Stetten (Lichtenfels)

Ortsteil von Lichtenfels

Stetten ist ein Ortsteil der oberfränkischen Stadt Lichtenfels im Landkreis Lichtenfels.

Stetten
Koordinaten: 50° 9′ 1″ N, 11° 0′ 28″ O
Höhe: 318 m ü. NHN
Einwohner: 175 (1. Aug. 2019)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 96215
Vorwahl: 09571
Bauernhaus
Bauernhaus

GeografieBearbeiten

Das Dorf liegt etwa fünf Kilometer westlich von Lichtenfels in einer Talmulde am Fuß des Banzer Berges.

GeschichteBearbeiten

Stetten wurde im 9. Jahrhundert erstmals erwähnt. Zum fränkischen Reichsgut gehörten in „Stetin“ das Territorium und elf Mansen. Die nächste Nennung von Stetten war ca. 1139 mit „Eberhard de Stetin“.[2] Das Geschlecht der Herren von Stetten erscheint bis 1464.

Im Jahr 1810 gehörte die hohe Zentgerichtbarkeit dem Zentamt Lichtenfels des Hochstifts Bamberg, die Dorfs-, Gemeinde-, Lehen- und Vogteiherrschaft dem Kloster Banz und der Würzburger Propstei. Der Ort war Bestandteil des zu Kloster Banz gehörigen Stiftslandes. Kirchlich war der Altenbanzer Pfarrer zuständig. Das Kloster besaß zwei bebaute Güter und eine bebaute Sölde. Außerdem gab es ein Gemeindehaus, neun Güter mit Haus und Stadel, wovon eins zwei Wohnhäuser hatte, sowie vier bebaute Sölden, von denen eins mit zwei Wohnhäusern und einem Tropfhaus bebaut war.[2] 1810 wurde ein Schulhaus errichtet.

1862 erfolgte die Eingliederung Stettens in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Lichtenfels. Zu der 1818 gegründeten Landgemeinde Stetten gehörten die Orte Gnellenroth und Tiefenroth.[3] 1875 hatte Stetten 196 Einwohner und 95 Gebäude. Die katholische Kirche stand im 4,0 Kilometer entfernten Altenbanz und die katholische Schule im Ort.[3] 1900 umfasste die Landgemeinde Stetten eine Fläche von 681,93 Hektar, 349 Einwohner, von denen 326 katholisch waren, und 60 Wohngebäude. 206 Personen lebten in Stetten in 34 Wohngebäuden. Das Dorf war dem Kirchensprengel der evangelischen Kirche in Herreth zugeordnet.[4] 1925 lebten 193 Personen in 34 Wohngebäuden. Stetten gehörte zum Kirchensprengel der evangelischen Kirche in Lichtenfels.[5] 1950 hatte der Ort 226 Einwohner und 36 Wohngebäude.[6]

Im Jahr 1970 zählte der Ort Stetten 216 Einwohner[7] und 1987 182 Einwohner sowie 52 Wohngebäude.[8]

Am 1. Januar 1975 wurde Stetten mit den Gemeindeteilen Gnellenroth und Tiefenroth in die Stadt Lichtenfels eingegliedert.[1]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Bayerischen Denkmalliste sind für Stetten acht Baudenkmäler aufgeführt.

WeblinksBearbeiten

Commons: Stetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b lichtenfels.de
  2. a b Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 6: Lichtenfels. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9. S. 148
  3. a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1078, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  4. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1075 (Digitalisat).
  5. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1110 (Digitalisat).
  6. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 961 (Digitalisat).
  7. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 164 (Digitalisat).
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 318 (Digitalisat).