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Bistum Zielona Góra-Gorzów

römisch-katholisches Bistum in Polen

Das Bistum Zielona Góra-Gorzów (lat. Dioecesis Viridimontanensis-Gorzoviensis, poln. Diecezja zielonogórsko-gorzowska) ist eine Diözese der römisch-katholischen Kirche im Westen Polens, das das Gebiet der Woiwodschaft Lebus und Teile angrenzender Woiwodschaften umschließt (im Wesentlichen den nach dem Zweiten Weltkrieg an Polen gefallenen Teil Brandenburgs). Bischofssitz ist Zielona Góra (deutsch: Grünberg i.Schlesien), die Bischofskirche ist St. Marien in Gorzów Wielkopolski (deutsch: Landsberg a.d.Warthe).

Bistum Zielona Góra-Gorzów
Basisdaten
Staat Polen
Metropolitanbistum Erzbistum Stettin-Cammin
Diözesanbischof Tadeusz Lityński
Emeritierter Diözesanbischof Adam Dyczkowski
Stefan Regmunt
Emeritierter Weihbischof Paweł Socha CM
Fläche 14.814 km²
Dekanate 30 (2018)
Pfarreien 267 (2014 / AP 2015)
Einwohner 1.160.000 (2014 / AP 2015)
Katholiken 989.400 (2014 / AP 2015)
Anteil 85,3 %
Diözesanpriester 542 (2014 / AP 2015)
Ordenspriester 99 (2014 / AP 2015)
Katholiken je Priester 1.544
Ordensbrüder 107 (2014 / AP 2015)
Ordensschwestern 176 (2014 / AP 2015)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Polnisch
Kathedrale Dom St. Marien
Konkathedrale St. Hedwig
Website www.diecezjazg.pl
Dom St. Marien in Gorzów Wielkopolski

Geografische LageBearbeiten

Das Bistum Zielona Góra-Gorzów grenzt im Westen an das Bistum Görlitz und das Erzbistum Berlin, im Norden an das Erzbistum Stettin-Cammin und an das Bistum Koszalin-Kołobrzeg (Köslin-Kolberg), im Osten an das Erzbistum Posen und im Süden an das Erzbistum Breslau sowie das Bistum Legnica (Liegnitz). Mit dem Bistum Koszalin-Kołobrzeg ist es dem Metropolitanbistum Stettin-Cammin untergeordnet.

GeschichteBearbeiten

 
Konkathedrale St. Hedwig in Zielona Góra

Das Bistum ist eine noch junge Diözese, die als Bistum Gorzów (deutsch Landsberg a.d.Warthe) am 28. Juni 1972 von Papst Paul VI. mit der Apostolischen Konstitution Episcoporum Poloniae coetus[1] aus Diözesangebieten errichtet wurde, die bis dahin de jure zum Bistum Berlin bzw. zur Prälatur Schneidemühl gehörten, seit September 1945 de facto aber Administratoren unterstanden hatten. Seine Gründung knüpft dabei auch an die Tradition des früheren Bistums Lebus an, das bis zur Zeit der Reformation bestand. Am 25. März 1992 wurde die Diözese durch Papst Johannes Paul II. mit der Apostolischen Konstitution Totus Tuus Poloniae populus in Bistum Zielona Góra-Gorzów (deutsch Grünberg-Landsberg) umbenannt und dem Erzbistum Stettin-Cammin als Suffragandiözese unterstellt.[2]

BischöfeBearbeiten

Jurisdiktionsbezirk Landsberg an der WartheBearbeiten

Bischöfe seit 1972Bearbeiten

DekanateBearbeiten

BistumspatroneBearbeiten

  • Matka Boża Rokitniańska – Unsere Liebe Frau Rokitniańska, 15. August
  • Benedikt, Johannes, Matthäus, Isaak und Krystyn Międzyrzecz (Fünf Heilige Brüder Meseritz), 12./13. November

LiteraturBearbeiten

  • Hellmuth Heyden: Kirchengeschichte Pommerns. 2 Bände. 2. umgearbeitete Auflage. Müller, Köln-Braunsfeld, 1957 (Osteuropa und der deutsche Osten. Reihe 3, Bd. 5).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Paulus Episcopus servus servorum Dei ad perpetuam rei memoriam: Constititio Apostolica Vratislaviensis - Berolinensis et aliarium, Acta Apostolicae Sedis 64 (1972), n. 10, S. 657f.
  2. Ioannes Paulus II: Const. Apost. Totus Tuus Poloniae populus, AAS 84 (1992), n. 3, S. 1099–1112.