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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Probstzella
Probstzella
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Probstzella hervorgehoben
Koordinaten: 50° 32′ N, 11° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saalfeld-Rudolstadt
Verwaltungs­gemeinschaft: Schiefergebirge
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 74,34 km2
Einwohner: 2904 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07330
Vorwahlen: 036735 (Probstzella, Marktgölitz), 036734 (Lichtentanne), 036731 (Unterloquitz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SLF, RU
Gemeindeschlüssel: 16 0 73 067
Gemeindegliederung: 20 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 8
07330 Probstzella
Website: www.einheitsgemeinde-probstzella.de
Bürgermeister: Sven Mechtold (SPD)
Lage der Gemeinde Probstzella im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
AllendorfAltenbeuthenBad BlankenburgBechstedtCursdorfDeesbachDöschnitzDrognitzGräfenthalHohenwarteKatzhütteKaulsdorf (Saale)KönigseeLehestenLeutenbergMeuraProbstzellaRohrbachRudolstadtSaalfeld/SaaleSchwarzatalSchwarzburgSitzendorfUhlstädt-KirchhaselUnterweißbachUnterwellenbornThüringenKarte
Über dieses Bild

Probstzella ist eine Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Probstzella liegt in einem tiefen Talkessel des Thüringer Schiefergebirges im Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale, in dem die Zopte in die Loquitz mündet. Die umliegenden Berge ragen teilweise mehr als 200 Meter in die Höhe. Durch den Ort fließt die Loquitz, ein etwa 35 Kilometer langer natürlicher Nebenfluss der Saale. Die Umgebung Probstzellas ist sehr waldreich. Der Rennsteig verläuft etwa 15 Kilometer südlich des Ortes. Die höchsten Erhebungen sind der Kolditzberg und der Bocksberg.

Ausdehnung des GemeindegebietesBearbeiten

Probstzella ist nach Uhlstädt-Kirchhasel die flächenmäßig zweitgrößte Kommune im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Die Einheitsgemeinde erstreckt sich halbmondförmig im Loquitztal.

NachbargemeindenBearbeiten

Im Uhrzeigersinn – beginnend im Norden: Saalfeld/Saale, Kaulsdorf, Leutenberg, Wurzbach, Lehesten, Ludwigsstadt (Bayern) und Gräfenthal.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde gliedert sich in insgesamt 20 Ortsteile:

Ortsteil Einwohner Fläche (km²)
Arnsbach 177 1,30
Döhlen 66 1,94
Gabe Gottes 59 1
Großgeschwenda 155 6,25
Kleinneundorf 70 2,43
Königsthal 77 1,10
Laasen 57 4,31
Lichtentanne 274 8,61
Limbach 70 3,63
Marktgölitz 370 7,18
Oberloquitz 200 6,05
Pippelsdorf 68 2,60
Probstzella 1316 8,20
Reichenbach 87 3,44
Roda/Wickendorf 46 2,25
Schaderthal 92 2,55
Schlaga 49 1,23
Unterloquitz 239 5,81
Zopten 174 4,08

1) in Marktgölitz enthalten

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1012 schenkte König Heinrich II. die Reichsdomäne Saalfeld und den Orlagau dem lothringischen Pfalzgrafen Ehrenfried (Ezzo). Zum Orlagau gehörten damals auch die Gebiete südwestlich von Saalfeld bis zum Gebirgskamm und somit auch Probstzella. Ezzos Tochter Richeza, Königin von Polen, erbte den saalfeldischen Besitz und schenkte ihn 1056 dem Erzbistum Köln. 1071 wurde das Benediktinerkloster St. Peter und Paul in Saalfeld gegründet und mit Mönchen aus Köln besetzt. Diese sollten die meist slawische Bevölkerung (aber auch thüringische und fränkische Siedler) zum Christentum bekehren und das umliegende Waldgebiet urbar zu machen, was um 1300 zu umfangreichen Rodungen im Umland Saalfelds führte. Im Zuge dessen wurde 1116 die Propstei Zella gegründet. Die Zelle, anfangs ein kleines Bethaus, entwickelte sich dank zahlreicher Stiftungen zu einer reichen Propstei. Sie besaß einen burgähnlichen Bau mit Graben und Wall. Aus dieser Zeit sind noch Flurbezeichnungen wie Kreuzacker und Hofau erhalten.

