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Georges d’Aubusson de La Feuillade

französischer Geistlicher der römisch-katholischen Kirche
D'Aubussons Erzbischofswappen (schemat. Darstellung)

Georges d’Aubusson de la Feuillade (* 1609; † 12. Mai 1697 in Metz) war ein Geistlicher der katholischen Kirche.

Er war der Onkel von Louis d’Aubusson, duc de La Feuillade, einem hochrangigen französischen Militär. D'Aubusson war Erzbischof von Embrun (1648) und danach Bischof von Metz (1668), wobei er den Titel eines Erzbischofs als persönlichen Titel weiterführen durfte. Von 1661 bis 1664 war er in diplomatischen Diensten in Spanien.

BiografieBearbeiten

Georges d'Aubusson de la Feuillade wurde 1609 von François Comte d'Aubusson und Elizabeth Brachet von Pérusse[1] zur Welt gebracht und war der Bruder von François III. Aubusson, ein Marschall von dem Herzog La Feuillade und Onkel von Louis Aubusson, Herzog von La Feuillade. Er erhielt einen Abschluss in Theologie und am 21. Juni 1649 wurde er während des Papsttums von Papst Innozenz X. zum Erzbischof von Embrun ernannt.[2][3] Am 12. September 1649 wurde er von Louis-Henri de Pardaillon de Gondrin, den damaligen Erzbischof von Sens, mit Louis-Doni d'Attichy, damaliger Bischof von Riez, und Félix Vialart de Herse, den damaligen Bischof von Chalons-sur-Marne, zum Bischof geweiht.[4] Er diente als Erzbischof von Embrun bis 1668[2][3], als er zum Abt von Joyenval in Saint-Jean de Laon und der Abtei Saint-Loup von Troyes ernannt wurde.

In der Versammlung des Klerus (1651) war er eine bekannte Stimme für Maßnahmen gegen die Protestanten und er war Botschafter in Spanien von 1661 bis 1664 und war der 91. Bischof von Metz.[4]

Im Jahre 1696 nahm ein Bericht seines Bistums auf, dass der Bischof gestorben war und es somit ein Audit ergab, wobei Tausende von Franken fehlten. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass während der Zeit, in der der Bischof am Ende seines Lebens senil war, sein Neffe, der Herzog von Feuillalade, seine Koffer im Wert von mehr als 80.000 Pfund plünderte.

Saint-Simon beschrieb den Prälat als vertraut, geizig und leicht scherzhaft über seine eigene Gier. Er ist drei oder vier Jahre vor seinem Tod senil geworden.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Antoine Albert: Histoire géographique, naturelle, ecclésiastique et civile du diocèse d'Embrun. 1783 (google.de [abgerufen am 26. April 2018]).
  2. a b Konrad Eubel, Patrick Gauchat, Remigius Ritzler, Pirmin Sefrin: Hierarchia catholica medii aevi: sive Summorum pontificum, S.R.E. cardinalium, ecclesiarum antistitum series ab anno 1198 usque ad annum [1605] perducta e documentis tabularii praesertim Vaticani collecta, digesta. Monasterii, sumptibus et typis librariae Regensbergianae, 1898 (google.de [abgerufen am 26. April 2018]).
  3. a b Les Ordinations Épiscopales. 16. Auflage. 1649.
  4. a b David M. Cheney: Archbishop Georges d’Aubusson de la Feuillade [Catholic-Hierarchy]. Abgerufen am 26. April 2018.
VorgängerAmtNachfolger
Guillaume IX. d'HuguesErzbischof von Embrun
1649–1668
Charles Brûlart de Genlis
Wilhelm Egon von FürstenbergBischof von Metz
1669–1697
Henri Charles du Cambout de Coislin