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Eschberg ist ein Stadtteil von Saarbrücken. Der Stadtteil mit der Nr. 14 gehört zum Stadtbezirk 1 Mitte. Er ist mit circa 7000 Einwohnern ein eher kleiner Teil von Saarbrücken.

Eschberg
Koordinaten: 49° 14′ 2″ N, 7° 2′ 15″ O
Höhe: 340 m ü. NHN
Einwohner: 6847 (31. Jan. 2018)[1]
Eingemeindung: 1937
Postleitzahl: 66121
Vorwahl: 0681
Eschberg (Saarland)
Eschberg

Lage von Eschberg im Saarland

Der Eschberg im Hintergrund, im Vordergrund ist Sankt Arnual zu sehen
Der Eschberg im Hintergrund, im Vordergrund ist Sankt Arnual zu sehen
Der Eschberg bei Nacht im Hintergrund, im Vordergrund die Stiftskirche Sankt Arnual

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Eschberg liegt etwa 2 km östlich der Stadtmitte Saarbrückens. Zur Universität und nach Dudweiler im Norden sind es 2 bzw. 4 km. Nach Scheidt im Nordosten sind es auf der Bundesstraße 40, die Eschberg im Osten und Süden umschließt ca. 2 km und nach Bischmisheim im Südosten und St. Arnual im Südwesten sind es je 1,5 km.

 
Blick vom Winterberg auf den Eschberg

GeologieBearbeiten

Der Eschberg besteht hauptsächlich aus feinerem Sandstein, wie man im Wald noch Spuren davon sehen kann. Am Süden des Eschbergs ist hingegen statt Sandstein Muschelkalk und Fels vorhanden.

GewässerBearbeiten

Am Eschberg existieren einige Gewässer, viele sind jedoch ausgetrocknet. Am Rande des Eschberges mündet der Kieselbach in einen Teich. Im Park existieren mehrere Teiche, einer ist jedoch schon versumpft und ein weiterer ausgetrocknet. Dort existiert auch eine kleine Quelle, früher wurde der Bach, der die drei Teiche bis zum heutigen Brandenburger Platz durchfloss und in den heutigen Zooweiher mündete, auch Eschbergbach genannt.

GeschichteBearbeiten

Zum Namen des EschbergsBearbeiten

Der Name kommt höchstwahrscheinlich von den Eschen am Eschberger Hof. Anderen Quellen zufolge soll einem gewissen Espergers Hensel ein Gutshof, der heute nicht mehr existiert, gehört haben.[2]

OrtsgeschichteBearbeiten

Der Eschberg war schon früh besiedelt. Die heutige Straße Eschberger Weg war schon sehr früh als einfacher Weg auf den Eschberg gebaut worden. Es wurden am Fuße des Berges einige Funde aus der Römerzeit entdeckt. Etwa um das Jahr 1400 soll einem Espergers Hensel (nach einigen Quellen auch Espergs Hansel oder Eschbergs Hans[3]) ein Bauernhof gehört haben. Der Eschberger Hof gilt als eines der ältesten Gebäude dort. Einige Teile davon stammen aus dem 15. Jahrhundert. Um 1800 wurden ein Herrenhaus und ein Friedhof errichtet. Er war in der Barockzeit ein Landgut der Herrschaft von Nassau-Saarbrücken. Um 1870 gab es einen Steinbruch im Süden des heutigen Zoogeländes und der Goerdelerstraße, bis zum Jahr 1926 gab es auch eine Standseilbahn. 1937 kaufte ihn die Stadt Saarbrücken und erstellte Pläne zu einer Wohngebietserschließung. Diese erfolgte dann 1954 und ab 1958 wurden dann Häuser errichtet. Seit 1963 ist der Eschberg Wohngebiet.[4]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Datum Einwohner
1965 5.865
1970 6.987
1980 7.861
1990 8.896
2000 7.743
2010 7.032

