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Max von Pettenkofer

deutscher Chemiker und Hygieniker
Max von Pettenkofer ca. 1860
Geburtshaus von Max von Pettenkofer
Stele im Areal des Geburtshauses
Tafel am Geburtshaus von Max von Pettenkofer
Nachruf

Max Josef Pettenkofer, seit 1883 von Pettenkofer (* 3. Dezember 1818 in Lichtenheim bei Neuburg an der Donau; † 10. Februar 1901 in München), war ein bayerischer Chemiker. Er gründete das posthum nach ihm benannte Hygieneinstitut und gilt als erster Hygieniker Deutschlands.[1]

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Pettenkofer kam auf dem Einödhof Lichtenheim bei Lichtenau am Nordrand des Altbayerischen Donaumoos als fünftes von acht Kindern des Bauern Johann Baptist Pettenkofer (1786–1844) und seiner Ehefrau Barbara Pettenkofer (1786–1837) zur Welt.[2][3] Die familiären Verhältnisse waren sehr ärmlich. Zum Schulbesuch wurde er nach München in die Obhut seines Onkels Franz Xaver Pettenkofer, der königlich bayerischer Hof- und Leibapotheker war, gegeben. 1837 bestand Max Pettenkofer die Reifeprüfung am Münchener Alten Gymnasium.[4] Er begann ein Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Naturwissenschaft, Pharmazie und ab 1841 auch in Medizin sowie Chemie. Sein Onkel war es auch, bei dem Max ab 1839 eine Apothekerlehre machte. Danach setzte er 1841 das Studium fort und schloss es 1843 mit der Promotion zum Doktor der Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe ab. Gleichzeitig erwarb er die Approbation als Apotheker. Seine erste Veröffentlichung kam 1842 heraus. Darin beschrieb er ein Verfahren zum Nachweis von Arsen sowie zur Trennung von Arsen und Antimon. Danach beschäftigte er sich an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit Chemie und wechselte dann an die Hessische Ludwigs-Universität ins Labor von Justus von Liebig.

Im Juni 1845 heiratete er seine Cousine Helene (1819–1890).[2] Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, von denen drei vorzeitig starben.[5] Eine eigenständige Entwicklung nahmen Maximilian Pettenkofer (1853– 1881) und die Tochter Anna verh. Riediger (1838–1882).

Da Max Pettenkofer nach dem Studienabschluss in Gießen keine Anstellung fand, kehrte er nach München zurück und widmete sich hier zunächst der Dichtkunst. Das Ergebnis waren die „Chemischen Sonette“, die 1890 in gedruckter Form erschienen. Im Jahr 1845 nahm er eine Tätigkeit am Bayerischen Hauptmünzamt an. Er befasste sich hier mit Verfahren zur verfeinerten Gewinnung von Gold, Silber und Platin bei der Ummünzung des Kronentalers. 1847 wurde er zum a.o. Professor für Pathologisch-chemische Untersuchungen an die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) berufen. Seine Vorlesungen aus dieser Zeit trugen die Titel „Diätisch-physiologische Chemie“ und „Öffentliche Gesundheitspflege“. Wichtige Erfinden aus dieser Zeit waren 1849 seine erarbeiteten Vorschläge für eine verbesserte Methode zur Herstellung von Zement.[6] Ein Jahre zuvor hatte er die Kupfer-Amalgam-Zahnfüllung erfunden. Als sein Onkel 1850 starb, übernahm er zusätzlich noch die Leitung der Hofapotheke. Hier wurde erfolgreich „Liebig's Fleischextrakt“ hergestellt und verkauft. 1852 konnte er Maximilian II. Joseph (Bayern) dazu bewegen, Justus von Liebig nach München zu berufen. Im selben Jahr wurde Pettenkofer o. Professor. Im Jahre 1862 beteiligte er sich an einem sehr erfolgreichen Unternehmen. Es importierte Fleischextrakt aus Uruguay unter der Bezeichnung „Liebigs Extract of Meat Companie“ mit Geschäftssitz in London. In den Jahren 1864/65 übte er das Amt des Rektors der Universität München aus. Im gleichen Jahr wurde er in München erster deutscher Professor für Hygiene sowie erster Lehrstuhlinhaber dieses Faches[1]; von 1876 bis 1879 wurde das erste Hygieneinstitut gebaut.

