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Gundolf Keil

deutscher Medizinhistoriker

Gundolf Keil (* 17. Juli 1934 in Wartha-Frankenberg, Landkreis Frankenstein, Provinz Niederschlesien) ist ein deutscher Germanist und Medizinhistoriker. Er lehrte unter anderem von 1972 bis 2003 an der Universität Würzburg.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Gundolf Keil, Sohn eines kaufmännischen Direktors, besuchte nach der Vertreibung aus Niederschlesien die Grundschule in Rostock, wo er auch das Gymnasium besuchte. Im Oktober 1950 wechselte er nach Zürich und nach dem 1951 erfolgten Umzug in die Bundesrepublik Deutschland ging er zunächst ans Realgymnasium Ettlingen und besuchte dann das Hellenstein-Gymnasium in Heidenheim an der Brenz, wo er im Februar 1954 sein Abitur bestand.[1] Keil studierte Medizin, Germanistik, Volkskunde, Klassische Philologie und Geowissenschaften in Heidelberg, Göttingen und Bonn. Nach dem philologischen Staatsexamen wurde er 1961 bei Gerhard Eis mit dem Thema Die ‚Cirurgia‘ Peters von Ulm zum Dr. phil. promoviert. Seine Assistentenzeit verbrachte er in Göttingen und Bonn bei Gernot Rath und Johannes Steudel. 1968 legte er das medizinische Staatsexamen in Bonn ab und wurde 1969 zum Dr. med. promoviert. Im gleichen Jahr wurde er zum Professor für Germanistik an die Universität Stockholm berufen.

Seine Lehrbefugnis (venia legendi) für das Fachgebiet Geschichte der Medizin[2] erwarb er 1971 in Freiburg bei Eduard Seidler. Im Anschluss übernahm er kommissarisch das Amt des Direktors des Marburger Instituts für Geschichte der Medizin. Von 1972 bis 2002 war er ordentlicher Professor an der Universität Würzburg und stand zugleich dem dortigen Institut für Geschichte der Medizin vor, vom Sommersemester 2002 bis zum Wintersemester 2003/4 als kommissarischer Vorstand.[3] Gundolf Keil ist seit 2004 Emeritus. Keil ist Mitglied der Historischen Kommission für Schlesien.[4]

WirkenBearbeiten

Der wissenschaftliche Schwerpunkt von Keil ist die mittelalterliche und frühneuzeitliche Fachprosaforschung.[5] Er hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht unter anderem in den Bereichen Medizingeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Literaturgeschichte und zur Klassischen Philologie. So war er ab 1975 Herausgeber der Monographien-Reihe Würzburger medizinhistorische Forschungen, ab 1983 Herausgeber der Würzburger medizinhistorischen Mitteilungen[3] und in Weiterführung der Tradition ab 2005 von Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen[6] (seit 2015 Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung[7]). 2000 wurde er ordentliches Mitglied der Naturwissenschaftlichen Klasse der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. 2010 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Naturwissenschaftliche Klasse berufen.

Affäre um PromotionenBearbeiten

Keil betreute nach seinen eigenen Angaben insgesamt mindestens 250 Dissertationen.[8]

Die Universität Würzburg ging Vorwürfen nach, Keil habe Zahlungen für die Ausgabe von Dissertationen und wesentliche Hilfeleistungen angenommen; die Ständige Kommission fand in ihrem 22-seitigen Abschlussbericht vom 8. Juni 2007 den Verdacht naheliegend, dass „hier Zahlungen zum Vorteil jedenfalls der Medizinhistorischen Gesellschaft als Gegenleistung für die Ausgabe von Dissertationen und für wesentliche Hilfestellungen bei ihrer Erstellung erbracht wurden“.[8]

Der Präsident der Universität Würzburg folgte der Empfehlung, den Vorgang an die Staatsanwaltschaft zu übergeben. Die Vorwürfe der Geldannahme von Provisionsvermittlern konnten in sechs Fällen nachgewiesen werden. Keil wurde wegen Vorteilsannahme zu 90 Tagessätzen verurteilt.[9] Er erhielt 2009 einen Strafbefehl in Höhe von 14.400 Euro, in dem es hieß:[8] „Ihnen war bei Entgegennahme der genannten Geldbeträge bewusst, dass der Zeuge M. Ihnen die Geldbeträge auch vor dem Hintergrund überließ, dass über ihn ein erster Kontakt zu verschiedenen zukünftigen Doktoranden zustande kam (…).“

Weitere Konsequenzen waren nicht erfolgt. Eine anonyme Gruppe ehemaliger Institutsangehöriger[10] namens Freunde des Instituts für Geschichte der Medizin sandte im März 2011 ein 40-seitiges Dossier an Presse und Justiz.[8] Zu den Vorwürfen zählte, dass Keil an der Universität Würzburg eine „universitäre Doktorfabrik“ betrieben habe.[11] Die Universität Würzburg leitete eine Überprüfung der von Keil betreuten Dissertationen ein und stellte in Aussicht, Doktorgrade abzuerkennen, wenn sie „wissenschaftliche Mindeststandards“ nicht erfüllten.[12] Im November 2012 wurden in zwei Fällen Doktorgrade entzogen.[8][13][14]

Keil bot im Wintersemester 2012/13 als ordentlich emeritierter Ordinarius an der Universität Würzburg zwei Seminare an.[8]

ÄmterBearbeiten

  • Vorsitzender Physikalisch-Medizinische Gesellschaft Würzburg (seit 1974/75 und 1976)
  • Mitvorstand (seit 1982) und geschäftsführender Vorstand (seit 1986) des 1982 gegründeten und 1986 an die Universität übernommenen[15] Gerhard-Möbus-Institut für Schlesienforschung an der Universität Würzburg
  • Mitglied (seit 1986), Stiftungsratsvorsitzender (1991–2006), Stellvertretender Vorsitzender (2006–2009) der Stiftung Kulturwerk Schlesien
  • Vorstandsmitglied (ab 1982) und Ehrenvorsitzender (ab 2001) der am 14. Oktober 1982[16] gegründeten Würzburger medizinhistorischen Gesellschaft[17]
  • Geschäftsführender Vorstand der Studienstiftung des deutschen Volkes.[18]
  • Mitglied bzw. Vorstand weiterer in- und ausländischer wissenschaftshistorischer Gesellschaften.

Ehrungen und AuszeichnungenBearbeiten

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Die verworfenen Tage. In: Sudhoffs Archiv. Band 41, 1957, S. 27–58.
  • Der Botensegen. Eine Anweisung zur Wasserweihe bei der Wundbehandlung. In: Medizinische Monatsschrift. 11, 1957, S. 541–543.
  • Peter von Ulm und die Passauer Wundarznei. In: Ulm und Oberschwaben. 35, 1958, S. 139–157.
  • Das Arzneibuch Ortolfs von Baierland: Sein Umfang und sein Einfluß auf die „Cirurgia magistri Petri de Ulma“. In: Sudhoffs Archiv. Band 43, 1959, S. 20–60.
  • Die Bekämpfung des Ohrwurms nach Anweisungen spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher deutscher Arzneibücher. In: Zeitschrift für deutsche Philologie. 79, 1960, S. 176–200.
  • Der deutsche Branntweintraktat des Mittelalters: Texte und Quellenuntersuchungen. In: Centaurus. 7, 1960/61, S. 53–100.
  • Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Phil. Diss. Heidelberg 1960).
  • Die mittellateinische Übersetzung vom Harntraktat des „Bartholomäus“. Untersuchungen zur Wirkung der frühen deutschen Rezeptliteratur. In: Sudhoffs Archiv. 47, 1963, S. 417–455.
  • Bruchstück einer bisher unbekannten Avicenna-Handschrift des 13. Jahrhunderts. In: Gernot Rath, Heinrich Schipperges (Hrsg.): Medizingeschichte im Spektrum. Festschrift Johannes Steudel. Wiesbaden 1966 (= Sudhoffs Archiv. Beiheft 7), S. 82–92.
  • Die Niederlassungsankündigung eines Wundarztes aus dem 15. Jahrhundert. Untersuchungen zum ärztlichen Werbe-Formular. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur. 89, 1967, S. 302–318.
  • Die Grazer frühmittelhochdeutschen Monatsregeln und ihre Quelle. In: Gundolf Keil, Rainer Rudolf, Wolfram Schmitt, Hans Josef Vermeer (Hrsg.): Fachliteratur des Mittelalters. Festschrift Gerhard Eis. Metzler, Stuttgart 1968, S. 131–146.
  • Ortolfs Arzneibuch. Ergänzungen zu James Follans Ausgabe. In: Sudhoffs Archiv. 53, 1969, S. 119–152.
  • Der ‚kurze Harntraktat‘ des Breslauer ‚Codex Salernitanus‘ und seine Sippe. Medizinische Dissertation Bonn 1969; in Kommission bei C.-E. Kohlhauer, Feuchtwangen 1969.
  • Zur Datierung des ‚Antidotarium Nicolai‘. In: Sudhoffs Archiv. 62, 1978, S. 190–196; auch in Klaus O. Kern (Hrsg.): Wissenschaftliche Verbindung Cimbria zu Heidelberg. Festschrift zum 100jährigen Bestehen. Heidelberg 1976, S. 28–36.
  • als Hrsg.: Chirurgia magna Guidonis de Gauliaco, nunc demum suae primae integritati restituta à Laurentio Jouberto. Lyon 1585; Neudruck Darmstadt 1976; 2. Auflage ebenda 1980.
  • Zur Geschichte der plastischen Chirurgie. In: Laryngologie Rhinologie Otologie. Band 57, 1978, S. 581–591.
  • Prosa und gebundene Rede im medizinischen Kurztraktat des Hoch- und Spätmittelalters. In: Poesie und Gebrauchsliteratur im deutschen Mittelalter. Würzburger Colloquium 1978. Hrsg. von Volker Honemann, Kurt Ruh, Bernhard Schnell und Werner Wegstein, Tübingen 1979, S. 76–94.
  • Sudhoffs Sicht vom deutschen medizinischen Mittelalter. In: Nachrichtenblatt der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik. Band 31, 1981, S. 94–129.
  • als Hrsg.: „gelêrter der arzenîe, ouch apotêker“: Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte. Festschrift Willem F. Daems (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. 24). Wellm, Pattensen 1982, ISBN 3-921456-35-5.