1345 wurde die Propstei an das Herzogtum Sachsen abgetreten. Mit der Säkularisation 1553 wurde sie von der Landherrschaft übernommen. Ab 1572 gehörte der Ort dem Haus Sachsen-Weimar. 1645 wurde Probstzella vom Amt Saalfeld getrennt und erhielt sein eigenes Amt.

Während des Dreißigjährigen Krieges wütete 1627 und 1636 die Pest im Ort. 1678 tauchte erstmals der Name „Probstzella“ in einer Landkarte auf. Von 1826 bis 1918 gehörte Probstzella zu Sachsen-Meiningen. Nach dem Ende des Herzogtums Sachsen-Meiningen wurde Probstzella 1923 Teil des neu entstandenen Landkreises Saalfeld im Land Thüringen. Ab 1952 gehörte dieser als Kreis Saalfeld zum Bezirk Gera. Seit der Kreisreform 1994 gehört Probstzella zum Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.

1885 wurde die letzte Lücke in der Fernbahnstrecke Berlin–München bei Falkenstein 1 km südlich von Probstzella geschlossen. 1885 erhielt Probstzella Anschluss an die Bahnstrecke von Saalfeld und weiter über die Frankenwaldstrecke nach Lichtenfels. 1898 wurde eine Stichstrecke von Probstzella zunächst bis Schmiedefeld in Betrieb genommen, die 1899 bis Lichte Ost erweitert wurde und 1913 Anschluss an die Bahnstrecke nach Sonneberg erhielt. 1997 wurde der Zugverkehr auf dem Streckenabschnitt bis Ernstthal am Rennsteig eingestellt.

Entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung Probstzellas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte der Thüringer Industriepionier Franz Itting. Er baute das erste Kohlekraftwerk, das am 2. September 1909 in Betrieb ging. 1913 versorgte es über 60 Gemeinden mit Strom, später über 120 Gemeinden. In den 1920er-Jahren ließ Itting das Haus des Volkes errichten, ein mehrstöckiges Hotel, entworfen vom Architekten Alfred Arndt. Es gilt als größtes Bauhaus-Ensemble Thüringens.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das „Häuschen“, eine ehemalige Scheune an der Marktgölitzer Straße, ein Zentrum für die Zusammenkünfte von Christen der Bekennenden Kirche, die der evangelisch-lutherische Pfarrer Walter Korth leitete. Ihn hatte die Deutsch-christliche Kirchenleitung aus dem Pfarramt vertrieben. Mehrmals wurde er von der Gestapo verhaftet, weil er zur Fürbitte für den Pastor Martin Niemöller aufrief, u. a. auf Burg Wespenstein in Gräfenthal. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, im April 1945, passierten Häftlingskolonnen eines Todesmarsches aus dem KZ Buchenwald den Ort Lichtentanne. Für die Todesopfer errichtete die FIR 1971 einen Gedenkstein am Bahnhof.[2]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich Probstzella an der Südgrenze der Sowjetischen Besatzungszone, ab 1949 der DDR. Ab 1954 gehörte der Ort zur Fünf-Kilometer-Sperrzone, was Besuche von anderen DDR-Bürgern nahezu unmöglich machte. Die Straße über Falkenstein nach Ludwigsstadt wurde unterbrochen, der Tourismus kam damit zum Erliegen. Im Grenzstreifen wurden Minen gelegt. Das Haus des Volkes, das nach dem Krieg als Erholungs- und Genesungsheim genutzt wurde, musste seinen Betrieb einstellen. Um der zunehmenden Abwanderung der Probstzellaer Bürger wie auch einiger Unternehmer in Richtung Bayern zu unterbinden, folgten 1952 und 1961 Zwangsumsiedlungen von „politisch unzuverlässigen Personen“ in das Innere der DDR. Der Bahnhof, der nun Grenzbahnhof 1000 m vor der Grenze für die Züge von Berlin nach München war, wurde umfassend ausgebaut mit Sperren, einer Ablenkweiche auf einen Prellbock hin versehen und streng bewacht. Für die Züge des DDR-Binnenverkehrs von Saalfeld in Richtung Sonneberg wurde zur Umgehung des Grenzbahnhofs eine Gleisschleife geschaffen und die Bahnstation Probstzella Haltepunkt eingerichtet. 1976 wurde ein vierstöckiges Gebäude für die Grenzabfertigung gebaut, während das Haus des Volkes Kulturhaus der Grenztruppen wurde.

Dr. Arthur Petzold nahm 1965 die Stelle als Gemeindearzt ("Staatliche Arztpraxis") an, nachdem ein Vorgänger den Ort aus politischen Gründen verlassen hatte müssen. Petzolds Ehefrau, aus Thüringen stammend, begleitete ihn, obwohl sie dagegen war, in die Sperrzone zu siedeln, weil sie von Schikanen gehört hatte. Anfangs gibt es keine Apotheke in Probstzella. In die nur 3 km entfernte nächste Apotheke in Gräfenthal darf der Arzt nicht, da es in einem anderen Kreis, also einer anderen Sperrzone liegt. Also müssen Eisenbahner benötigte Medikamente überstellen. Weil Petzold "die Absurditäten immer wieder kritisiert" wird er abgelöst und muss als letzter Zwangsausgesiedelte von Probstzella mit 1 Woche Vorlaufzeit ab 19. Oktober 1981 mit Frau ins Innere der DDR siedeln. Der Neffe Roland Jahn (* 1953) war aus Jena, DDR einige Male auf Besuch bei Onkel Petzold gewesen, hatte Verschiedenes erfahren, opponierte, verlor seinen Studienplatz und wurde auf ministerielle Weisung am 7. Juni 1983 von der Staatssicherheit entführt und hier per Bahn gewaltsam in den Westen abgeschoben.[3]

Nach 1990 verlor der Bahnhof seine Funktion als Grenzbahnhof. Das Abfertigungsgebäude wurde Ende 2008 abgerissen, während das Haus des Volkes 2003–2008 von Grund auf saniert wurde. Um 1991 wurde die Straße auch für Kfz wieder geöffnet.

Eingemeindungen

Am 6. April 1994 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Roda (bei Leutenberg), Unterloquitz, Schaderthal, Reichenbach bei Unterloquitz, Oberloquitz, Lichtentanne, Laasen (bei Probstzella) und Großgeschwenda nach Probstzella eingemeindet, am 16. März 2004 folgte Marktgölitz.[4]

PolitikBearbeiten

 
Rathaus

Probstzella ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Schiefergebirge, die aus den Städten Gräfenthal, Lehesten und der Gemeinde Probstzella besteht.

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Probstzella besteht aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren. (Ein Platz für „Die Linke“ bleibt unbesetzt)

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

BürgermeisterBearbeiten

Der Diplom-Ingenieur Sven Mechtold wurde am 6. Oktober 2013 im zweiten Wahlgang mit 52,6 % der Stimmen zum Nachfolger von Marko Wolfram (SPD) gewählt.[5]

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 24. Januar 1996 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Rot und Gold; vorn eine goldene Heiligenfigur mit einem goldenen Palmenzweig in der Linken und einen schwarzen Rost in der Rechten haltend, hinten ein rotbewehrter und rotbezungter schwarzer Löwe.“

Das Wappen wurde vom Heraldiker Michael Zapfe gestaltet.

