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Qiqihar

bezirksfreie Stadt in Heilongjiang, China
Qíqíhā’ěr Shì
齐齐哈尔市
Qiqihar
Qiqihar 02.jpg
Qiqihar (China)
Qiqihar
Qiqihar
Koordinaten 47° 21′ N, 123° 58′ OKoordinaten: 47° 21′ N, 123° 58′ O
Lage Qiqihars in HeilongjiangLage Qiqihars in Heilongjiang
Basisdaten
Staat Volksrepublik China
Region Nordostchina
Provinz Heilongjiang
Status Bezirksfreie Stadt
Gliederung 7 Stadtbezirke, 1 kreisfreie Stadt, 8 Kreise
Höhe 147 m
Fläche
Metropolregion 42.469 km²
Einwohner 1.314.720 (2010)
Metropolregion 5.052.000 (2016)
Dichte Vorlage:Infobox Ort/Wartung/Dichte
Metropolregion 119 Ew./km²
Postleitzahl 161000 (Jianhua) - 164806 (Runjin)
Telefonvorwahl (+86) 452
Zeitzone China Standard Time (CST)
UTC+8
Kfz-Kennzeichen 黑B
Website www.qqhr.gov.cn
Politik
Bürgermeister Li Yugang

Qiqihar (齊齊哈爾市 / 齐齐哈尔市, Qíqíhā’ěr Shì) ist eine bezirksfreie Stadt im Südwesten der Provinz Heilongjiang im Nordosten Chinas. Der Name ist daurisch und bedeutet so viel wie ‚Mark‘ oder ‚natürliche Weide‘.

GeographieBearbeiten

Qiqihar hat ca. 5,05 Mio. Einwohner (Ende 2016), davon 1.314.720 (Zensus 2010)[1] in der „Innenstadt“, den drei Stadtbezirken Longsha, Jianhua und Tiefeng. Das Verwaltungsgebiet der Stadt hat eine Fläche von 42.469 km² (nach anderen Angaben exakt 43.000). Daran haben die Stadtbezirke einen Anteil von 4.310 km² (nach anderen Angaben 4.295 km²). Qiqihar liegt im Mittel 146 m ü. NN. Die jährliche Regenmenge beträgt 415 mm, die Durchschnittstemperatur 3,2 °C (Januar −25,7 °C, Juli 22,8 °C).

Qiqihar
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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-10
-21
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Qiqihar
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) -12,7 -7,8 2,3 12,9 21,0 26,2 27,8 26,1 20,1 11,1 -1,3 -10,4 Ø 9,7
Min. Temperatur (°C) -24,5 -20,9 -11,0 -0,9 7,3 14,2 17,9 16,2 8,5 -0,7 -12,0 -21,2 Ø −2,2
Niederschlag (mm) 1 2 5 15 31 64 138 94 45 19 4 3 Σ 421
Sonnenstunden (h/d) 6,1 7,3 8,2 8,3 9,1 9,7 8,6 8,7 8,3 7,4 6,3 5,5 Ø 7,8
Luftfeuchtigkeit (%) 71 65 52 46 48 63 73 73 68 60 64 69 Ø 62,7
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-24,5
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26,2
14,2
27,8
17,9
26,1
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8,5
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-10,4
-21,2
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Administrative GliederungBearbeiten

Qiqihar setzt sich aus sieben Stadtbezirken, einer kreisfreien Stadt und acht Kreisen zusammen. Diese sind (Einwohnerzahlen Ende 2003):

  • Stadtbezirk Longsha (龙沙区/龍沙區), 283 km², 300.000 Einwohner, Zentrum, Sitz der Stadtregierung
  • Stadtbezirk Jianhua (建华区/建華區), 81 km², 220.000 Einwohner
  • Stadtbezirk Tiefeng (铁峰区/鐵峰區), 695 km², 300.000 Einwohner
  • Stadtbezirk Ang’angxi (昂昂溪区/區), 623 km², 90.000 Einwohner
  • Stadtbezirk Hulan Ergi (富拉尔基区/富拉爾基區), 375 km², 270.000 Einwohner
  • Stadtbezirk Nianzishan (碾子山区/區), 290 km², 80.000 Einwohner
  • Stadtbezirk Meilisi der Daur (梅里斯达斡尔族区/梅裏斯達斡爾族區), 1.948 km², 170.000 Einwohner
  • Stadt Nehe (讷河市/訥河市), 6.664 km², 640.000 Einwohner
  • Kreis Longjiang (龙江县/龍江縣), 6.197 km², 600.000 Einwohner, Hauptort: Großgemeinde Longjiang (龙江镇)
  • Kreis Yi’an (依安县/縣), 3.780 km², 490.000 Einwohner, Hauptort: Großgemeinde Yi’an (依安镇)
  • Kreis Tailai (泰来县/泰來縣), 4.061 km², 320.000 Einwohner, Hauptort: Großgemeinde Tailai (泰来镇)
  • Kreis Gannan (甘南县/縣), 4.384 km², 380.000 Einwohner, Hauptort: Großgemeinde Gannan (甘南镇)
  • Kreis Fuyu (富裕县/縣), 4.335 km², 280.000 Einwohner, Hauptort: Großgemeinde Fuyu (富裕镇)
  • Kreis Keshan (克山县/縣), 3.632 km², 460.000 Einwohner, Hauptort: Großgemeinde Keshan (克山镇)
  • Kreis Kedong (克东县/克東縣), 2.083 km², 280.000 Einwohner, Hauptort: Großgemeinde Kedong (克东镇)
  • Kreis Baiquan (拜泉县/縣), 3.569 km², 550.000 Einwohner, Hauptort: Großgemeinde Baiquan (拜泉镇)

Ethnische Gliederung der Bevölkerung von Qiqihar (2000)Bearbeiten

Beim Zensus 2000 wurden 5.419.621 Einwohner gezählt (Bevölkerungsdichte 126,04 Einw./km²).

Name des Volkes Einwohner Anteil
Han 5.222.846 96,37 %
Mandschu 94.542 1,74 %
Daur 31.814 0,59 %
Mongolen 26.652 0,49 %
Hui 21.023 0,39 %
Koreaner 16.806 0,31 %
Ewenken 1.389 0,03 %
Kirgisen 1.332 0,02 %
Xibe 1.135 0,02 %
Sonstige 2.082 0,04 %

GeschichteBearbeiten

Qiqihar ist eine der ältesten Städte im Nordosten Chinas und wurde im 17. Jh. n. Chr. gegründet. Nachdem Russland, das 1900 die Mandschurei besetzt hatte, sich nach dem russisch-japanischen Krieg 1905 zurückzog, blieb die Stadt aufgrund ihrer Lage an der Chinesischen Osteisenbahn weiterhin unter russischem Einfluss und ist daher auch unter ihrem russischen Namen Zizikar (Цицикар) bekannt. Sie war von 1931 bis 1945 ein wichtiger Militärstützpunkt für die japanische Kontrolle der Mandschurei (siehe Mandschukuo).

PolitikBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Qiqihar listet 24 Gemeindepartnerschaften auf: [2]

Stadt Land seit
Binhai China Volksrepublik  Tianjin, Volksrepublik China 2008
Dongcheng China Volksrepublik  Beijing, Volksrepublik China 1985
Foshan China Volksrepublik  Guangdong, Volksrepublik China 1986
Goyang Korea Sud  Südkorea 1998
Guangyuan China Volksrepublik  Sichuan, Volksrepublik China 2011
Heihe China Volksrepublik  Heilongjiang, Volksrepublik China 1992
Heping China Volksrepublik  Tianjin, Volksrepublik China 1987
Huanggang China Volksrepublik  Hubei, Volksrepublik China 2009
Huangpu China Volksrepublik  Shanghai, Volksrepublik China 1988
Huludao China Volksrepublik  Liaoning, Volksrepublik China 2003
Hulun Buir China Volksrepublik  Innere Mongolei, Volksrepublik China 1992
Jing’an China Volksrepublik  Shanghai, Volksrepublik China 1984
Jiulongpo China Volksrepublik  Chongqing, Volksrepublik China 1999
Luzhou China Volksrepublik  Sichuan, Volksrepublik China 2007
Manjur China Volksrepublik  Innere Mongolei, Volksrepublik China 1992
Mariupol Ukraine  Ukraine 2008
Mudanjiang China Volksrepublik  Heilongjiang, Volksrepublik China 1991
Qingyuan China Volksrepublik  Guangdong, Volksrepublik China 1992
Shaoxing China Volksrepublik  Zhejiang, Volksrepublik China 1990
Utsunomiya Japan  Japan 1984
Autonomer Bezirk Xishuangbanna China Volksrepublik  Yunnan, Volksrepublik China 2004
Xuhui China Volksrepublik  Shanghai, Volksrepublik China 2008
Yancheng China Volksrepublik  Jiangsu, Volksrepublik China 2007
Zhanjiang China Volksrepublik  Guangdong, Volksrepublik China 1992

Kultur und WirtschaftBearbeiten

TourismusBearbeiten

 
Mandschurenkraniche im Zhalong-Naturschutzgebiet

Das EisfestBearbeiten

Das Eisfest findet jährlich im Winter (meist Ende Dezember) statt. Es werden schon Wochen vorher Unmengen an Eisblöcken herantransportiert. Diese werden dann von Eiskünstlern bearbeitet und das Ergebnis sind Eisskulpturen aller Variationen.

TempelBearbeiten

Im Süden der Stadt gibt es eine Tempelanlage, sie existiert seit ca. 300 Jahren und ist somit eine der ältesten erhaltenen Anlagen der Stadt. Sie wird zwar von Mönchen bewohnt, ist aber für Besucher zugänglich. Interessant ist, dass die dort befindlichen Buddha-Statuen stets sorgfältig eingekleidet sind. Es gibt sogar ein fest vorgeschriebenes Zeremoniell, bei dem das Gewand zu bestimmten Zeiten gewechselt wird.

St. MichaelskathedraleBearbeiten

Die katholische St. Michaelskathedrale im neugotischen Stil wurde 1931 von den Schweizer Bethlehem-Missionaren aufgebaut. Sie ist heute noch ein imposantes Gebäude. 1982 wurden die Eigentumsrechte der Kathedrale an die Diözese Harbin zurückgegeben. Im Februar 1987 wurde diese Kirche zum Kulturobjekt der Stadt erklärt. 1991 hat das Religionsbüro des Staatsrates Mittel zur Renovation des Turmes bewilligt. Die fünf Sterne an der Spitze des Turms wurden entfernt und das ursprüngliche Kreuz wiederhergestellt.

SportBearbeiten

Qiqihar hat ein eigenes Eishockeyteam, das in der Asia League Ice Hockey spielte. Das Maskottchen der Mannschaft war der Schneeleopard. (siehe auch China Dragon) Im April 2007 war Qiqihar Austragungsort der Spiele der Division I (Gruppe A) der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Qiqihar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Heilongjiang (China): Präfekturebene, Städte & Kreise - Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 5. Februar 2018.
  2. Chinese Qiqihar. Abgerufen am 22. Mai 2016.