  • „Gart“, „Herbarius“, „Hortus“. Anmerkungen zu den ältesten Kräuterbuch-Inkunabeln. In: Gundolf Keil (Hrsg.): „gelêrter der arzenîe, ouch apotêker“: Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte. Festschrift Willem F. Daems (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. 24). Wellm, Pattensen 1982, ISBN 3-921456-35-5, S. 589–635.
  • als Hrsg. (zusammen mit Peter Assion, Willem Frans Daems und Heinz-Ulrich Röhl): Fachprosa-Studien. Beiträge zur mittelalterlichen Wissenschafts- und Geistesgeschichte. (Festschrift Gerhard Eis) E. Schmidt, Berlin 1982, ISBN 3-503-01269-9.
  • Der medizinische Kurztraktat in der deutschen Literatur des Mittelalters. In: Ingo Reiffenstein (Hrsg.): Beiträge zur Überlieferung und Beschreibung deutscher Texte des Mittelalters. Göppingen 1983 (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik, 402), S. 41–114.
  • Zur Frage der kurativ-konsiliarischen Tätigkeit des mittelalterlichen deutschen Apothekers. In: Peter Dilg u a. (Hrsg.): Perspektiven der Pharmaziegeschichte. Festschrift Rudolf Schmitz. Graz 1983, S. 181–196.
  • als Hrsg.: Vom Einfluss der Gestirne auf die Gesundheit und den Charakter des Menschen. Das ‘Iatromathematische Hausbuch’, dargestellt am Nürnberger Kodex Schürstab. Band 1: Faksimile, Band 2: Kommentar zur Faksimile-Ausgabe des Manuskriptes C 54 der Zentralbibliothek Zürich. Unter Mitwirkung von Friedrich Lenhardt und Christoph Weißer sowie einem Vorwort von Huldrych M. Koelbing, Faksimile-Verlag, Luzern/Wien/Berlin u. a. 1981–1983, ISBN 3-85672-013-8.
  • Die Frau als Ärztin und Patientin in der medizinischen Fachprosa des deutschen Mittelalters. In: Harry Kühnel, Franz Hundsnurscher (Hrsg.): Frau und spätmittelalterlicher Alltag. Internationaler Kongreß Krems an der Donau 2.–5. Oktober 1984. Wien 1986 (= Veröffentlichungen des Instituts für mittelalterliche Realienkunde Österreichs. Band 9), S. 157–211.
  • Organisationsformen medizinischen Wissens. In: Norbert Richard Wolf (Hrsg.): Wissensorganisierende und wissensvermittelnde Literatur im Mittelalter. Perspektiven ihrer Erforschung. Kolloquium 5.–7. Dezember 1985. Wiesbaden 1987 (= Wissensliteratur im Mittelalter. Schriften des Sonderforschungsbereichs 226 Würzburg/Eichstätt. Band 1), S. 221–245.
  • „weme daz herze von leids wegen wê tuot“. Psychiatrisches in altdeutschen Rezepten. In: Hans-Jürgen Friede, Götz-Erik Trott (Hrsg.): Depression in Kindheit und Jugend. Huber, Bern/Stuttgart/Toronto 1988, ISBN 3-456-81731-2, S. 11–21.
  • Der anatomei-Begriff in der Paracelsischen Krankheitslehre. Mit einem wirkungsgeschichtlichen Ausblick auf Samuel Hahnemann. In: Hartmut Boockmann, Bernd Moeller, Karl Stackmann (Hrsg.): Lebenslehren und Weltentwürfe im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Politik – Bildung – Naturkunde – Theologie. Bericht über Kolloquien der Kommission zur Erforschung der Kultur des Spätmittelalters 1983 bis 1987 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen: philologisch-historische Klasse. Folge III, Nr. 179). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1989, ISBN 3-525-82463-7, S. 336–351.
  • Ortolfs chirurgischer Traktat und das Aufkommen der medizinischen Demonstrationszeichnung. In: Wolfgang Harms (Hrsg.): Text und Bild, Bild und Text. DFG-Symposion 1988. Stuttgart 1990 (= Germanistische Symposien. Berichtsband 11), S. 134, 137–149, 216–221 und 237 f.
  • Apercus zur Geschichte der Gefäßchirurgie. In: Martin Sperling (Hrsg.): Gefahren, Fehler und Erfolge in der vaskulären Chirurgie und ihre Wirklichkeit. Karger, Basel u. a. 1991, ISBN 3-8055-5533-4, S. 13–21.
  • Die Texte des „Kodex Berleburg“ im Spiegel altdeutscher Fachprosa. In: Werner Dressendörfer, Gundolf Keil, Wolf-Dieter Müller-Jahncke (Hrsg.): Älterer deutscher „Macer“ – Ortolf von Baierland „Arzneibuch“ – „Herbar“ des Bernhard von Breidenbach – Färber- und Maler-Rezepte. Die oberrheinische medizinische Sammelhandschrift des Kodex Berleburg (Berleburg, Fürstlich Sayn-Wittgenstein’sche Bibliothek, Cod. RT 2/6). Einführung zu den Texten, Beschreibung der Pflanzenabbildungen und der Handschrift (= Codices illuminati medii aevi. 13). Edition Lengenfelder, München 1991, ISBN 3-89219-013-5, S. 19–74.
  • Der Hausvater als Arzt. In: Trude Ehlert (Hrsg.): Haushalt und Familie in Mittelalter und früher Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 6.–9. Juni 1990 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4156-X, S. 219–243.
  • Das älteste niederländische Rezept und seine Quellen. In: Scientiarum Historia. Band 17, 1991, S. 5–16.
  • Heinrich von Pfalzpaint und die plastische Chirurgie der Haut. In: Günter Burg, Albert A. Hartmann, Birger Konz (Hrsg.): Onkologische Dermatologie. Neue Aspekte, altersbedingte Besonderheiten. 14. Jahrestagung der Vereinigung für operative und onkologische Dermatologie vom 10.–12. Mai 1991 in Würzburg. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 1992, ISBN 3-540-55768-7, S. 3–11.
  • Lexer und die medizinische Fachsprache. In: Horst Brunner (Hrsg.): Matthias von Lexer. Beiträge zu seinem Leben und Schaffen (= Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Beiheft 80). Steiner, Stuttgart 1993, ISBN 3-515-06357-9, S. 141–157.
  • ‘regimen sanitatis – râtes leben’: Gesundheitsregeln des Mittelalters. In: Ria Jansen-Sieben, Frank Daelemans (Hrsg.): Voeding en geneeskunde/Alimentation et médecine. Acten van het colloquium Brussel [...] 1990. Brüssel 1993 (= Archief- en bibliotheekwezen in België. Extranummer 41), S. 95–124.
  • als Hrsg. (Redaktion: Johannes G. Mayer und Christian Naser): „ein teutsch puech machen“. Untersuchungen zur landessprachlichen Vermittlung medizinischen Wissens (= Ortolf-Studien. Band 1). Reichert, Wiesbaden 1993 (= Wissensliteratur im Mittelalter. Schriften des Sonderforschungsbereichs 226 Würzburg/Eichstätt. Band 11), ISBN 3-88226-539-6.
  • Ipokras. Personalautoritative Legitimation in der mittelalterlichen Medizin. In: Peter Wunderli (Hrsg.): Herkunft und Ursprung. Historische und mythische Formen der Legitimation. (Akten des Gerda-Henkel-Kolloquiums, veranstaltet vom Forschungsinstitut für Mittelalter und Renaissance der [...] Universität Düsseldorf, 13. bis 15. Oktober 1991). Jan Thorbecke, Sigmaringen 1994, S. 157–177.
  • (Hrsg.): Würzburger Fachprosa-Studien. Beiträge zur mittelalterlichen Medizin-, Pharmazie- und Standesgeschichte aus dem Würzburger Medizinhistorischen Institut. Festschrift für Michael Holler (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. 38). Königshausen & Neumann, Würzburg 1995, ISBN 3-8260-1113-9.
  • (Hrsg.) mit Josef Joachim Menzel (Hrsg.): Anfänge und Entwicklung der deutschen Sprache im mittelalterlichen Schlesien. Verhandlungen des VIII. Symposions vom 2. bis 4. November in Würzburg 1989. Sigmaringen 1995 (= Schlesische Forschungen. Veröffentlichungen des Gerhard-Möbus-Instituts für Schlesienforschung an der Universität Würzburg. Band 6).
  • Technisches und wissenschaftliches Schrifttum im mittelalterlichen Schlesien. In: Gundolf Keil, Josef Joachim Menzel (Hrsg.): Anfänge und Entwicklung der deutschen Sprache im mittelalterlichen Schlesien. Verhandlungen des VIII. Symposions vom 2. bis 4. November in Würzburg 1989. Sigmaringen 1995 (= Schlesische Forschungen. Veröffentlichungen des Gerhard-Möbus-Instituts für Schlesienforschung an der Universität Würzburg. Band 6), S. 183–218.
  • mit Michael Freyer: Geschichte des medizinisch-naturkundlichen Unterrichts. Einführung in Grundlagen und Verlauf der Entwicklung eines neuen Lehrgebiets. Filander-Verlag, Fürth 1997, ISBN 3-930831-08-2.
  • mit Knut Bentele: Die ‘Würzburger Wundarznei’. Anmerkungen zu einem neugefundenen Arzneimittel-Handbuch des Spätmittelalters. In: Peter Jörg Becker, Eva Bliembach, Holger Nickel, Renate Schipke, Giuliano Staccioli (Hrsgg.): Scrinum Berolinense. (Festschrift Tilo Brandis) 2 Bände, Berlin 2000 (= Beiträge der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz zu Berlin. Band 10), Band 1, S. 358–387.
  • „Es hat vnser libe fraw gesprochen in dem puch der libe: ‚Ich pin ein plvm des tals vnd auch des grvnen waldes‘“: Die Einführung der Convallarin-Glykoside als Hinweis auf mährisch-schlesische Provenienz. In: Iva Kratochvilová, Lenka Vaňková (Hrsg.): Germanistik im Spiegel der Generationen. Festschrift Zdeněk Masařík. Opava/ Ostrava 2004, S. 72–132.
  • Das „Wässerbüchlein“ Gabriels von Lebenstein und die „Oberschlesischen Roger-Aphorismen“. Beobachtungen zu Wirkungsgeschichte und Provenienz. In: Fachprosaforschungen – Grenzüberschreitungen. Band 1, 2005 (2007), S. 105–154.
  • Jan Yperman und die niederländische Chirurgie im Spätmittelalter. In: Sarton Chair of the History of Sciences: Sartonia. Band 19, (Gent) 2006, S. 99 und 104–136.
  • Das ‘Breslauer Arzneibuch’ und sein fachliterarisches Umfeld. In: Jahrbuch der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau. Band 47/48, 2006/2007 (2008), S. 27–46.
  • Die absteigende Konsistenzreihe als makrostrukturelles Gliederungsprinzip in wundärztlichen Arzneimittelhandbüchern des Spätmittelalters. In: Jürgen Kiefer (Hrsg.): Parerga – Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte: in memoriam Horst Rudolf Abe. Erfurt 2007 (= Sonderschriften der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. Ohne Bandzahl), S. 9–22.
  • „Isaak künig Salomons sun machte in Arabia ein buoch, daz Got nie bezzerz geschuof“ – Die Repräsentanz der Schule von Kairouan im Würzburg und Breslau des 13. Jahrhundert. In: Mamoun Fansa u. a. (Hrsg.): Ex oriente lux? Wege zur neuzeitlichen Wissenschaft. Begleitband zur Sonderausstellung [...] im Augusteum Oldenburg. Mainz/ Oldenburg 2009 (= Schriftenreihe des Landesmuseums für Natur und Mensch. Band 70), S. 212–225 und 495–526.
  • Arzt und Patientin im Mittelalter. In: Anja Hesse, Hans-Joachim Behr u. a. (Hrsg.): TABU: Über den gesellschaftlichen Umgang mit Ekel und Scham. Berlin 2009 (= Braunschweiger kulturwissenschaftliche Studien. Veröffentlichungen des Fachbereichs Kultur der Stadt Braunschweig. Band 1), S. 161–200.
  • Farbe und Struktur im wundärztlichen Rezeptaren des deutschen Mittelalters. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 4/5, 2008/2009 (2010), S. 47–46.
  • „[…] daz crütlein, daz man mir zuo Kammerach zuog“: Anton Trutmann als spätmittelalterlicher Phytopharmazeut zwischen Deutschland, Frankreich und er Schweiz. In: Botanische Gärten und botanische Forschungsreixen. Beiträge der Tagung vom 7. bis 9. Mai 2010 an der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. Aachen 2011 (= Europäische Wissenschaftsbeziehungen. Band 3), S. 3–34.
  • Heilkunde bei den Germanen. In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): Reallexikon der germanischen Altertumskunde. 2., völlig neu bearbeitete Auflage. Begründet von Heinrich Beck, Herbert Jankuhn, Hans Kuhn und Reinhard Wenskus. Redigiert von Rosemarie Müller, 35 Bände und 2 Registerbände, Berlin/New York (1968–)1973–2008, hier: Ergänzungs-Band 77: Altertumskunde – Altertumswissenschaft – Kulturwissenschaft: Erträge und Perspektiven nach 40 Jahren Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Berlin/Boston 2012, S. 317–388.
  • Die Berg-Art des Wassers. Geologische Hydrologie spätmittelalterlicher Bäderheilkunde. In: Ingrid Kästner, Jürgen Kiefer (Hrsg.): Beschreibung, Vermessung und Visualisierung der Welt. Beiträge der Tagung vom 6. bis 8. Mai 2011 an der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. Aachen 2012 (= Europäische Wissenschaftsbeziehungen. Band 4), S. 17–40.
  • „blutken – bloedekijn“. Anmerkungen zur Ätiologie der Hyposphagma-Genese im ‚Pommersfelder schlesischen Augenbüchlein‘ (1. Drittel des 15. Jahrhunderts). Mit einer Übersicht über die augenheilkundlichen Texte des deutschen Mittelalters. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. 8/9, 2012/2013, S. 7–175.
  • „dits die beste raet die icker toe can gegeuen genomen vte platearise“. Quellenkundliche Anmerkungen zu Ypermans Medicine. In: Geneeskunde in nederlandstalige teksten tot 1600. Koninklijke Academie voor Geneeskunde van België, Brüssel 2012 (2013), ISBN 978-90-75273-29-8, S. 93–137.
  • Die Bartflechte als Lebensmittel. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 35, 2016, S. 107–121.
  • diverse Artikel in: Lexikon des Mittelalters. München/Zürich 1977 ff., etwa
    • Chirurg, Chirurgie. Band 2 (1983), Sp. 1845–1860.
  • als Hrsg. mit Christoph Weißer (Schriftleiter) und Marianne Halbleib (Redaktion): Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Deutscher Wissenschafts-Verlag, Baden-Baden 2005 ff., 2015 weitergeführt unter dem Titel Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.
Als Co-Autor
  • mit Wolfram Schmitt: Nachträge zum Verfasserlexikon. In: Studia neophilologica. Band 39, 1967, S. 80–107.
  • mit Willy Louis Braekman: Die ‚Vlaamsche Leringe van orinen‘ in einer niederfränkischen Fassung des 14. Jahrhunderts. Randbemerkungen zur Gliederung des mittelalterlichen Harntraktats. In: Niederfränkische Mitteilungen. Band 24, 1968, S. 75–125.
  • mit Peter Assion (Hrsg.): Fachprosaforschung. Acht Vorträge zur mittelalterlichen Artesliteratur. E. Schmidt, Berlin 1974, ISBN 3-503-00743-1.
  • mit Heinz-Ulrich Röhl: Gliederungsprobleme bei der ‘Kleinen Chirurgie’ Lanfranks. In: Jószef Antall u. a. (Hrsg.): Acta Congressus internationalis XIV historiae artis medicinae, 25–31 Augusti 1974 Budapestini. 2 Bände, Budapest 1976, Band 2, S. 1373–1392.
