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Franz Xaver Pettenkofer (* 3. Dezember 1783 in Pobenhausen; † 12. März 1850 in München) war ein deutscher Apotheker.

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LebenBearbeiten

Pettenkofer wurde 1823 als Oberfeldapotheker aufgrund seiner Verdienste zum bayerischen Hof- und Leibapotheker berufen.

Zusammen mit Johann Nepomuk von Fuchs entwickelte er beim Wiederaufbau des 1823 abgebrannten Königlichen Hof- und Nationaltheaters ein Verfahren, mit dem die Entflammbarkeit von Holz herabgesetzt werden sollte. Dabei kamen sie auf die Idee, Dekorationen und Gerüste mit Wasserglas zu überziehen. Später behandelten sie auch bemalte Kulissen mit dem feuerhemmenden Mittel, stellten dabei aber fest, dass dadurch Farbschäden auftraten. Deshalb gingen sie daran, Wasserglas mit anorganischen Farbpigmenten zu mischen. Das neue Malverfahren erhielt den Namen Stereochromie.[1]

Sein Neffe war Max von Pettenkofer.

LiteraturBearbeiten

  • Andenken an den königlich bayerischen Hof- und Leib-Apotheker Dr. F. Xav. Pettenkofer. Carl Wolf, München 1850, Digitalisat
  • Martin Weyer-von Schoultz: Max von Pettenkofer (1818–1901). Die Entstehung der modernen Hygiene aus den empirischen Studien menschlicher Lebensgrundlagen. Lang, Frankfurt am Main [u. a.] 2006, ISBN 3-631-54119-8, Ausschnitte

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Walter Ackermann: Johann Nepomuk Fuchs (1774-1856). Mineraloge und Chemiker. Die Oberpfalz, 2018, 106. Jahrgang, S. 92–96.