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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wurzbach
Wurzbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wurzbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 28′ N, 11° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-Kreis
Höhe: 525 m ü. NHN
Fläche: 72,32 km2
Einwohner: 3159 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07343
Vorwahl: 036652
Kfz-Kennzeichen: SOK, LBS, PN, SCZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 133
Stadtgliederung: Kernstadt; 6 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Leutenberger Str. 10
07343 Wurzbach
Website: www.wurzbach.de
Bürgermeister: Jan Schübel
Lage der Stadt Wurzbach im Saale-Orla-Kreis
Bad LobensteinBodelwitzBurgkDittersdorfDittersdorfDittersdorfDöbritzDrebaDreitzschEßbachGefellGerodaKeilaGörkwitzGöschitzGössitzGrobengereuthHirschberg (Saale)GertewitzKirschkauKnauKospodaKrölpaLangenorlaLausnitzLemnitzLinda bei Neustadt an der OrlaLöhmaMiesitzMittelpöllnitzMoßbachMoxaNeundorf (bei Schleiz)Neustadt an der OrlaNeustadt an der OrlaNimritzOberoppurgOettersdorfOppurgPaskaPeuschenPlothenPörmitzPößneckQuaschwitzRanisRemptendorfRosendorfRosenthal am RennsteigSaalburg-EbersdorfSchleizSchmieritzSchmordaSchöndorfSeislaSolkwitzTannaTegauTömmelsdorfTriptisVolkmannsdorfWeiraWernburgWilhelmsdorf (Saale)WurzbachZiegenrückThüringenKarte
Über dieses Bild
Wurzbach

Wurzbach ist eine Landstadt im thüringischen Saale-Orla-Kreis.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die Stadt Wurzbach liegt am Nordwestrand des Frankenwaldes an der Sormitz, ist 72,31 km² groß und befindet sich in einer Höhenlage von 500 bis 725 m ü. NN.

StadtgliederungBearbeiten

Zur Stadt Wurzbach (Urkundliche Ersterwähnung 23. Juni 1250) gehören die Ortsteile

sowie die Siedlung Heinrichsort.

GeschichteBearbeiten

Der als Waldhufendorf angelegte Ort wurde am 23. Juni 1250 als Besitz der Herren von Lobdeburg erstmals genannt. Der Ort gehörte zur reußischen Herrschaft Ebersdorf, zeitweise der Linien Reuß-Lobenstein und Reuß-Ebersdorf.[3] Von 1848 bis 1918 gehörte Wurzbach zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie. 1930 wurde Wurzbach das Stadtrecht verliehen.

TechnikgeschichteBearbeiten

Im 15. Jahrhundert wurde bereits das Handwerk der Hammerschmiede erwähnt und es ist somit das älteste im Ort. Teller- und Löffelmacher kamen im 16. Jahrhundert hinzu, die Hüttenwerke in Benignengrün und Solmsgrün entstanden. 1729 wurde die Heinrichshütte (ursprünglich im Besitz der Familien Meier und Kämmerer, enteignet) gegründet, die als technisches Schaudenkmal erhalten geblieben ist.

Heute können Touristen im Technischen Schaudenkmal die größte Dampfmaschine ihrer Bauart Europas besichtigen und am Schaugießen teilnehmen.

Politische GeschichteBearbeiten

Im Zweiten Weltkrieg mussten 18 Arbeitskräfte aus den besetzten Ländern Osteuropas Zwangsarbeit verrichten. Ein Zwangsarbeiter aus Polen wurde wegen „Selbstverstümmelung“ 1943 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.[4]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1999 wurden die bisher selbstständigen Gemeinden Grumbach, Heberndorf, Heinersdorf, Oßla, Titschendorf und Weitisberga sowie die bisherige Stadt Wurzbach (alter Gemeindeschlüssel 16 0 75 126), die Verwaltungsgemeinschaft Region Wurzbach bildeten, aufgelöst und in die Stadt Wurzbach eingemeindet.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 jeweils Stand 31. Dezember):

