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Saalfelder Höhe war eine Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen mit knapp 3000 Einwohnern.

Ehemalige Gemeinde
Saalfelder Höhe
Koordinaten: 50° 37′ 51″ N, 11° 15′ 35″ O
Höhe: 220 - 700 m
Fläche: 63,87 km²
Einwohner: 2900 (30. Jun. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner/km²
Eingemeindung: 6. Juli 2018
Postleitzahl: 07422
Vorwahlen: 036736, 036741
Lage der ehemaligen Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Im Gemeindegebiet lebten 2988 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2016) auf 63,87 km².

LageBearbeiten

Die Gemeinde lag in der Mitte zwischen Saalfeld und den Kammlagen des Thüringer Waldes auf einer Höhe zwischen 220 und 700 Metern ü. NN.

NachbargemeindenBearbeiten

Angrenzende Gemeinden waren Bad Blankenburg, Rudolstadt, Saalfeld/Saale, Kaulsdorf, Probstzella, Reichmannsdorf, Meura, Wittgendorf, Döschnitz und Schwarzburg.

GemeindegliederungBearbeiten

Am 1. Januar 1997 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Saalfelder Höhe in die Einheitsgemeinde Saalfelder Höhe umgewandelt. Ortsteile dieser Gemeinde waren

Die Gemeinde wurde am 6. Juli 2018 in die Stadt Saalfeld/Saale eingegliedert.[2]

GeschichteBearbeiten

Bis zur Bildung des Landes Thüringen im Jahr 1920 verlief durch das heutige Gemeindegebiet die Grenze zwischen dem Fürstentum bzw. Freistaat Schwarzburg-Rudolstadt (Oberherrschaft) und dem Herzogtum Sachsen-Saalfeld bzw. Sachsen-Coburg-Saalfeld. Letzteres ging 1826 im Herzogtum Sachsen-Meiningen auf und wurde 1918 Teil des Freistaats Sachsen-Meiningen. Schwarzburgische Orte waren Braunsdorf, Burkersdorf, Dittersdorf, Dittrichshütte und Unterwirbach (schwarzburg. Anteil) im Westteil der Oberherrschaft und Eyba, Knobelsdorf und Reschwitz im Ostteil der Oberherrschaft. Sächsisch-Ernestinische Orte waren Bernsdorf, Birkenheide, Hoheneiche, Jemichen, Kleingeschwenda, Lositz, Unterwirbach (sächs. Anteile), Volkmannsdorf, Wickersdorf, Wittmannsgereuth und Witzendorf. Somit lagen die westlichen und östlichen Orte im Schwarzburgischen, während der Zentralteil der heutigen Gemeinde zu Sachsen-Saalfeld bzw. Sachsen-Meiningen gehörte.

BernsdorfBearbeiten

Der Ort wurde erstmals 1414 erwähnt. Die Bewohner lebten im 16. und 17. Jahrhundert vor allem vom Schieferabbau bzw. von der Schieferverarbeitung, auch eine örtliche Brauerei war von Bedeutung. Bis heute erinnern Fachwerkbauten und Gehöfte an die Vergangenheit. Der Ort, der auf 645 m ü. NHN liegt, zählt 73 Einwohner.

BirkenheideBearbeiten

Der Ort wurde 1317 erstmals urkundlich genannt und hat 71 Einwohner.

BraunsdorfBearbeiten

Erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Jahr 1441 zurück. Seitdem ist er Pfarrdorf für Dittrichshütte, Birkenheide, Burkersdorf, Dittersdorf und Oberwirbach. In Braunsdorf befindet sich eine Grundschule. Der Ort hat 102 Einwohner.

BurkersdorfBearbeiten

Der Ort Burkersdorf liegt am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges. Am Nordhang des Keilberges, der mit 678 m ü. NN die höchste Erhebung des ehemaligen Kreises Rudolstadt ist, und des Ritzberges mit 668 m ü. NN liegt der Ort auf der rechten Schwarzahöhe auf 620 m ü. NN. Er erstreckt sich in Ost-West-Richtung in einer Länge von ca. 250 Metern in Richtung Schwarzatal. Er ist ein Angerdorf und hat 173 Einwohner bei einer Gesamtfläche von 375 Hektar. Die landwirtschaftliche Nutzfläche wird von der Landwirtschaftlichen Erzeugergenossenschaft Dittrichshütte bewirtschaftet.