  • mit Willem Frans Daems: Paracelsus und die „Franzosen“. Beobachtungen zur Venerologie Hohenheims. Teil I: Pathologie und nosologisches Konzept. In: Nova Acta Paracelsica. 9, 1977, S. 99–151.
  • mit Roman Hippéli: Zehn Monde Menschwerdung. Ein Schöpfungsbericht „Vom Ei bis zur Geburt“, gezeichnet, erzählt und ausgeschmückt mit Themen aus des Reihe „Ars phanatomica“ von Roman Hippéli und Gundolf Keil. Biberach a. d. Riß 1982, 4. Auflage ebenda 1984.
  • mit Peter Proff und Werner Friedrich Kümmel: Caspar Stromayr, Practica copiosa von dem rechten Grundt deß Bruch Schnidts (Lindau, 1559–67), & Jakob Ruëff, Practica in arte ophthalmica copiosa (Zürich, um 1550). Band 1: Faksimile, Band 2: Kommentar zur Faksimile-Ausgabe unter besonderer Berücksichtigung der Paracelsus-Rezeption und der Kommunikationsstruktur in chirurgischen Geheimbüchern der frühen Neuzeit. München 1978 (Band 1) und 1983 (Band 1 und 2).
    • mit Peter Proff: Kommentar zur Faksimile-Ausgabe unter besonderer Berücksichtigung der Paracelsus-Rezeption und der Kommunikationsstruktur in chirurgischen Geheimbüchern der frühen Neuzeit. In: Practica copiosa von dem Rechten Grundt deß Bruch Schnidts. Facsimilia Art & Edition Ebert, Darmstadt 1994, ISBN 3-929230-02-X.
  • mit Lothar Bossle, Josef Joachim Menzel und Eberhard Gunter Schulz (Hrsg.): Nationalsozialismus und Widerstand in Schlesien (= Schlesische Forschungen. 3). Thorbecke, Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-5853-5.
  • mit Antoni Jonecko: Studien zum Dichterarzt Nikolaus von Polen. Eine Skizze des mittelalterlichen Arztes und Dichters unter besonderer Akzentuierung seiner „Antipocras“-Streitschrift, seiner „Experimenta“, der „Chirurgie“ sowie seiner Verbindungen nach Schlesien. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. 11, 1993, S. 205–225.
  • mit Josef Joachim Menzel (Hrsg.): Anfänge und Entwicklung der deutschen Sprache im mittelalterlichen Schlesien. Vom 2. bis 4. November in Würzburg 1989. Thorbecke, Sigmaringen 1995, ISBN 3-7995-5856-X.
  • mit Rolf Müller: Deutsche Lanfrank-Übersetzungen des 14. und 15. Jahrhunderts. Zur Wertung der Lanfrank-Zitate in Brunschwigs „Chirurgie“. In: Hans-Heinz Eulner, Gunter Mann, Gert Preiser, Rolf Winau, Otto Winkelmann (Hrsg.): Medizingeschichte in unserer Zeit. Festgabe für Edith Heischkel-Artelt und Walter Artelt zum 65. Geburtstag. Enke, Stuttgart 1971, ISBN 3-432-01698-0, S. 90–110.
  • mit Rudolf Peitz: „Decem quaestiones de medicorum statu“. Beobachtungen zum Fakultätenstreit und zum mittelalterlichen Unterrichtsplan Ingolstadts. In: Gundolf Keil, Bernd Moeller, Winfried Trusen (Hrsg.): Der Humanismus und die oberen Fakultäten. (= Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission für Humanismusforschung. Band 14). Acta Humaniora, Weinheim/ Bonn 1987, ISBN 3-527-17016-2, S. 215–238.
  • mit Paul Schnitzer (Hrsg.): Das Lorscher Arzneibuch und die frühmittelalterliche Medizin. Verhandlungen des medizinhistorischen Symposiums im September 1989 in Lorsch. (= Geschichtsblätter für den Kreis Bergstraße. Sonderband 12). Laurissa, Lorsch 1991, ISBN 3-922781-74-8.
  • (Hrsg.): Das Lorscher Arzneibuch. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 3-8047-1078-6.
    • I. Band: Faksimile der Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg
    • I. I. Band: Übersetzung der Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg. Von Ulrich Stoll und Gundolf Keil. Unter Mitwirkung von Albert Ohlmeyer
  • mit Werner Er. Gerabek: Roger Frugardi und die Tradition langobardischer Chirurgie. In: Sudhoffs Archiv. Band 86, 2002, S. 1–26.
  • mit Hans-Georg Stephan: Der Chirurg von der Weser (ca. 1200–1265) – ein Glücksfall der Archäologie und Medizingeschichte. In: Sudhoffs Archiv. Band 77, 1993 S. 174–192.
  • mit Dagmar Schelletter und Anne Rappert: Aphorismen zur Arzneiform „Salbe“ unter besonderer Berücksichtigung chirurgischer Fachprosa des deutschen Mittelalters. In: Menso Folkerts, Stefan Kirschner, Andreas Kühne (Hrsg.): Pratum floridum. Festschrift Brigitte Hoppe. Augsburg 2002 (= [Münchner Universitätsschriften:] Algorismus. Studien zur Geschichte der Mathematik und der Naturwissenschaften. Band 38), S. 369–403.
