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Losaurach ist ein Ortsteil des Marktes Markt Erlbach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken.

Losaurach
Koordinaten: 49° 31′ 42″ N, 10° 37′ 44″ O
Höhe: 358–380 m ü. NHN
Einwohner: 136 (1. Jun. 2017)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 91459
Vorwahl: 09161

GeografieBearbeiten

Durch das Dorf fließt die Mittlere Aurach. Im Westen liegt das Flurgebiet Kalkofen, im Süden erhebt sich der Hornberg, im Südosten grenzt der Obere Wald an. Ca. 0,5 km nordwestlich liegt der Viersternwald, ca. 0,5 km nordöstlich liegt das Buckfeld.[2]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wird 1360 als „Lobsaurach“ erstmals namentlich erwähnt. 1399 wird der Ort „Laubsaurach“ genannt, 1464 „Lwchsawrach“. Zu dieser Zeit gehörte der Ort zum Amt Markt Erlbach. 1669 wird der Ort „Lußaurach“ genannt. Aus dieser Notiz geht hervor, dass der Ort im Dreißigjährigen Krieg ganz abgebrannt worden sei.[3]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Losaurach 10 Haushalte. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Rittergut Herrnneuses aus. Die einzelnen Anwesen unterstanden unterschiedlichen Grundherren: 5 Anwesen dem Rittergut Herrnneuses 3 Anwesen dem Stadtvogteiamt Markt Erlbach, 1 Anwesen dem Klosteramt Münchaurach, 1 Anwesen der Stadt Neustadt.[4]

1810 kam Losaurach an das neue Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Herrnneuses zugeordnet. Es gehörte auch der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Herrnneuses an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) bildete Losaurach mit Mosbach eine eigene Ruralgemeinde.[5] Diese unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Neustadt an der Aisch und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Neustadt an der Aisch (1920 in Finanzamt Neustadt an der Aisch umbenannt).[6] Ab 1862 wurde Losaurach vom Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1938 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt) verwaltet. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Neustadt an der Aisch, ab 1880 beim Amtsgericht Neustadt an der Aisch. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 5,546 km².[7]

Am 1. Januar 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, wurde Losaurach nach Markt Erlbach eingemeindet.[8]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gemeinde Losaurach

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 191 202 235 235 200 201 212 199 209 215 207 213 198 193 196 185 167 175 170 266 238 205 165 153
Häuser[9] 31 32 36 39 37 32 30 30
Quelle [10] [11] [12] [12] [13] [12] [14] [12] [12] [15] [12] [12] [16] [12] [12] [12] [17] [12] [12] [12] [18] [12] [7] [19]

Ort Losaurach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002017
Einwohner 81 110 108 127 130 109 99 137 92 88 101 136
Häuser[9] 16 17 23 21 20 18 18 28
Quelle [10] [11] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [7] [19] [20] [1]

ReligionBearbeiten

Seit der Reformation ist der Ort überwiegend protestantisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Kilian (Markt Erlbach) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt.

VerkehrBearbeiten

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Morbach bzw. nach Mosbach. Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt jeweils zur Staatsstraße 2252, die den Ort östlich tangiert.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b www.markt-erlbach.de
  2. Losaurach im BayernAtlas
  3. H. Sponholz, S. 108.
  4. H. H. Hofmann, S. 111.
  5. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 59 (Digitalisat). H. H. Hofmann S. 221.
  6. H. H. Hofmann, S. 187.
  7. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 806 (Digitalisat).
  8. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 536.
  9. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  10. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 56 (Digitalisat). Für die Gemeinde Losaurach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Mosbach (S. 61).
  11. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 199 (Digitalisat).
  12. a b c d e f g h i j k l m n Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 179, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  13. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1056, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  14. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1222, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  15. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1156 (Digitalisat).
  16. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1228 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1266 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1099 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 176 (Digitalisat). Gemeinde existierte zum Stichtag der Volkszählung (27. Mai) nicht mehr.
  20. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 340 (Digitalisat).