Max Pettenkofer trug Ludwig II. (Bayern) bei einer Privataudienz 1865 seine Vorstellungen zur Gesunderhaltung der Menschen und städtischen Hygiene vor. Ludwig bewirkte daraufhin eine Ministerialentschließung, mit der das Wissenschaftsfach „Hygiene“ am 16. September 1865 zum Nominalfach ernannt wurde.[7] In den Folgejahren kämpfte er um die hygienische Sanierung der Stadt München. Bis 1883 erreichte er es, dass eine vorbildliche Trinkwasserversorgung eingerichtet und ein leistungsfähiges Abwassersystem (Schwemmkanalisation) eingerichtet und damit wesentlich verbesserte Lebensbedingungen in die Stadt brachten. 1882 erhob Bayerns König Max Pettenkofer in den Erbadel.

Von 1890 bis 1899 war er Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Ende 1893 emeritiert, gab er 1896 auch seine Tätigkeit an der Hofapotheke auf. Gegen Ende seines Lebens geriet er aber zunehmend ins wissenschaftliche Abseits, weil er in der Choleraforschung die bakteriologischen Erkenntnisse Robert Kochs nicht anerkennen wollte.[8] Zwar hatte er bereits 1869 die These aufgestellt, dass Cholera und Typhus durch spezifische Mikroorganismen und schlechte Umweltbedingungen hervorgerufen werden, aber ein Nachweis gelang ihm nicht. Das erfolgte erst 1892 durch Robert Koch (1843–1910), als Pettenkofer in einem Selbstversuch eine Vibrionen-Kultur zu sich nahm, ohne daran allzu schwer zu erkranken.

Geplagt von zunehmenden Schmerzen und starken Depressionen, erschoss sich Max von Pettenkofer im Alter von 82 Jahren in seiner Hofapotheker-Wohnung in der Münchner Residenz.[9] Die Obduktion ergab eine chronische Meningitis und Zerebralsklerose.

Grabstätte und NachlassBearbeiten

 
Grab von Max Pettenkofer auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Standort)

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 31 – Reihe 1 – Platz 33/34) (Standort).

Sein Nachlass wird in der Bayerischen Staatsbibliothek aufbewahrt und wissenschaftlich gepflegt.[10]

LeistungenBearbeiten

Pettenkofers anerkanntestes Arbeitsgebiet war die von ihm selbst definierte und mit Inhalt gefüllte Wissenschaft der Hygiene. Er setzte die Hygiene als eigenständigen Bereich der Medizin durch und erkannte zudem damit verbundene wirtschaftliche Aspekte. Daher sprach er auch Verwaltung und Ingenieure an und entwickelte eine Gesundheitstechnik, die zum Beispiel bei der Sanierung Münchens zum Einsatz kam. München verdankt Pettenkofer seine Kanalisation[11] und eine zentrale Trinkwasserversorgung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts galt München als eine der saubersten Städte Europas.

Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn waren Chemie und Physiologie die bevorzugten Arbeitsgebiete. Eine der bedeutendsten Leistungen Pettenkofers ist die Entdeckung von periodisch auftretenden Eigenschaften bei chemischen Elementen (1850). Er schuf damit eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung des Periodensystems der Elemente. Mangels Unterstützung durch die Bayerische Akademie der Wissenschaften konnte er seine Forschungen aber nicht weiter fortsetzen. Bei Justus von Liebig entwickelte er den Gallensäurenachweis und arbeitete am Königlichen Hauptmünzamt, wo er verbesserte Methoden zur Edelmetallschmelze und Münzherstellung (1848–1849) anwandte. 1844 entdeckte Pettenkofer das Kreatinin, ein wichtiges Stoffwechselprodukt des Muskelgewebes. Er beschrieb 1857 die Herstellung von Leuchtgas aus Holz (Holzgas) für die Städte Basel und München (1851) und untersuchte (um 1860 und später am Hygieneinstitut) zusammen mit dem Physiologen Carl Voit (1831–1908) Stoffwechselbilanzen. Bis heute werden Beatmungsapparate nach dem „Pettenkofer-Prinzip“ gebaut. Der von Justus von Liebig und Pettenkofer entwickelte Fleischextrakt („Suppenwürfel“ nach Liebig) wurde in industriellem Maßstab mit südamerikanischem Rindfleisch hergestellt.

Mit Carl Voit, dem Pathologen Ludwig Buhl und dem Botaniker Ludwig Radlkofer gab er ab 1865 die Zeitschrift für Biologie heraus.[1] Diese begleitete Pettenkofer 18 Jahre lang als der Herausgeber.

Später widmete sich Pettenkofer der Epidemiologie. Im Gegensatz zu seinen früheren Arbeiten haben diese Untersuchungen nur noch historischen Wert. Pettenkofer glaubte nicht, dass die Cholera, die 1854 auch in München ausbrach, allein von einem Erreger ausgelöst werde, sondern maß der Boden- und Grundwasserbeschaffenheit die Hauptbedeutung zu (Untersuchungen und Beobachtungen über die Verbreitung der Cholera, 1855). Diese Ansicht vertrat er jahrzehntelang, u. a. auf wissenschaftlichen „Cholera-Konferenzen“ wie beispielsweise der im Jahr 1867 in Weimar, und er hielt auch nach Robert Kochs Entdeckung des Erregers im Jahre 1884 daran fest.[12] Im Zusammenhang mit dem berühmten Zwiestreit mit Robert Koch über die Ursache der Cholera schluckte Pettenkofer am 7. Oktober 1892[13] sogar eine Kultur von Cholera-Bakterien. Er kam mit einer heftigen Diarrhöe davon, möglicherweise, weil er durch seine Erkrankung im Juli 1854 noch resistent gegen den Erreger war.[2] Pettenkofer vertrat die Ansicht, die Umweltbedingungen seien von erheblich größerer Bedeutung für die Entstehung einer Krankheit als die bloße Anwesenheit von Krankheitserregern. Er und einige seiner Schüler, die den Versuch wiederholten, erkrankten nicht oder nur leicht, wodurch sich Pettenkofer bestätigt sah. Allerdings irrte er insoweit, als er ein bestimmtes „contagiöses Element Y“ (Miasma) annahm, das – gleich einer chemischen Reaktion – die Entstehung einer Krankheit erst ermöglichte.[14] Die heute in der Epidemiologie übliche Ortsbesichtigung und ausgiebige statistische Erfassung und Auswertung des Seuchengeschehens wurde von Pettenkofer und seinen Schülern eingeführt.

Pettenkofer arbeitete streng naturwissenschaftlich-experimentell und gilt als Begründer der experimentellen Hygiene („Konditionalhygiene“).[1] Auch seine Untersuchungen zu Kleidung, Heizung, Lüftung, Kanalisation und Wasserversorgung trugen experimentelle Züge. Wie sein Lehrer v. Liebig war Pettenkofer ein Positivist, das heißt, er erkannte ausschließlich sichtbare, zum Beispiel in Experimenten gewonnene Tatsachen als Erkenntnisquelle an.

Pettenkofer unterlief ein Irrtum, der bis heute nachwirkt, indem viele Menschen glauben, es gebe eine „Atmende Wand“: Er stellte bei frühen Luftwechsel-Messungen in einem Zimmer fest, dass sich nach dem vermeintlichen Abdichten sämtlicher Fugen die Luftwechselrate weniger als erwartet verminderte. Daraus schlussfolgerte er einen erheblichen Luftaustausch durch die Ziegelwände hindurch. Vermutlich kam er nicht darauf, den Kamin eines im Raum befindlichen Ofens abzudichten. Luftaustausch durch die Zimmerwände hindurch sei, so Pettenkofer, ein wesentlicher Beitrag zur Reinigung der Raumluft.