Das Wappen zeigt den Heiligen Laurentius mit goldenem Palmwedel als Zeichen seiner Märtyrerschaft.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Evangelische Kirche St. Lorenz
 
Haus des Volkes
  • Das Haus des Volkes wurde 1925 bis 1927 im Auftrag des Industriellen Franz Itting von Alfred Arndt und Ernst Gebhardt als Hotel und Mehrzweckhalle erbaut. Die Inneneinrichtung wurde vollständig von Künstlern des Bauhauses Dessau gestaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von der DDR als Zollamt genutzt, in der Veranstaltungshalle fanden Aufführungen und Feiern verschiedener Art statt. 1970/1971 wurde das Gebäude im Inneren umgebaut und um ein Restaurant erweitert. 1995 wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt und 2003 an einen privaten Eigentümer verkauft, welcher sich zum Ziel gesetzt hat, das Gebäude zu sanieren und wieder zu nutzen. Ende 2005 wurde das Restaurant wieder eröffnet. Im Haus befindet sich ein Theater- und Konzertsaal sowie die zentrale Ausstellung zur Entstehung des Grünen Bandes Deutschland. Seit 2014 gibt es im Haus des Volkes ein Franz-Itting-Museum, gestaltet von Roman Grafe.
  • DDR-Grenzbahnhof-Museum im historischen Empfangsgebäude des Grenzbahnhof Probstzella, gestaltet von Roman Grafe
  • Park mit Seerosenteich, Spielplatz und Kneippbecken
  • Grenzturm am Hopfsberg mit Ausstellung
  • Gedenkbrunnen „Deutsche Teilung“ auf dem Marktplatz
  • Naturpark-Infostelle „Ein Fenster zum grünen Band“
  • Heimat- und Eisenbahnmuseum im alten Forsthaus
  • Kirche St. Lorenz mit spätgotischer Spitzbogenwölbung im Turmuntergeschoss und barockem Kanzelaltar

Nahe Probstzella liegen die Thüringer Warte und die Burg Lauenstein.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Probstzella.

NaturdenkmälerBearbeiten

Zu den sehenswertesten Naturdenkmälern gehört der Schieferlehrpfad mit den geologischen Schätzen und schönen Ausblicken rund um Probstzella. Auch das Grüne Band als ehemaliger Grenzstreifen zählt zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes.

SportBearbeiten

In der Einheitsgemeinde Probstzella sind verschiedene Sportvereine angesiedelt. Die bekanntesten Vereine sind der Probstzellaer Sportverein e. V., der Unterloquitzer Sportverein e. V. und der Kegelclub 91 Zopten e.V.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Betriebsteil Probstzella des Möbelwerkes Wurzbach: Herstellung von Schultischen
 
VEB Schiefergruben in Unterloquitz 1973

Wirtschaftlich waren in den letzten beiden Jahrhunderten vor allem die Schiefersteinbrüche, die Schieferverarbeitung, die Holzverarbeitung und das Überlandwerk (E-Werk) von Bedeutung. Das Elektrizitätswerk von Franz Itting belieferte über 150 Orte der Region mit Strom. Der Zweite Weltkrieg und das darauf folgende Sperrgebiet (Probstzella lag zu DDR-Zeiten im innerdeutschen Grenzgebiet) brachten den wirtschaftlichen Aufschwung zum Erliegen. Heute gibt es mittelständisches Gewerbe in der Möbelindustrie und der metallverarbeitenden Industrie. In Unterloquitz wird Schieferbergbau durch die Firma ulopor Thüringer Schiefer GmbH betrieben. In der Region sind zahlreiche Handwerksbetriebe der Holz-, Metall- und Schieferindustrie tätig.

Die Infrastruktur Probstzellas ist sehr gut entwickelt, da der Ort an der Frankenwaldbahn, auf der auch die ICE von Berlin nach München verkehren, liegt. Der Bahnhof des Ortes hatte früher als Grenzbahnhof zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR eine besondere Bedeutung. Die großen Bahnanlagen dienten auch vor dem Zweiten Weltkrieg schon als Grenzbahnhof (bis 1920) zwischen Preußischer und Bayerischer Staatsbahn. Des Weiteren zweigte dort die inzwischen auf diesem Abschnitt stillgelegte Bahnstrecke Sonneberg–Probstzella, die über Ernstthal am Rennsteig nach Sonneberg führte, westlich ab. Sie war zu DDR-Zeiten der Hauptschienenweg in den Kreis Sonneberg. Probstzella besaß ein eigenes Bahnbetriebswerk, wo vor allem preußische gegen bayerische Lokomotiven ausgetauscht wurden.