InfrastrukturBearbeiten

Am Fuße des Eschbergs befindet sich im Süden des Einkaufszentrums Saarbasar sowie der Saarbrücker Zoo. Von dort führt die Breslauer Straße Richtung Fernmeldeamt und zum Halberg, dem Sitz des Saarländischen Rundfunks. Auf dem Eschberg gibt es am Brandenburger Platz ein Einkaufszentrum mit Geschäften und Dienstleistungsunternehmen für den täglichen Bedarf. Die medizinische Versorgung wird durch ansässige Ärzte, eine Apotheke und eine Praxis für Physiotherapie gewährleistet. Das zweite Zentrum des Eschbergs findet sich am Eschberger Hof, dem ehemaligen Stallgebäude des Hofes, mit dem gleichnamigen Lokal. Dort sind ebenfalls Ärzte und eine Praxis für Physiotherapie ansässig. Über den Eschberg verteilt findet man an drei Standpunkten Senioren- bzw. Pflegeheime. Für Erwachsene mit geistiger Behinderung steht ein Wohnheim der Lebenshilfe zur Verfügung.

GrundschuleBearbeiten

Die Grundschule Saarbrücken-Eschberg ist eine freiwillige Ganztagsschule auf dem Eschberg, die 1966 eröffnet wurde. Der ehemalige Hort ist jetzt als "Sozialpädagogischer Bereich der FGTS Saarbrücken-Eschberg" Bestandteil der Schule mit Wolfgang Hummel als Leiter. Seit dem Schuljahr 2013/14 ist Sven Rave der Rektor der Schule. Im Schuljahr 2016/17 werden ca. 220 Schüler von 22 Lehrkräften in 11 Klassen unterrichtet.[5][6]

BildungseinrichtungenBearbeiten

  • Grundschule Saarbrücken-Eschberg
  • Bücherei katholisches Gemeindezentrum
  • Evangelischer Kindergarten Eschberg
  • Katholischer Kindergarten Sankt Augustinus
  • Städtischer Kindergarten Eschberg
  • Inklusive Kindertagesstätte der Lebenshilfe
  • Sozialpädagogischer Bereich der Freiwilligen Ganztagsschule Saarbrücken-Eschberg (ehemaliger Städtischer Kinderhort Saarbrücken-Eschberg)
  • Kinderkrippe des Vereins Menschenskinder e.V.
  • Behinderten-Handicap-Radio e.V.

VerkehrBearbeiten

Die Hauptverkehrsachsen des Eschbergs sind der Schlesienring, die Breslauer Straße, der Mecklenburgring, der Eschbergerweg und der Pommernring. Die Buslinien 105, 107, 139 und 842 befahren den Stadtteil. Eisenbahnverkehr spielt nur eine kleinere Rolle, da die Eisenbahnstrecken seit 1970 fast komplett zurückgebaut worden sind. Nahegelegene Bahnhöfe sind der Bahnhof Saarbrücken Ost und der Haltepunkt Schafbrücke. Eine Güterstrecke führte bis 1976 zu einem Fabrikgelände am Eschbergerweg. Von 1895 bis 1926 fuhr eine Standseilbahn auf den Eschberg.

KirchenBearbeiten

  • Ev. Maria-Magdalenen-Kirche
  • Kath. Kirche St. Augustinus

VereineBearbeiten

  • Motorsportfreunde Saarbrücken Eschberg
  • Eschberger Hofplatzverein
  • Behinderten-Handicap-Radio

LiteraturBearbeiten

  • Der historische Eschberg, 1993

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zahlen, Daten und Fakten. Landeshauptstadt Saarbrücken. Landeshauptstadt Saarbrücken, abgerufen am 12. Februar 2018.
  2. Geschichte des Eschbergs von Paul Haben, 1992
  3. Der Eschberg von früher, Ludwig Haben 1987
  4. 40 Jahre Fernwärme Eschberg (Memento vom 26. April 2012 im Internet Archive) (PDF; 2,2 MB)
  5. Grundschule Eschberg bei saarbrücken.de
  6. Homepage der Schule