Pettenkofer veröffentlichte insgesamt mehr als 20 Monographien und 200 Originalartikel in wissenschaftlichen und medizinischen Zeitschriften. Seine Verdienste als Begründer der Hygiene, Wegbereiter der Umweltmedizin, experimenteller Feldforscher, Chemiker und Ernährungsphysiologe waren und sind weltweit anerkannt. Die medizinische Chemie verdankt ihm zudem brauchbare Nachweismethoden für Arsen (Marshsche Probe[15]), Zucker und Harnbestandteile. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde er am 24. Januar 1900 in den preußischen Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste aufgenommen.[16]

Nach Pettenkofer ist der traditionelle hygienische Innenraumluftwert für CO2 benannt – die Pettenkofer-Zahl. Ihren Grenzwert gab Pettenkofer mit 0,10 % an.

 
Das Denkmal für Max von Pettenkofer befindet sich am Maximiliansplatz unweit vom Wittelsbacher Brunnen
 
5-DM-Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland von 1968 (Bildseite)

Mitgliedschaften und EhrungenBearbeiten

Benennungen nach PettenkoferBearbeiten

SchriftenBearbeiten

  • Sichere und Einfache Methode das arsenik von allen anderen ähnlichen Erscheinungen augenfällig zu unterscheiden, in: Repert. für Pharmacie 77,1842, S. 289.
  • Ueber Mikania Guaco,[21] Dr. C. Wolfsche Buchdruckerei, München 1844, OCLC 311961721 (Dissertation Universität von München: Inauguar-Abhandlung von Max Pettenkofer, Doktor Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe und approbierten Apotheker, 1844, 38 Seiten Digitalisat der Bayerischen Bibliothek, Signatur Diss 2126/3 (2012), kostenfrei, 42 Seiten im MDZ-Reader, kein Volltext verfügbar, PDF auf Anfrage).
  • Ueber das Vorkommen einer großen Menge Hippursäure im Menschenharne, Annalen der Chemie und Pharmacie 52 (1844) 86–90.
  • Notiz über eine neue Reaction auf Galle und Zucker, Annalen der Chemie und Pharmacie 52 (1844) 90–96.
  • Ueber die Affinirung des Goldes und über die grosse Verbreitung des Platins, München. gelehrte Anzeiger 24 (1847) 589–598.
  • Über Chemie in ihrem Verhältniss zur Physiologie und Patologie, 1848.
  • Ueber die regelmässigen Abstände der Aequivalentzahlen der sogenannten einfachen Radicale, München. Gelehrten Anzeiger 30 (1850) 261–272, Ann. d. Chemie u. Pharmacie 105 (1858) 187.
  • Ueber den Unterschied zwischen Luftheizung und Ofenheizung in ihrer Entwicklung auf die Zusammensetzung der Luft der beheizten Räume, Polytechn. Journal 119 (1851) 40–51; 282–290.
  • Untersuchungen und Beobachtungen über die Verbreitungsart der Cholera. München 1855.
  • Ueber die wichtigsten Grundsätze der Bereitung und Benützung des Holzleuchtgases, Journal für praktische Chemie 71 (1857), S. 385–393.
  • Ueber den Luftwechsel in Wohngebäuden. München 1858 (online)
  • Ueber das Haematonin der Alten und über Aventuringlas, Repert für Pharmacie 73, 1857, S.50–53.
  • Ueber den Luftwechsel in Wohngebäuden, 1858.
  • Berricht über Ventilations-Apparate, in: Abhandlungen der naturwissenschaftlich-technischen Commission bei der königlich-bayrischen Akademie, 2 1858, S.19–68 und 69–126.
  • Ueber die Bestimmung der freien Kohlensäure im Trinkwasser, J. f. prakt. Chemie 82, 32–40 (1861)
  • Ueber eine Methode, die Kohlensäure in der atmosphärischen Luft zu bestimmen in Journal für Praktische Chemie 85, 165–184 (1862)
  • Ueber die Respiration, in:Annalen der Chemie und Pharmacie, Suppl. 2, 1862/1863, S.1–52.
  • Ueber die Funktion der Kleider, in: Zeitschrift für Biologie, Heft 1, 1865 S.180–194.
  • Untersuchung über den Stoffverbrauch des normalen Menschen, in: Zeitschrift für Biologie, Heft 2, 1866 S.459–573.
  • Ueber den Stoffverbrauch bei Zuckerharnruhr, Z. f. Biol. 3 (1867) 380–444.
  • Boden und Grundwasser in ihren Beziehungen zu Cholera und Typhus. München 1869.
  • Beziehungen der Luft zu Kleidung, Wohnung und Boden : drei populäre Vorlesungen gehalten im Albert-Verein zu Dresden am 21., 23, und 25. März 1872. (1872) Volltext
  • Ueber Nahrungsmittel im Allgemeinen und über den Werth des Fleischextracts als Bestandtheil der menschlichen Nahrung insbesondere, Ann. d. Chemie u. Pharmacie 167 (1873) 271–292.
  • Vorträge über Canalisation und Abfuhr. München 1876.
  • Der Boden und sein Zusammenhang mit der Gesundheit des Menschen, Dtsch. Rundschau 29 (1881) 217–234.
  • Das Hygienische Institut der Königl. bayer. Ludwigs-Maximilians-Universität München (1882), online
  • Handbuch der Hygiene und der Gewerbekrankheiten (Zweiter Teil (online)), 1882.
  • Beleuchtung des königlichen Residenztheaters in München mit Gas und mit elektrischem Licht, Arch. f. Hygiene 1 (1883) 384–388.
  • Aetiologie des Abdomal-Typhus, in: Archiv für öffentliche Gesundheitspflege, 9, 1884, S.92–100.
  • Die Cholera, 1884.
  • München, eine gesunde Stadt, 1889
  • Die Verunreinigung der Isar durch das Schwemmsystem von München. München 1890.
  • Ueber die Selbstreinigung der Flüsse, in: Deutsche medizinische Wochenschrift, 17, 1891, S.1277–1281.
  • Choleraexplosionen und Trinkwasser, in: Münchener medizinische Wochenschrift, 48, 1894, S. 22–223 und 248–251.

LiteraturBearbeiten

  • Otto Neustätter: Max Pettenkofer (= Meister der Heilkunde. Band 7). Julius Springer, Wien 1925, DNB 361948220.
  • Edgar E. Hume: Max von Pettenkofer. New York 1927.
  • Karl Kißkalt: Max von Pettenkofer (= Große Naturforscher. Band 4). Wissenschaftliche Verlags-Gesellschaft, Stuttgart 1948, DNB 452425700.
  • Alfred Beyer: Max von Pettenkofer. Volk und Gesundheit, Berlin 1956, DNB 450438716.
  • Eintrag im Dictionary of Scientific Biography. Band 10, 1975, S. 556–563.
  • Harald Breyer: Max von Pettenkofer. Arzt im Vorfeld der Krankheit (= Humanisten der Tat). Hirzel, Leipzig 1985, DNB 850561493.
  • Karl Wieninger: Max von Pettenkofer. Hugendubel, München 1987, ISBN 3-88034-349-7.
  • Eberhard J. WormerPettenkofer, Max Josef. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 271–273 (Digitalisat).
  • Gregor Raschke: Die Choleratheorie Max von Pettenkofers im Kreuzfeuer der Kritik – Die Choleradiskussion und ihre Teilnehmer. Diss. TU München 2007, online (pdf, 146 S.)
  • Martin Weyer-von Schoultz: Max von Pettenkofer (1818-1901): Die Entstehung der modernen Hygiene aus den empirischen Studien menschlicher Lebensgrundlagen. Peter Lang 2005, ISBN 3631541198.
  • Nadine Yvonne Meyer: Das Hygieneinstitut der Ludwig-Maximilians-Universität München unter Max von Pettenkofer als internationale Ausbildungs- und Forschungsstätte (Dissertation, LMU München 2016, online (pdf))