  • mit Christian Crone und Anne Rappert: Arzneiöle als formbestimmendes Element in der chirurgischen Fachliteratur des Spätmittelalters. In: Christoph Friedrich, Sabine Bernschneider-Reif, Daniela Schierhorn (Hrsg.): Rosarium litterarum. Beiträge zur Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte. Festschrift Peter Dilg. Eschborn 2003, S. 66–104.
  • mit Petra Hille und Annes Rappert: Die Arzneiform Pulver in der chirurgischen Fachliteratur des Hoch- und Spätmittelalters. In: István Gazda u. a. (Hrsg.): Ditor ut ditem. Tanulmányok Schultheisz Emil professzor 80. születésnapjára. Budapest 2003 (= Magyar tudomanytörténeti szemle könyvtára. Band 36), S. 54–104.
  • als Mitherausgeber und Verfasser diverser Artikel: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. Begr. von Wolfgang Stammler. Fortgef. von Karl Langosch. Hrsg. von Burghart Wachinger. De Gruyter, Berlin/ New York, ISBN 978-3-11-022248-7.
  • mit Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage und Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 3-11-015714-4; 2. Auflage (in 3 Bänden) ebenda 2009.
  • mit Hans Michael Wellmer: Das ‘Würzburger chirurgische Rezeptar’. Untersuchungen zu einer wundärztlichen Formelsammlung des späten 15. Jahrhunderts mit Textausgabe. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 1, 2005 (2007), S. 35–103.
  • mit Lenka Vaňková: Mesuë a jeho ‘Grabadin’. Standardní dílo středovĕké farmacie / Mesuë und sein ‘Grabadin’. Ein Standardwerk der mittelalterlichen Pharmazie. Edition – Übersetzung – Kommentar / Edice – Přzeklad – Komentař. Tilia, Šenov u Ostravy (Ostrava) 2005. ISBN 80-7042-685-3.
  • mit Bernhard Dietrich Haage, Wolfgang Wegner und Helga Haage-Naber: Deutsche Fachliteratur der Artes im Mittelalter. Berlin 2007 (= Grundlagen der Germanistik. Band 43).
  • mit Immo Schild (Hrsg.): Sebald Mulner im ‘Ansbacher Arzneibuch’: ‘Wässertraktat’ – ‘Ölbuch’ – ‘Rezeptar’. In: Alfred Reichling (Hrsg.): Organista et homo ductus. Festschrift Rudolf Walter zum 90. Geburtstag. Sankt Augustin 2008, S. 273–292.
  • mit Hilde-Marie Groß: Die große Zeit schlesischer Fachliteratur – das 12. und 13. Jahrhundert. Mit einem Ausblick bis 1500. In: Dan Gawrecki (Hrsg.): K periodizaci dějin sleszka. Sbornik z pracovního zasedáni v Opavě 11.–12. prosince 2007. Troppau 2008, S. 75–102.
  • mit Christine Wolf: Chirurgische Fachprosa des 13. bis 15. Jahrhunderts in Schlesien, Nordmähren und Nordböhmen. In: Ralf G. Päsler, Dietrich Schmidtke (Hrsg.): Deutschsprachige Literatur des Mittelalters im östlichen Europa. Forschungsstand und Forschungsperspektiven. Heidelberg 2006, S. 383–426.
  • mit Jörg Siegfried Kotsch: Das „Erlauer Frauenbüchlein“. Untersuchungen zu einem gynäkologischen Rezeptar aus dem spätmittelalterlichen Oberungarn. Text und Kommentar. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 4/5, 2008/2009 (2010), S. 47–112.
  • mit Christine Wolf: Die „Römische Chirurgie“. Anmerkungen zu einem schlesischen Arzneimittel-Handbuch aus dem spätmittelalterlichen Kloster Farfa. In: Mechthild Habermann (Hrsg.): Textsortentypologien und Textallianzen des 13. und 14. Jahrhunderts. Berlin 2011 (= Berliner sprachwissenschaftliche Studien. Band 22), S. 201–266.
  • mit Christine Wolf: Acht Wundtrank-Rezepte aus der „Hübsch Chirurgia“ des Niklas von Mumpelier. In: Heinrich F. K. Männl, Rudolf Fritsch, Barbara Gießmann (Hrsg.): Forschungsbeiträge der Naturwissenschaftlichen Klasse (= Schriften der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste. Band 31) München 2011, S. 55–80.
  • mit Hilde-Marie Groß und Christine Wolf: Das ‘Breslauer Arzneibuch’ (13. Jh.) im ‘Olmützer medizinischen Kompendium’ (15. Jh.). Beobachtungen zur Kompilationsleittechnik anhand einiger Versatzstücke. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 7, 2011, S. 27–27.
  • mit Jürgen Kiefer: Das ‘Erfurter Kartäuserregimen’. Anmerkungen zu Inhalt, Aufbau und Verfasserfrage einer klösterlichen Gesundheitslehre des 15. Jahrhunderts. In: Jürgen Kiefer (Hrsg.): Heilkunde und Heilmittel. Zu Erwerb und Transfer von medizinisch-pharmazeutischem Wissen in Europa. Festschrift Ingrid Kästner. Aachen 2013 (= Europäische Wissenschaftsbeziehungen. Band 5), S. 217–259.
  • mit Christine Wolf: Das führende Kräuterbuch als transporter: Altdeutsche Fachprosa in Johann WONNECKES ‘Gart’. In: Ingrid Kästner u a. (Hrsg.): Erkunden, Sammeln, Notieren und Vermitteln – Wissenschaft im Gepäck von Handelsleuten, Diplomaten und Missionaren. Aachen 2014 (= Europäische Wissenschaftsbeziehungen. Band 7), S. 37–74.

LiteraturBearbeiten

  • Josef Domes, Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Christoph Weißer, Volker Zimmermann (Hrsg.): Licht der Natur. Medizin in Fachliteratur und Dichtung. Festschrift für Gundolf Keil zum 60. Geburtstag. Kümmerle, Göppingen 1994, ISBN 3-87452-829-4.
  • Konrad Goehl, Johannes Gottfried Mayer (Hrsg.): Editionen und Studien zur lateinischen und deutschen Fachprosa des Mittelalters. Festgabe für Gundolf Keil. Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1851-6.
  • Dominik Groß, Monika Reininger (Hrsg.): Medizin in Geschichte, Philologie und Ethnologie. Festschrift für Gundolf Keil. Königshausen & Neumann, Würzburg 2003, ISBN 3-8260-2176-2, insbesondere S. 5 (Vorwort) und 411–471 (Verzeichnis der Veröffentlichungen von Gundolf Keil, zusammengestellt von Christoph Weißer und Carolin Schmidt)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Werner E. Gerabek: Laudatio anläßlich des 60. Geburtstages von Professor Dr. med. Dr. phil. Gundolf Keil am 17. Juli 1994. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 13, 1995, S. 533–535.
  2. Gundolf Keil: Die urognostische Praxis in vor- und frühsalernitanischer Zeit. Medizinische Habilitationsschrift Freiburg im Breisgau 1970.
  3. a b Dominik Groß, Monika Reiniger: Medizin in Geschichte, Philologie und Ethnologie. Festschrift für Gundolf Keil. Königshausen & Neumann, Würzburg 2003, S. 5.
  4. Mitgliederverzeichnis
  5. Gundolf Keil: Literaturbegriff und Fachprosaforschung. In: Jahrbuch für Internationale Germanistik 2, 1970, Nr. 1, S. 95–102.
  6. DWV: Fachprosaforschung - Grenzüberschreitungen
  7. DWV: Medizinhistorische Mitteilungen
  8. a b c d e f Daniel Müller: Promotionen: Würzburger Doktorfabrik. In: Die Zeit. Nr. 47, 15. November 2012.
  9. Olaf Przybilla: Uni Würzburg – eine Doktorfabrik? – Die Angst vor dem Déjà-vu. In: Süddeutsche Zeitung. 31. März 2011.
  10. Armin Geus: Aufhören: Berichte aus den nachgelassenen Papieren eines heiteren Chronisten. (= Nebensachen und Seitenblicke. Heft 13). Basilisken-Presse, Marburg an der Lahn 2014, ISBN 978-3-941365-46-9, S. 24.
  11. Olaf Przybilla: Vorwürfe gegen die Universität Würzburg – Die Doktorfabrik. In: Süddeutsche Zeitung. 1. Juni 2011 (Interview mit Unipräsident Alfred Forchel und dem Dekan der medizinischen Fakultät Matthias Frosch)
  12. Hermann Horstkotte: Entziehung des Doktortitels: Ramschware Dr. med. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 26. Oktober 2011.
  13. Manfred Schweidler: Uni nimmt zwei Doktoren Titel ab. In: Mainpost. 7. November 2012.
  14. Ralph Bauer: Plagiatsaffäre zieht weiter Kreise - Zwei Doktoren sollen nun ihren Titel verlieren@1@2Vorlage:Toter Link/www.swp.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. In: Südwest Presse. 9. November 2012.
  15. Wolfgang Freericks: Begrüßungsansprache zur Verleihung des Georg-Dehio Preises 1997. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 17, 1998, S. 565–567; hier: S. 566.
  16. Gundolf Keil: Zehn Jahre ‚Würzburger medizinhistorisches Kolloquium‘. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 9, 1991, S. 5–9; hier: S. 5.
  17. Ralf Vollmuth: Laudatio anläßlich der Ernennung von Prof. Dr. Dr. Gundolf Keil zum Ehrenvorsitzenden der ‚Würzburger medizinhistorischen Gesellschaft‘. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. 21, 2002, S. 558 f.
  18. Hans-Achim Müller: Grußworte anläßlich der Überreichung der Festschrift an Herrn Professor Dr. med. Dr. phil. G. Keil. (gehalten im Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg am 16. 7. 1994) In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 13, 1995, S. 532.