VerkehrBearbeiten

Probstzella liegt an der Bundesstraße 85, die von Saalfeld nach Kronach führt. Weitere Straßen verbinden den Ort mit Lehesten und Gräfenthal.

Im Bahnhof an der Frankenwaldbahn halten jeweils im Zwei-Stunden-Takt zwischen Jena und Nürnberg verkehrende Regionalexpresszüge (Franken-Thüringen-Express) sowie zwischen Saalfeld und Lichtenfels verkehrende Regionalbahnen.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Zu den öffentlichen Einrichtungen gehört die Turnhalle der Gemeinde Probstzella. Diese wurde am 11. März 2011 eingeweiht. Im Ortsteil Marktgölitz betreibt die Gemeinde ein Freibad. Dieses wurde 2010 umfassend saniert.

BildungBearbeiten

In Probstzella befindet sich die Staatliche Grundschule Probstzella, die die Gebäude der ehemaligen POSHanno Günther“ nutzt. Der Grundstein für die Schule wurde 1888 gesetzt, am 12. Mai 1889 wurde sie feierlich eingeweiht. Der Schulbezirk umfasst heute die Ortsteile Arnsbach, Döhlen, Großgeschwenda, Kleinneundorf, Königsthal, Laasen, Lichtentanne, Limbach, Marktgölitz, Oberloquitz, Pippelsdorf, Probstzella, Reichenbach, Roda, Schaderthal, Schlaga, Unterloquitz und Zopten. Die Grundschule Probstzella ist eine offene Ganztagsschule mit Nachmittagsbetreuung durch den Schulhort oder Arbeitsgemeinschaften.

Die Einheitsgemeinde hat drei Kindergärten, die in Unterloquitz, Probstzella und Marktgölitz von verschiedenen sozialen Trägern betrieben werden. Im Alten Forsthaus ist eine Außenstelle der Volkshochschule des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt eingerichtet.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Persönlichkeiten, die in Probstzella gewirkt habenBearbeiten

  • Franz Itting (1875–1967), Industrieller, Bauherr des Hauses des Volkes
  • Alfred Arndt (1898–1976), Architekt des Hauses des Volkes
  • Marko Wolfram (* 1974), Volkswirt, ehemaliger Bürgermeister von Probstzella und Landrat des Landkreises Saalfeld–Rudolstadt

LiteraturBearbeiten

  • Roman Grafe: Die Grenze durch Deutschland. Eine Chronik von 1945 bis 1990. 2., verbesserte Auflage. Siedler, Berlin 2002, ISBN 3-88680-744-4 (über Probstzella zur Zeit der deutsch-deutschen Grenze).
  • Walter Glemnitz: Probstzella und seine Umgebung. Ein Heimatbuch. Band 1: Probstzella und seine Umgebung von den Anfängen bis zu den Befreiungskriegen. Rat der Gemeinde Probstzella, Probstzella 1971.
  • Brigitte Krzyminski: Probstzella. Geschichte + Geschichten. Aufsatzsammlung. Eigenverlag, Königstein 1998, ISBN 3-00-003171-5.
  • Brigitte Krzyminski: Probstzella. Ein Jahrhundert in Bildern. 1. Auflage 1999.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 237 f.
  3. Geheimnisvolle Orte: Der Grenzbahnhof Probstzella (ARD 10. Juli 2017) - HD Radio Metropolis One, veröffentlicht 10. Juli 2017, abgerufen 10. April 2019. Video (44:40). Mit Interviews Betroffener, Bildern und Videos bis hin zur Wiedervereinigung.
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  5. http://saalfeld.otz.de/web/saalfeld/startseite/detail/-/specific/Sven-Mechtold-wird-neuer-Buergermeister-in-Probstzella-159256653

WeblinksBearbeiten

  Commons: Probstzella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien