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Przytuły (deutsch Przytullen, 1927 bis 1945 Seefrieden) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck) gehört.

Przytuły
Przytuły führt kein Wappen
Przytuły (Polen)
Przytuły
Przytuły
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ełk
Gmina: Ełk
Geographische Lage: 53° 56′ N, 22° 23′ OKoordinaten: 53° 55′ 44″ N, 22° 23′ 11″ O
Einwohner: 71 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 19-325[2]
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NEL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 65: (RusslandRussland Russland–) GołdapOleckoEłkGrajewoBiałystokBobrowniki (–Weißrussland)
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig



Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Przytuły liegt am Südufer des Przytuller See (deutsch auch: Gonsker See, Herzogskirchener See, polnisch Jezioro Przytulskie) im Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer nördlich der Kreisstadt Ełk (Lyck).

GeschichteBearbeiten

Przytullen wurde im Jahre 1546 gegründet.[3] Im Jahre 1874 wurde das Dorf in den Amtsbezirk Soffen[4] (polnisch Krokocie) eingegliedert, zwischen 1898 und 1905 jedoch umgegliedert[5] in den Amtsbezirk Stradaunen[6] (polnisch Straduny), beide gelegen im Kreis Lyck im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahr 1910 zählte Przytullen 244 Einwohner.[7]

Am 29. August 1927 wurde Przytullen in „Seefrieden“ umbenannt. Die Einwohnerzahl belief sich 1933 auf 222 und 1939 auf 188.[8]

1945 wurde das Dorf 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen an Polen überstellt und bekam die polnische Namensform „Przytuły“. Heute ist der Ort Sitz eines Schulzenamtes,[9] (polnisch sołectwo) in das auch der Nachbarort Rydzewen (1938 bis 1945 Schwarzberge, polnisch Rydzewo) einbezogen ist. Somit ist Przytuły eine Ortschaft im Verbund der Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck), vor 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

ReligionenBearbeiten

Bis 1945 war Przytullen in die evangelische Kirche Stradaunen[10] in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Pfarrkirche Lyck[5] im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Przytuły zur katholischen Pfarrei Straduny im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Einwohner halten sich zur Kirchengemeinde in Ełk, einer Filialgemeinde der Pfarrei Pisz (Johannisburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

VerkehrBearbeiten

Przytuły liegt an der verkehrstechnisch bedeutenden polnischen Landesstraße 65 (einstige deutsche Reichsstraße 132), die die polnisch-russische Grenze mit der polnisch-weißrussischen Grenze und die beiden Woiwodschaften Ermland-Masuren und Podlachien verbindet.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku, 31. März 2011, abgerufen am 21. April 2019 (polnisch).
  2. Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2013, S. 1047
  3. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Seefrieden
  4. Rolf Jehke, Amtsbezirk Soffen
  5. a b Przytullen (Landkreis Lyck)
  6. Rolf Jehke, Amtsbezirk Stradaunen
  7. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Lyck
  8. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Lyck (Lyk, poln. Elk). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  9. Gmina Ełk
  10. Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, 1968, S. 494