. März 2020.
  2. Wolfgang Kring: Führungswechsel am Zentrum Innere Führung. In: Bundeswehr. 27. März 2020, abgerufen am 29. März 2020.
  3. Albrecht Müller: Arbeitstier – Immer in Rotation (Memento des Originals vom 22. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.y-punkt.de, in: Y – Das Magazin der Bundeswehr, Ausgabe 2007.

Koordinaten: 50° 20′ 17″ N, 7° 37′ 8,5″ O