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Piaski (deutsch Piasken, 1927 bis 1945 Klein Rauschen) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck).

Piaski
Piaski führt kein Wappen
Piaski (Polen)
Piaski
Piaski
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ełk
Gmina: Ełk
Geographische Lage: 53° 55′ N, 22° 19′ OKoordinaten: 53° 54′ 58″ N, 22° 19′ 15″ O
Einwohner: 114 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 19-325[2]
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NEL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Straduny/DK 65PołomWronki/DW 655
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig



Geographische LageBearbeiten

Piaski liegt am Ostufer des Jezioro Łaśmiady (1938 bis 1945 Laschmieden See, deutsch Laszmiaden See) im Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Die Kreisstadt Ełk (Lyck) liegt elf Kilometer in südöstlicher Richtung.

GeschichteBearbeiten

Gegründet wurde das Dorf Piasken im Jahre 1474[3].

Von 1874 bis 1945 war die Landgemeinde Piasken in den Amtsbezirk Stradaunen[4] (polnisch Straduny) eingegliedert, der zum Kreis Lyck im Regierungsbezirk Gumbinnen (1905: Regierungsbezirk Allenstein) der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 zählte Piasken 237 Einwohner[5].

Am 23. November 1927 wurde Piasken in „Klein Rauschen“ umbenannt. Die Einwohnerzahl betrug 1933 noch 207 und belief sich 1939 auf 201[6].

In Kriegsfolge kam das Dorf 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und trägt seither die polnische Namensform „Piaski“. Heute ist es Sitz eines Schulzenamtes[7] (polnisch Sołectwa) und eine Ortschaft im Verbund der Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck), vor 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

ReligionenBearbeiten

Piasken war bis 1945 in die evangelische Kirche Stradaunen[8] in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union und in die katholische Kirche St. Adalbert in Lyck[9] (Ełk) im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Piaski zur katholischen Pfarrei Straduny im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Kirchenglieder halten sich zur Kirchengemeinde in Ełk, einer Filialgemeinde der Pfarrei Pisz (deutsch Johannisburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

VerkehrBearbeiten

Piaski liegt an einer Nebenstraße, die bei Straduny (Stradaunen) von der polnischen Landesstraße 65 (frühere deutsche Reichsstraße 132) abzweigt und über Połom (Polommen, 1938 bis 1945 Herzogsmühle) bis nach Wronki (Wronken, 1938 bis 1945 Fronicken) an der Woiwodschaftsstraße 655 führt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku, 31. März 2011, abgerufen am 21. April 2019 (polnisch).
  2. Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2013, S. 915
  3. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Klein Rauschen
  4. Rolf Jehke, Amtsbezirk Stradaunen
  5. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Lyck
  6. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Lyck (Lyk, poln. Elk). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Gmina Ełk
  8. Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, 1968, S. 494
  9. Piasken (Landkreis Lyck)