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. a b c d Volker Klimpel: Über die Wissenschaftsbeziehungen zwischen Max von Pettenkofer und Rudolf Biedermann Günther. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 11, 1993, S. 333 f.
  2. a b c Dieter Wunderlich: Max Pettenkofer (2006)
  3. Werner Köhler: Pettenkofer, Max von, in: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/ New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1132.
  4. Max Leitschuh: Die Matrikeln der Oberklassen des Wilhelmsgymnasiums in München, 4 Bde., München 1970-1976; Bd. 4, S. 10.
  5. Peter Styra: Die Berchinger Familie Pettenkofer Oberpfäelzer Kulturbund, abgerufen am 20. März 2018 (PDF; 1,54 MB; Seite 4)
  6. 1849 beschrieb er als erster das Verfahren der Portlandzementherstellung präzise. Er bestätigte ausdrücklich die Bedeutung des Sinterns. Siehe Christoph Hackelsberger: Beton: Stein der Weisen?: Nachdenken über einen Baustoff Verlag Vieweg, Braunschweig/Wiesbaden 1988, S. 62
  7. Heinz Seeliger: 100 Jahre Lehrstuhl für Hygiene in Würzburg. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 6, 1988, S. 129–139, hier: S. 130.
  8. Pettenkofer, Max von (1818 – 1901) Bayerische Staatsbibliothek (Kurzbiografie + Linkliste), abgerufen am 20. März 2018.
  9. Lexikon der Forscher und Erfinder, S. 348/349 (Rowohlt-Taschenbuch-Verlag Reinbek 1997)
  10. Eintrag im OPACplus der Bayerischen Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Oktober 2013.
  11. siehe hierzu sein Gutachten von 1869: Das Kanal- oder Siel-System in München
  12. Axel Stefek: Das Weimarer Tonnensystem als Maßnahme der Stadthygiene. In: Wasser unter der Stadt. Bäche, Kanäle, Kläranlagen. Stadthygiene in Weimar vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Hrsg. von Axel Stefek für den Abwasserbetrieb Weimar. Weimar 2012, S. 75–123, hier S. 88–91.
  13. Volker Klimpel: Über die Wissenschaftsbeziehungen zwischen Max von Pettenkofer und Rudolf Biedermann Günther. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 11, 1993, S. 338.
  14. Gregor Raschke: Die Choleratheorie Max von Pettenkofers im Kreuzfeuer der Kritik – Die Choleradiskussion und ihre Teilnehmer Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Technischen Universität München - Klinikum rechts der Isar. Dissertation vom 25. Juni 2007, abgerufen am 20. März 2018 (PDF; 1 MB)
  15. J. E. Herberger, F. L. Winckler (Red.): Jahrbuch für practische Pharmacie und verwandte Fächer Pfälzische Gesellschaft für Pharmacie und Technik. Verlag Baur, Landau 1843, S. 193. Online bei Google Books.
  16. Der Orden Pour le Merite für Wissenschaft und Künste. Die Mitglieder des Ordens. Band II (1882–1952), Seite 158, Gebr. Mann Verlag, Berlin, 1978
  17. Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Bd. 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 188.
  18. Zwanglose Gesellschaft: Hundertfünfzig Jahre Zwanglose Gesellschaft München 1837–1987, Universitätsdruckerei und Verlag Dr. C. Wolf und Sohn KG, München 1987, 159 Seiten
  19. Max von Pettenkofer-Institut
  20. Pettenkofersches Verfahren im: Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann.
  21. Mikania Guaco, beinhaltet unter anderem den BitterstoffGuacin“, im: Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen von: Spectrum, Heidelberg.
VorgängerAmtNachfolger
Ignaz von DöllingerPräsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
1890 bis 1899
Karl Alfred Ritter von Zittel