In einer Urkunde vom 19. November 1370 wurde der Ort erstmals mit dem Namen „Burkirsdorf“ und „Burghardtsdorf“ erwähnt. Als Gründer wird ein Burghart vermutet. Im Jahre 1371 wurde der Ort „Borckersdorf“ und 1465 „Burskersdorf“ genannt. Es ist anzunehmen, dass der Ort sich bereits vor 1370 entwickelt hat, wovon allerdings keine Aufzeichnungen vorhanden sind.

DittersdorfBearbeiten

DittrichshütteBearbeiten

Der Ort wurde 1370 erstmals urkundlich erwähnt. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren die Landwirtschaft, der Bergbau (Uran) und die Forstwirtschaft die wichtigsten Erwerbsquelle der Bewohner. Heute ist Dittrichshütte ein Ort für Erholungssuchende. Dort befindet sich auch das KiEZ Dittrichshütte. Der Ort hat 310 Einwohner.

EybaBearbeiten

Eyba liegt südlich der Kreisstadt Saalfeld auf der Saalfelder Höhe auf ungefähr 550 m ü. NN und hat etwa 170 Einwohner.

Urkundliche Ersterwähnung: 1332 oder 1348.

HoheneicheBearbeiten

Das Dorf liegt südwestlich von Saalfeld im Naturpark Thüringer Schiefergebirge-Obere Saale direkt an der B 281 zwischen Arnsgereuth und Reichmannsdorf in einer Höhe von 681 m ü. NN.

Urkundliche Ersterwähnung: 1071

Infrastruktur:

  • Kirche mit Friedhof
  • Evangelisch-lutherisches Pfarramt Hoheneiche
  • Gasthaus und Pension „Zum Roten Hirsch im Grünen Wald“
  • Jugendbildungsstätte des CVJM Thüringen mit zwei Freizeitheimen und Campgelände
  • Ski- und Rodelhang

KleingeschwendaBearbeiten

Zwischen Arnsgereuth und Hoheneiche liegt direkt an der B 281 in der Höhe von 636 m ü. NN Kleingeschwenda und hat 285 Einwohner.

Lositz-JehmichenBearbeiten

UnterwirbachBearbeiten

  • Urkundliche Ersterwähnung: 1074 in einer Dotationsurkunde des Benediktinerklosters Saalfeld.
  • Einwohner: 916
  • Höhenlage: 280 m ü. NN

Neben der Eisenerzgewinnung und der ausgeprägten Handelstätigkeit der Einwohner mit Blumen und Gemüsesamen war der Besuch der umliegenden Märkte mit Pflanzen, Blumen, Obst, Gemüse, Heidel- und Preiselbeeren ein weiterer Broterwerb. In den Wintermonaten wurden Besen gebunden. Der Ort verfügt über viele gut erhaltene Fachwerkhäuser.

VolkmannsdorfBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung von Volkmannsdorf geht in das Jahr 1348 zurück. Die Gemeinde Volkmannsdorf liegt zwischen Wittgendorf und Bernsdorf auf etwa 600 Metern Höhe. Der Ort hat ca. 300 Einwohner.

WickersdorfBearbeiten

Wickersdorf wurde erstmals im Jahre 1442 urkundlich erwähnt. Der Ort hat etwa 250 Einwohner und liegt auf 614 m über dem Meer.

WittmannsgereuthBearbeiten

Saalfelder HöheBearbeiten

Die am 1. Januar 1997 neu gegründete Gemeinde Saalfelder Höhe wurde am 6. Juli 2018 in die Stadt Saalfeld/Saale eingegliedert.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1997: 3627
  • 1998: 3657
  • 1999: 3710
  • 2000: 3637
  • 2001: 3655
  • 2002: 3622
  • 2003: 3563
  • 2004: 3536
  • 2005: 3490
  • 2006: 3423
  • 2007: 3412
  • 2008: 3365
  • 2009: 3348
  • 2010: 3307
  • 2011: 3253
  • 2012: 3193
  • 2013: 3151
  • 2014: 3110
  • 2015: 3035
  • 2016: 2988
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

GemeinderatBearbeiten

Die Wahl 2014 ergab für den letzten Gemeinderat diese Sitzverteilung:[3]

  • CDU: 5 Sitze
  • FW SH: 9 Sitze
  • FWG Eyba e. V.: 1 Sitz
  • WG Wickersdorf: 1 Sitz

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Saalfelder Höhe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien