Aubrac

Französische Landschaft
Aubrac mit Kirche des ehemaligen Klosters und Turm

Das Aubrac ist eine Kulturlandschaft im südwestlichen Zentralmassiv in Frankreich. Es ist eine sogenannte Natura 2000-Region. Das Aubrac gehört zu den drei Départements Cantal, Aveyron und Lozère – und den Regionen Auvergne-Rhône-Alpes und Okzitanien.

GeografieBearbeiten

Das Aubrac ist ein Hochplateau vulkanischen Ursprungs mit einer Durchschnittshöhe von ca. 1000 m, die höchste Erhebung ist der Gipfel des Signal de Mailhebiau mit 1469 m (Lage: 44° 34′ N, 3° 5′ OKoordinaten: 44° 34′ N, 3° 5′ O). Das Aubrac wird von den Flüssen Truyère im Norden und Lot im Süden eingerahmt.

LandschaftBearbeiten

Prägende Landschaft des Aubrac ist eine basaltische Hochfläche im Nordwesten des Departements Lozère, die von Flüssen (u. a. Bès, Rimeize) und Seen (Lac de Salhens, Lac de Saint-Andéol u. a.) durchzogen ist. Hauptmerkmal dieser Landschaft ist eine beinahe baumlose, leicht gewellte Hochebene, die an eine Prärie erinnert und für Frankreich eher untypisch ist. Das Aubrac ist sehr dünn besiedelt; das Land wird beinahe ausschließlich zur Rinderzucht verwendet. Das Dorf Aubrac und sein im 12. Jahrhundert gegründetes Hospiz waren namengebend. Die Weiden sind in ihrer Ausdehnung sehr weit und werden mit Stacheldrahtzäunen voneinander abgegrenzt. Teile der Landschaft erstrecken sich auf die benachbarten Départements Cantal im Nordwesten und Aveyron im Südwesten.

Gemeinden im AubracBearbeiten

 
Hospiz in Saint-Chély d'Aubrac

WirtschaftBearbeiten

 
Église Saint-Pierre-et-Saint-Michel in Saint-Urcize

Ackerbau ist in der hochgelegenen und eher feuchten Region kaum möglich; dagegen spielt die Viehzucht eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft. Bekannt ist die Region durch seine robuste Hausrindrasse, das Aubrac-Rind. Zudem werden von zahlreichen Manufakturen die Laguiole-Messer hergestellt.

TourismusBearbeiten

Einer der französischen Jakobswege, die Via Podiensis (von Le Puy-en-Velay nach Saint-Jean-Pied-de-Port), durchquert das Aubrac; am Wegesrand finden sich mehrere romanische Kirchen und Hospize. Darüber hinaus gibt es auch regionale Wanderwege. Die eher flache Landschaft bietet sich im Winter für den Langlauf an.

Eine lokale Initiative auf breiter kommunaler Basis strebt die Ausweisung eines Gebietes als Regionalpark (Parc naturel régional) an, die offizielle Anerkennung war für 2017 geplant.[1]

WeblinksBearbeiten

Commons: Aubrac (plateau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. La démarche de création. Projet parc naturel régional de l’Aubrac (französisch, abgerufen am 25. Oktober 2017).