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Rimbach (Markt Erlbach)

Ortsteil von Markt Erlbach

GeografieBearbeiten

Westlich des Dorfes entspringt der Hardgraben, der ein linker Zufluss der Mittleren Aurach ist. Im Westen liegt das Waldgebiet Rödelsee, ca. 0,5 km im Nordwesten die Waldgebiete Auf der Salzlecke und An der Roten Marter, im Nordwesten das Flurgebiet Große Äcker und dahinter der Viersternwald.[2]

GeschichteBearbeiten

Urkundlich wird das Dorf erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Überreste eines Schlosses westlich von Rimbach waren vor dem Zweiten Weltkrieg (Grundmauern und Brunnen) noch auszumachen. Die Steine wurden jedoch abgetragen und der Brunnen wurde verschüttet.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rimbach 5 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Klosteramt Birkenfeld inne. Alle Anwesen hatten das Klosteramt Birkenfeld als Grundherrn.[3]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rimbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberroßbach zugeordnet. Es gehörte auch der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Oberroßbach an.[4] Am 1. Januar 1970 wurde Rimbach nach Linden umgemeindet. Am 1. Januar 1978 wurde Rimbach im Zuge der Gebietsreform nach Markt Erlbach eingemeindet.

Ehemaliges BaudenkmalBearbeiten

  • Haus Nr. 1: Gasthaus Schmeißer. Zweigeschossiges Walmdachhaus von 6 zu 3 Achsen. Fenster und Türen verändert, Anbauten. Ecklisenen, Gurtband, profiliertes Holztraufgesims. Im Medaillon über der Haustür stand (laut Besitzer) Joh. Gg. Schmeisser 1771.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002017
Einwohner 47 65 62 61 53 56 50 63 43 47 37 43
Häuser[6] 10 9 12 12 11 7 9 11
Quelle [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [1]

ReligionBearbeiten

Seit der Reformation ist der Ort überwiegend protestantisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Leonhard (Linden) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Bis in die 1990er Jahre waren die Mehrheit der Bewohner noch in eigenen Landwirtschaftsbetrieben tätig. 2007 waren es noch etwa ein Dutzend. Kleintierhaltung (Hasen und Hühner) sowie Gartenbau werden weiterhin betrieben. Eine Gaststätte sowie eine Antiquitätenhandlung und eine EDV-Firma befinden sich noch im Ort.

VerkehrBearbeiten

Rimbach liegt an der Kreisstraße NEA 24, die nach Herrnneuses bzw. nach Klausaurach führt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an der Pechhütte vorbei nach Beerbach.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b www.markt-erlbach.de
  2. Rimbach im BayernAtlas
  3. H. H. Hofmann, S. 125.
  4. H. H. Hofmann, S. 188.
  5. R. Strobel, S. 159. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt ggf. abgerissen.
  6. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  7. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 76 (Digitalisat).
  8. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 200 (Digitalisat). Im Original: 31 Einwohner. Die Einwohnerzahl ist wahrscheinlich mit Unterroßbach vertauscht, das für seine Häuserzahl ungewöhnlich viele Einwohner hätte.
  9. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1057, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  10. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1223, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  11. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1157 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1229 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1267 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1100 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 807 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 176 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 340 (Digitalisat).