Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bodelwitz
Bodelwitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bodelwitz hervorgehoben

Koordinaten: 50° 41′ N, 11° 37′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Oppurg
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 4,61 km2
Einwohner: 593 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07381
Vorwahl: 03647
Kfz-Kennzeichen: SOK, LBS, PN, SCZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 006
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Türkenhof 5
07381 Oppurg
Website: www.vg-oppurg.de
Bürgermeisterin: Katja Staps (CDU)
Lage der Gemeinde Bodelwitz im Saale-Orla-Kreis
Bad LobensteinBodelwitzBurgkDittersdorfDittersdorfDittersdorfDöbritzDrebaDreitzschEßbachGefellGerodaKeilaGörkwitzGöschitzGössitzGrobengereuthHirschberg (Saale)GertewitzKirschkauKnauKospodaKrölpaLangenorlaLausnitzLemnitzLinda bei Neustadt an der OrlaLöhmaMiesitzMittelpöllnitzMoßbachMoxaNeundorf (bei Schleiz)Neustadt an der OrlaNeustadt an der OrlaNimritzOberoppurgOettersdorfOppurgPaskaPeuschenPlothenPörmitzPößneckQuaschwitzRanisRemptendorfRosendorfRosenthal am RennsteigSaalburg-EbersdorfSchleizSchmieritzSchmordaSchöndorfSeislaSolkwitzTannaTegauTömmelsdorfTriptisVolkmannsdorfWeiraWernburgWilhelmsdorf (Saale)WurzbachZiegenrückThüringenKarte
Über dieses Bild

Bodelwitz ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Oppurg im thüringischen Saale-Orla-Kreis.

GeografieBearbeiten

 
Blick auf Bodelwitz

Bodelwitz liegt südlich unweit von Pößneck in einem kupierten Gelände des auslaufenden Südostthüringer Schiefergebirges in den Übergang zur Orlasenke. Westlich liegt Wernburg und östlich Döbritz. Die Gemeinde liegt in der Nähe der Bundesstraße 281.

Mit der Linie 960 der KomBus hat Bodelwitz Anschluss an die Stadt Pößneck.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf wurde 1350 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Bodelwitz gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Arnshaugk und kam nach dessen auf dem Wiener Kongress beschlossenen Abtretung an den preußischen Landkreis Ziegenrück, zu dem der Ort bis 1945 gehörte.

Die 1908 errichtete Dorfschule steht auf dem Standort einer kleinen mittelalterlichen Wallanlage oberhalb des Baches, die einst den Bürgern bei Gefahr Schutz gab.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994: Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1933: 590[4]
  • 1939: 641[4]
  • 1994: 623
  • 1995: 666
  • 1996: 668
  • 1997: 681
  • 1998: 691
  • 1999: 684
  • 2000: 676
  • 2001: 669
  • 2002: 676
  • 2003: 650
  • 2004: 641
  • 2005: 631
  • 2006: 624
  • 2007: 628
  • 2008: 617
  • 2009: 617
  • 2010: 614
  • 2011: 596
  • 2012: 585
  • 2013: 589
  • 2014: 574
  • 2015: 583
  • 2016: 613
  • 2017: 610
  • 2018: 593
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 63,9 %
 %
100
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
100,0 %
Gew./Verl.
im Vergleich zu 2009
 %p
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
+20,00 %p

Die 8 Sitze im Gemeinderat verteilen sich seit der Wahl 2014 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:[5]

Partei Ergebnis Sitze
CDU 100 % 8

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 9. August 1991 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein goldbewehrter schwarzer Adler.“

Das Wappen ist in den 1930er Jahren entstanden. Über den Ursprung ist heute nichts mehr bekannt. Es war noch bis in die 1960er Jahre an der Fassade des Rathauses Ziegenrück angebracht. Der Adler entspricht dem preußischen mit der gleichen Tingierung. Dies deutet darauf hin, dass der ehemalige Kreis Ziegenrück von 1815 bis 1945 eine preußische Exklave war.[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

GeschichtsdenkmaleBearbeiten

Auf dem Friedhof erinnert ein Gedenkstein auf den Gräbern an drei umgekommene KZ-Häftlinge eines Todesmarsches, der im April 1945 vom KZ-Außenkommando Berga/Elster kommend durch die Gemarkung führte. In der Sandgrube an der Straße nach Oppurg wurden sie gefunden. Während des Zweiten Weltkrieges waren außerdem Kriegsgefangene aus Frankreich im Ort, die dort sowie in Wernburg und Gertewitz Zwangsarbeit verrichten mussten.[7]

KircheBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad-Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 36.
  3. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 69.
  4. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. ziegenrueck.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2014&zeigeErg=GEM&auswertung=1&wknr=075&gemnr=75006&terrKrs=&gemteil=000&buchstabe=&Langname=x&wahlvorschlag=&sort=&druck=&XLS=&anzahlH=-3&Nicht_existierende=&x_vollbildDatenteil=&optik=&aktual=&ShowLand=&ShowWK=&ShowPart=
  6. Hartmut Ulle: Neues Thüringer Wappenbuch. Band 2: Ilmkreis, Jena, Kyffhäuserkreis, Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt (Landkreis), Schmalkalden-Meiningen (Landkreis), Suhl. 2., veränderte, überarbeitete Auflage. Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen e.V., Erfurt 1997, ISBN 3-9804487-2-X, S. 34.
  7. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 220.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bodelwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien