Landratsbezirk Büdingen

Der Landratsbezirk Büdingen war ein Landratsbezirk im Großherzogtum Hessen und bestand von 1822 bis 1848. Er ging 1848 im Regierungsbezirk Nidda und 1852 in dem Kreis Büdingen auf.

Der Landratsbezirk Büdingen bestand aus den ehemals isenburgischen Souveränitätslanden, die in der Franzosenzeit Teil des Fürstentums Isenburg gewesen waren:

Damit zählten seit 1822 35 ysenburgische Ortschaften zum Landratsbezirk und Landgerichtsbezirk Büdingen: Altwiedermus, Aulendiebach, Bindsachsen, Bösgesäß, Büches, Büdingen, Burgbracht, Diebach a. H., Düdelsheim, Dudenrod, Eckartshausen, Haingründau, Heegheim, Himbach, Hitzkirchen, Illnhausen, Kalbach, Kefenrod, Langen-Bergheim, Lorbach, Merkenfritz, Michelau, Mittelgründau, Niedermockstadt, Obermockstadt, Orleshausen, Pferdsbach, Rinderbügen, Rohrbach, Staden, Stockheim, Vonhausen, Wenings, Wenings und Wolf.[2]

Im standesherrlichen Landratsbezirk Büdingen bestanden die standesherrlichen Gerichts- und Verwaltungsrechte der Grafen von Isenburg zunächst fort.

Mit Erlass vom 3. Juli 1830[3] wurde der Ort Gelnhaar, aus dem Landratsbezirk Büdingen aus- und in den Landratsbezirk Nidda eingegliedert.

Die meisten Gemeinden des Landratsbezirks wurden 1840 Gründer der Spar- und Leihkasse Büdingen.

LandräteBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans Philippi: Territorialgeschichte der Grafschaft Büdingen. 1954, S. 179

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Regierungsblatt des Großherzogtums Hessen 1822, Seite 32
  2. 100 Jahre Bezirkssparkasse Büdingen: 1840–1940, Denkschrift, Karl Heuson, Büdingen 1940, Seite 9; Das Mathildenstift in der Wetterau: Sparkassengeschichte und Regionalgeschichte, Marcus Gräser. Gesellschaft für Hessische Wirtschaftsgeschichte, Darmstadt 1995, ISBN 3-9804506-0-0, Seite 7, 8.
  3. Regierungsblatt des Großherzogtums Hessen 1830, Seite 255