Eichig (Lichtenfels)

Stadtteil von Lichtenfels

Eichig ist ein Stadtteil der oberfränkischen Stadt Lichtenfels im Landkreis Lichtenfels.

Eichig
Koordinaten: 50° 3′ 40″ N, 11° 9′ 16″ O
Höhe: 502 m ü. NHN
Einwohner: 79 (8. Feb. 2016)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 96215
Vorwahl: 09576
Bauernhaus
Bauernhaus

GeografieBearbeiten

Das Dorf liegt etwa zwölf Kilometer südöstlich von Lichtenfels auf den Höhen des fränkischen Juras. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Köttel und Rothmannsthal.

GeschichteBearbeiten

Eichig wurde 1290 erstmals urkundlich erwähnt, als Eberhard Förtsch von Thurnau dem Kloster Langheim das Dorf „Zemeichech“ schenkte. 1307 übereignete Albert Förtsch von Thurnau dem Kloster zwei Güter in „Eichech“.[2]

Im Jahr 1801 gehörte die hohe Zent dem Zentamt Weismain des Hochstifts Bamberg. Die Dorfs-, Gemeinde-, Vogtei- und Lehensherrschaft besaß das Kloster Langheim, den Zehnt das Bamberger Katharinenspital. Sieben Häuser mit und zwei ohne Stadel sowie eine Hofstatt mussten dem Klosteramt Langheim die Steuer entrichten und viele freie Grundstücke dem bambergischen Amt Weismain. Außerdem gab es zwei häusliche, bayreuthsche Lehen.[2]

1818 hatte Eichig 74 Einwohner und wurde mit Köttel zu einer Gemeinde vereinigt. 1862 folgte die Eingliederung des Dorfes in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Lichtenfels. 1875 zählte Eichig 86 Einwohner und 42 Gebäude. Die katholische Kirche stand im 6,0 Kilometer entfernten Arnstein und die katholische Schule im 1,5 Kilometer entfernten Rothmannsthal.[3] 1900 umfasste die Landgemeinde Köttel eine Fläche von 748,34 Hektar, 233 Einwohner, die alle katholisch waren, und 45 Wohngebäude. 93 Personen lebten in Eichig in 18 Wohngebäuden.[4] Hanfanbau und Schafzucht waren unter anderem eine Einnahmequelle der Bevölkerung. 1925 lebten in dem Dorf 117 Personen in 17 Wohngebäuden.[5] 1950 hatte der Ort 108 Einwohner und 16 Wohngebäude. Er gehörte zum Kirchensprengel der evangelischen Pfarrei in Azendorf.[6] Im Jahr 1970 zählte Eichig 84 Einwohner[7] und 1987 96 Einwohner sowie 24 Wohngebäude.[8]

Am 1. Januar 1978 wurde Eichig in die Stadt Lichtenfels eingegliedert.[1]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Katholische Kapelle St. Wendelin
 
Felsengarten

Die Kapelle St. Wendelin in Eichig wurde 1892 als neugotischer Sandsteinquaderbau mit einem Satteldach und Giebelreiter errichtet. Zur Ausstattung gehören zwei Holzfiguren aus dem 17./ 18. Jahrhundert, die den heiligen Sebastian und den heiligen Wendelin zeigen.

Das Brunnenhaus besteht aus einer Eisen- und Holzkonstruktion mit einem Zeltdach und einem rechteckigen steinernen Brunnentrog. Der 50 Meter tiefe St.-Josef-Brunnen wurde 1877 errichtet.

Südlich vom Dorf befindet sich in einem Laubwald der Felsengarten.

WeblinksBearbeiten

Commons: Eichig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b lichtenfels.de
  2. a b Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 6: Lichtenfels. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9, S. 26 f.
  3. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1077, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  4. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1073 (Digitalisat).
  5. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1108 (Digitalisat).
  6. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 958 (Digitalisat).
  7. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 163 (Digitalisat).
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 318 (Digitalisat).