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Anversa degli Abruzzi

Eine italienische Gemeinde in der Region Abruzzen

Anversa degli Abruzzi ist eine italienische Gemeinde mit 317 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Provinz L’Aquila (Abruzzen) und ist Mitglied der Vereinigung I borghi più belli d’Italia[2] (Die schönsten Orte Italiens).

Anversa degli Abruzzi
Wappen
Anversa degli Abruzzi (Italien)
Anversa degli Abruzzi
Staat Italien
Region Abruzzen
Provinz L’Aquila (AQ)
Koordinaten 42° 0′ N, 13° 48′ OKoordinaten: 41° 59′ 41″ N, 13° 48′ 17″ O
Höhe 560 m s.l.m.
Fläche 31,69 km²
Einwohner 317 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 10 Einw./km²
Postleitzahl 67030
Vorwahl 0864
ISTAT-Nummer 066004
Volksbezeichnung anversani
Schutzpatron Marcellus
Website Anversa degli Abruzzi
Anversaabruzzi01.jpg

GeschichteBearbeiten

Im "Catalogo dei Baroni" des Normannenkönigs Ruggero II. von 1150 wird das Land um Anversa als Besitz einem Simone di Sangro zugeordnet. Bereits 1187 existierte hier eine Gerichtsbarkeit für Zivilangelegenheiten und Verbrechen. Der Nachfolger Raynaldo di Sangro. Das lediglich noch aus Ruinen bestehende normannische Kastell hatte 1406 Antonio da Sangro errichten lassen. Unter dem Mäzenatentum des Grafen Gianvincenzo Belfrato wurde 1539 hier die l'Accademia letteraria degli Addormentati, die erste Akademie der Abruzzen gegründet, die bis 1631 fortexistierte.[2] Daran erinnert noch das Portal der Kirche Madonna delle Grazie aus dem 16. Jahrhundert.[3]

SehenswertesBearbeiten

Neben den Kastellruinen gibt es in Anversa degli Abruzzi noch einige sehenswerte Bauwerke:

  • die dreischiffige Kirche Santa Maria delle Grazie (XVI. Jh.) in romanischem Stil.
  • die Kirche San Marcello (XI. Jahrhundert) in romanischem Stil mit einem spätgotischen Portal.
  • Mauerreste der Kirche San Vincenzo (XIII. Jahrhundert), an der 1333 ein Mönch begraben wurde.

WeinbauBearbeiten

In der Gemeinde werden Reben der Sorte Montepulciano für den DOC - Wein Montepulciano d’Abruzzo angebaut.

LiteraturBearbeiten

Die Ruinen des Kastells inspirierten Gabriele D’Annunzio zu seinem Roman Das Licht unter dem Scheffel.

  • Roger Willemsen: Die Abruzzen. Das Bergland im Herzen Italiens. Kunst, Kultur und Geschichte. Köln 1990, S. 88, Abb. 8, 11.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Anversa degli Abruzzi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. a b I borghi più belli d’Italia. Borghipiubelliditalia.it, abgerufen am 31. August 2017 (italienisch).
  3. Ekkehart Rotter, Roger Willemsen, Elfriede Pokorny: Abruzzen, Molise: romanische Abteien, trutzige Kastelle und Barockkirchen zwischen Hochgebirge und Adriaküste. In: DuMont Kunst-Reiseführer. 2. Auflage. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2006, ISBN 3-7701-6612-4, S. 196 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 29. Januar 2017]).