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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Paska
Paska
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Paska hervorgehoben
Koordinaten: 50° 37′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Ranis-Ziegenrück
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 6,6 km2
Einwohner: 107 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07381
Vorwahl: 036483
Kfz-Kennzeichen: SOK, LBS, PN, SCZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 079
Adresse der Verbandsverwaltung: Pößnecker Str. 2
07389 Ranis
Bürgermeister: Tino Riemschneider (parteilos)
Lage der Gemeinde Paska im Saale-Orla-Kreis
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Über dieses Bild

Paska ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Orla-Kreis, die zur Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück gehört. Der Ort liegt in unmittelbarer Nähe zum Hohenwarte-Stausee.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Gründung des Dorfes Paska geht wahrscheinlich auf das 13. Jahrhundert zurück. 1378 wurde der Ort urkundlich erstmals genannt.[2] Im 16. und 17. Jahrhundert führte es den Namen Passeck. Archäologische Grabungen bewiesen durch Gräberfunde die Ansiedlung der Kelten in der Umgebung rund um den Ort. Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Ziegenrück und kam nach dessen auf dem Wiener Kongress beschlossenen Abtretung an den preußischen Landkreis Ziegenrück, zu dem der Ort bis 1945 gehörte.

Paska ist ein Angerdorf. Die typischen alten Bauerngüter mit ihren Drei- und Vierseitenhöfen sind meist Fachwerkbauten. Das Dorf liegt am Rande des Naturschutzgebietes Sormitzgrund.

Bei der Europawahl 2019 erzielte die Alternative für Deutschland (AfD) in Paska mit 51,7 % das höchste Wahlergebnis seit ihrer Gründung in Deutschland.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994: Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1933: 170[4]
  • 1939: 149[4]
  • 1994: 125
  • 1995: 120
  • 1996: 115
  • 1997: 129
  • 1998: 134
  • 1999: 143
  • 2000: 141
  • 2001: 139
  • 2002: 136
  • 2003: 138
  • 2004: 136
  • 2005: 131
  • 2006: 126
  • 2007: 124
  • 2008: 122
  • 2009: 118
  • 2010: 115
  • 2011: 112
  • 2012: 107
  • 2013: 107
  • 2014: 113
  • 2015: 104
  • 2016: 107
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

BürgermeisterBearbeiten

Im Juni 2010 wurde Tino Riemschneider zum Bürgermeister gewählt und im Juni 2016 wiedergewählt.[5]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Gasthaus Linkenmühle

GeschichtsdenkmaleBearbeiten

Auf dem Friedhof erinnern die Grabdenkmale von vier erschossenen Häftlingen an den Todesmarsch aus dem KZ Buchenwald, der im April 1945 von SS-Mannschaften durch den Ort getrieben wurde.[6]

VerkehrsanbindungBearbeiten

Durch den Ort führt eine Straße zur Linkenmühle. Von dort aus kann man seit 1995 die Saale mit einer Autofähre überqueren. Durch den Ort führte früher die Nürnberger Handelsstraße.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 216.
  3. Wahlen in Thüringen. Abgerufen am 23. Juni 2019.
  4. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Ziegenrück. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. http://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&wJahr=0000&zeigeErg=GEM&auswertung=1&wknr=075&gemnr=75079&terrKrs=&gemteil=000&buchstabe=&Langname=&wahlvorschlag=&sort=&druck=&XLS=&anzahlH=-6&Nicht_existierende=&x_vollbildDatenteil=&optik=&aktual=&ShowLand=&ShowWK=&ShowPart=&w_datum=06.06.2010
  6. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 225 f.