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Bübingen (Saarbrücken)

Ortschaft in Deutschland

Bübingen ist ein Stadtteil der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken.

Bübingen
Koordinaten: 49° 11′ 2″ N, 7° 2′ 31″ O
Bübingen (Saarland)
Bübingen

Lage von Bübingen im Saarland

GeschichteBearbeiten

Der Ort wird erstmals im Jahre 1310 unter dem Namen Bibingen beziehungsweise Bybinga erwähnt. Vermutlich war der Ort in der Zeit zwischen der fränkischen Landnahme und dem späten 8. Jahrhundert als Bobingas gegründet worden, also als "Ort der Leute des Bobo".

Ursprünglich gehörte Bübingen den Herren von Bliesbrücken, deren Besitzungen im 13. Jahrhundert an verschiedene Herrschaften fielen. Fortan stritten Criechingen und Saarbrücken um die Rechte an Bübingen, das 1670 endgültig an Nassau-Saarbrücken fiel und in der Folge zur Meierei Güdingen im Oberamt Saarbrücken gehörte. Im Frieden von Campo Formio 1797 wurde das gesamte Saargebiet an Frankreich angeschlossen. Bübingen kam 1800 zur Mairie Arnual, 1802 zu Kleinblittersdorf, 1812 zur Bürgermeisterei Sankt Arnual. Als letzteres 1896 zu Saarbrücken kam, wurde Bübingen an Brebach angegliedert. Mit diesem wurde es im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland 1974 am 1. Januar 1974 nach Saarbrücken eingemeindet. Der Steinbruch von Bübingen hatte seit dem 15. Jahrhundert große Bedeutung. Bübinger Sandsteine wurden für viele bedeutende Bauwerke Saarbrückens verwendet. Ab dem 18. Jahrhundert gab es im Ort Kalkbrennereien. Im 19. Jahrhundert war Bübingen für seine Baustoffindustrie bekannt. Die Schornsteine des von 1900 bis 1966 bestehenden Kalkwerks zählten zu den höchsten Deutschlands. Wegen seiner Industrieanlagen war Bübingen in den Jahren 1940, 1942 und 1944 Ziel alliierter Bombenangriffe. Der einzige aus dem Mittelalter erhaltene Bau ist die evangelische Pfarrkirche mit ihrem Turm aus dem 12. Jahrhundert.

LiteraturBearbeiten

  • Richard Hilgers: Die neuen Stadtteile im historischen Kurzportrait. In: Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken. SDV Saarländische Druckerei und Verlag, Saarbrücken 1999, ISBN 3-930843-41-2. Band 2: Von der Zeit des stürmischen Wachstums bis zur Gegenwart, SS. 466–468.