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Wasserturm Bochum-Weitmar

Hochwasserbehälter an der Hattinger Straße 467 in Bochum-Weitmar
Wasserturm Bochum-Weitmar

Der Wasserturm Bochum-Weitmar ist ein Hochwasserbehälter an der Hattinger Straße 467 in Bochum-Weitmar.

GeschichteBearbeiten

Die Zeche Friedlicher Nachbar in Linden plante für ihren Betrieb ein kleines Wasserwerk, wurde dann aber Kunde der damals neu gegründeten Verbands-Wasserwerke zu Bochum. Diese errichtete 1902/1903 den Wasserhochbehälter in Weitmar sowie einen weiteren, inzwischen abgerissenen in Harpen. Der Weitmarer Speicher diente bis Ende der 1950er Jahre zum Mengen- und Druckausgleich im Leitungsnetz.

Die Bauweise wurde von der Bochumer Firma Heinrich Scheven entwickelt, in Deutschland gibt es von dieser Art nur wenige Beispiele. Die Fassade erinnert an eine herrschaftliche Gründerzeitvilla, die Etage mit den Wasserbehältern wurde mit normalen Wohnraumfenstern kaschiert. Das viergeschossige Gebäude enthielt im unteren Bereich zwei Wohn-, Werkstatt- und Bürogeschosse und darüber zwei stählernen Wasserbehälter mit jeweils 1000 Kubikmetern Volumen.

Mitte der 1970er Jahre übernahm die Stadt Bochum den Speicher und sanierte ihn ab 1983. Seit dem 17. April 1989 steht er aufgrund seines besonderem baugeschichtlichen Wertes unter Denkmalschutz. März 2014 erfolgte die Aufnahme in die Route der Industriekultur, zunächst in die Themenroute Bochum und später auch in die Themenroute Wasser. Zum Tag des offenen Denkmals kann auch der Abschnitt mit den Wasserbehältern besichtigt werden.

Das Gebäude ist Sitz des Deutschen Forums für Figurentheater und Puppenspielkunst.

WeblinksBearbeiten

Koordinaten: 51° 26′ 32,1″ N, 7° 11′ 31,8″ O