  • 1833: 1.454
  • 1994: 2.461
  • 1995: 2.406
  • 1996: 2.378
  • 1997: 2.338
  • 1998: 2.275
  • 1999: 4.079
  • 2000: 4.039
  • 2001: 4.008
  • 2002: 3.953
  • 2003: 3.909
  • 2004: 3.871
  • 2005: 3.798
  • 2006: 3.673
  • 2007: 3.612
  • 2008: 3.515
  • 2009: 3.429
  • 2010: 3.378
  • 2011: 3.265
  • 2012: 3.291
  • 2013: 3.225
  • 2014: 3.208
  • 2015: 3.212
  • 2016: 3.215
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 47,8 %
 %
50
40
30
20
10
0
44,1 %
17,4 %
38,6 %
VWGa
CDU-BUc
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,2 %p
+3,2 %p
+18,6 %p
VWGa
CDU-BUc
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Vereinswählergemeinschaft
c CDU-Bürgerunion; 2009 nur als CDU

StadtratBearbeiten

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 führte zu folgender Sitzverteilung für die Legislaturperiode 2014–2019:

Partei / Liste Sitze
CDU – Bürgerunion 7
Die Linke 3
Vereinswählergemeinschaft 6

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber auf grünem Berg ein schreitender goldener Kranich.“[7]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KunstBearbeiten

 
Trafohäuschen am Markt in Wurzbach

Der Leipziger Künstler Michael Fischer-Art gestaltete den alten Trafo-Turm am Markt neu. Die Initiative kam von Bärbel Müller, die eine Galerie am Markt direkt neben dem Turm betreibt. Das Projekt wurde durch Spenden finanziert. Im August 2008 wurde das Kunstwerk eingeweiht.[8]

KircheBearbeiten

St. Nikolai (Wurzbach)

MuseenBearbeiten

  • Das technische Museum Heinrichshütte informiert über die Entwicklung der Gießereitechnik. Als besondere Sehenswürdigkeit gilt eine der größten erhaltenen Dampfmaschinen Europas.
  • Das Museum Zschachenmühle zeigt als technisches Denkmal die Geschichte der Landwirtschaftstechnik in der Region. Es verfügt auch über eine Mineralien-Schausammlung, einen Kunst- und Skulpturenpark mit teils skurrilen Schrottfiguren und einen „Paradiesgarten“.

GedenkstättenBearbeiten

Seit 1985 erinnert am Ortsausgang in Richtung Lobenstein eine Stele an den Todesmarsch von KZ-Häftlingen des Außenlagers Laura bei Lehesten im Frühjahr 1945.

Tourismus und FreizeitBearbeiten

Das alte Rathaus am Markt (WurzBachHaus) ist ein alter Familienbesitz und wird auch heute noch bewohnt. Einzelne Räume werden als Naturparkinformationsstelle genutzt. Nur wenige Meter entfernt informieren Tafeln über die Stadtgeschichte. In der Nähe des Familienhotels Aparthotel Am Rennsteig befindet sich der 320 m lange Skilift mit Abfahrts-, Langlauf-Ski- und Rodel-Möglichkeiten. Wurzbach besitzt auch ein Kino und eine Bibliothek. Im angrenzenden Frankenwald gibt es ca. 120 km ausgeschilderte Wanderwege.

PersönlichkeitenBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Der Bahnhof Wurzbach (Thür) liegt an der Bahnstrecke Hockeroda–Unterlemnitz. Die Station ist eine Spitzkehre.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wurzbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 321, 104, 114, 116, 214, 286, 309.
  3. Johann Ernst Fabri: Geographie für alle Stände. Theil 1, Band 4: Welcher die Fortsetzung und den Beschluß vom Obersächsischen Kreise enthält. Schwickert, Leipzig 1793, S. 882.
  4. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 230.
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  6. Thüringer Landesamt für Statistik, Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen - endgültiges Ergebnis für Wurzbach
  7. Hartmut Ulle: Neues Thüringer Wappenbuch. Band 2: Ilmkreis, Jena, Kyffhäuserkreis, Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt (Landkreis), Schmalkalden-Meiningen (Landkreis), Suhl. 2., veränderte, überarbeitete Auflage. Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen, Erfurt 1997, ISBN 3-9804487-2-X, S. 48.
  8. Sammlung von Zeitungsberichten der OTZ. Abgerufen am 16. Januar 2011. (Memento des Originals vom 10. November 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.karneval-in-wurzbach.de