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Döschnitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Döschnitz hervorgehoben
Koordinaten: 50° 37′ N, 11° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saalfeld-Rudolstadt
Verwaltungs­gemeinschaft: Schwarzatal
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 6,31 km2
Einwohner: 243 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07429
Vorwahl: 036730
Kfz-Kennzeichen: SLF, RU
Gemeindeschlüssel: 16 0 73 017
Website: www.doeschnitz.de
Bürgermeister: Klaus Biehl
Lage der Gemeinde Döschnitz im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
AllendorfAltenbeuthenBad BlankenburgBechstedtCursdorfDeesbachDöschnitzDrognitzGräfenthalHohenwarteKatzhütteKaulsdorf (Saale)KönigseeLehestenLeutenbergMeuraProbstzellaRohrbachRudolstadtSaalfeld/SaaleSchwarzatalSchwarzburgSitzendorfUhlstädt-KirchhaselUnterweißbachUnterwellenbornThüringenKarte
Über dieses Bild

Döschnitz ist eine Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzatal an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Schwarzatal hat.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Döschnitz, bis 2015 staatlich anerkannter Erholungsort, liegt im Tal der Weißen Sorbitz im Naturpark Thüringer Wald.

 
östlicher Ortsteil

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Döschnitz gehört der Ortsteil Bockschmiede.

GeschichteBearbeiten

Der Ursprung der Besiedelung von Döschnitz ist unbekannt, doch gibt es Hinweise, dass der Ort schon zur Zeit der frühen slawischen Rodungssiedlung im Thüringer Wald ab dem 9. Jahrhundert entstand. Die erste Erwähnung des Ortes erfolgte jedoch erst als Tschitz im Jahr 1422. Der Ort war mangels fruchtbarer landwirtschaftlicher Flächen in früheren Zeiten zunächst von Forstwirtschaft sowie Schiefer-, Eisenerz- und Kalksteinabbau geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert existierte eine bis 1862 bestehende Hammerschmiede. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, durch den auch Döschnitz in Mitleidenschaft gezogen wurde, erlangte der Olitätenhandel an Bedeutung, außerdem wurde der Eisenerzabbau intensiviert und 1849 ein Schleifwerk für den vor Ort abgebauten Kalkstein (Döschnitzer Marmor genannt[2]) errichtet. Der Abbau von Erzen und Gesteinen erlitt jedoch schon im 19. und frühen 20. Jahrhundert einen Niedergang. Bis 1918 gehörte der Ort zur Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.

Zu DDR-Zeiten wurde in Döschnitz vermehrt Landwirtschaft und insbesondere Viehhaltung betrieben, außerdem gewann in jener Zeit auch der Fremdenverkehr bzw. das Erholungswesen an Bedeutung.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Döschnitz besteht aus sechs Ratsfrauen und Ratsherren.

  • FW 4 Sitze
  • FSKVerein 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

BürgermeisterBearbeiten

Der ehrenamtliche Bürgermeister Klaus Biehl wurde am 5. Juni 2016 gewählt.

KircheBearbeiten

Die evangelische Kirchgemeinde Döschnitz gehört zum Kirchspiel Döschnitz mit den Kirchgemeinden Döschnitz, Meura, Sitzendorf und Unterweißbach. Die Dorfkirche Döschnitz weist einen barocken Altar aus Döschnitzer Marmor auf.

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Carl Gäbert, Alexander Steuer, Karl Weiss: Die nutzbaren Gesteinsvorkommen Deutschlands. Verwitterung und Erhaltung der Gesteine (= Handbuch der Steinindustrie. Bd. 1). Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Berlin 1915, S. 180.
  3. Richard HocheSchoeler, Georg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 32, Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 215 f.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Döschnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien