Koninklijke Landmacht

Die Koninklijke Landmacht (wörtlich: Königliches Heer) ist die bewaffnete Landstreitmacht der niederländischen Streitkräfte.

Koninklijke Landmacht

Wappen

Wappen der Koninklijke Landmacht
Aufstellung 9. Januar 1814
Staat NiederlandeNiederlande Niederlande
Streitkräfte Niederländische Streitkräfte
Typ Teilstreitkraft (Heer)
Gliederung siehe Unterkapitel
Stärke 27.000 Soldaten
Hauptquartier Kromhoutkazerne in Utrecht
Ausrüstung siehe Unterkapitel
Leitung
Kommandant Generalleutnant Martin Wijnen
Insignien
Logo für die Öffentlichkeitsarbeit Logo landmacht.svg
Kriegsflagge Flag of the Royal Netherlands Army.svg

AllgemeinesBearbeiten

Das königlich-niederländische Heer bildet mit ungefähr 27.000 Soldaten die größte Teilstreitkraft der niederländischen Armee. Das Heer befindet sich in einem Umformungsprozess (Transformation), um sich den neuen sicherheitspolitischen Anforderungen anzupassen. Dazu wurde unter anderem die mechanisierte Brigade 41 im Jahr 2005 aus Seedorf in Deutschland zurück in die Niederlande verlegt.

Der Großteil der Kampfpanzer Leopard 2 (100 Stück) wurde an Finnland verkauft. Es bleibt lediglich eine 18 Fahrzeuge starke Kompanie, die in das deutsche Panzerbataillon 414 eingegliedert ist. Dieses ist der 43 Gemechaniseerde Brigade unterstellt.

GliederungBearbeiten

 
Niederländisches Heer, Gliederung 2017

CLASBearbeiten

Das niederländische Heer wird vom Commando Landstrijdkrachten (CLAS), dem niederländischen Heeresführungskommando, geführt. Das Kommando führt sowohl Kampfverbände, als auch regionale Unterstützungseinheiten. Dazu gehören:

KampfbrigadenBearbeiten

UnterstützungseinheitenBearbeiten

Das Kommando Operative Unterstützungseinheiten Land (Operationeel Ondersteuningscommando Land) liefert die Kampfunterstützung und Logistik für die Brigaden durch Fernmeldekräfte, Elektronische Kampfführung, (Artillerie-)Aufklärung, Pionierkräfte, Logistiker, Sanitäter sowie ABC-Abwehr.

  • Command & Control Unterstützungskommando (Command & Control Ondersteuningscommando), in Stroe
  • Aufklärungskommando (Joint ISTAR Commando – JISTARC), in 't Harde
  • Feuerunterstützungskommando (Vuursteun Commando), in 't Harde
    • 41. Artillerie Abteilung (41 Afdeling Artillerie)
  • 1. Zivil-militärisches Kooperations Kommando (1 Civiel en Militair Interactiecommando), in Apeldoorn
  • Versorgungs- und Transport Kommando (Bevoorrading en Transport Commando), in Stroe
  • 101 Pionierbataillon (101 Geniebataljon), in Wezep
  • 400 Sanitätsbataillon (400 Geneeskundig bataljon), in Ermelo
  • Kampfmittelräumdienst (Explosieven Opruimingsdienst Defensie), in Soesterberg
  • Unterstützungsgruppe Kommando Landstreitkräfte (Ondersteuningsgroep CLAS), in Arnhem

SpezialkräftekommandoBearbeiten

Unter dem Spezialkräftekommando (Korps Commandotroepen) fallen alle Spezialkräfte. Das Kommando gliedert sich wie folgt:

  • Stabs- und Versorgungskompanie (Stafverzorgings- en instructiecompagnie)
  • Kommandokompanie 103 (103 Commandotroepencompagnie)
  • Kommandokompanie 104 (104 Commandotroepencompagnie)
  • Kommandokompanie 105 (105 Commandotroepencompagnie)
  • Kommandokompanie 108 (108 Commandotroepencompagnie)

Zusammenarbeit mit der BundeswehrBearbeiten

Sowohl das niederländische als auch das deutsche Heer beteiligen sich im Bedarfsfall mit je einer Division am 1. Deutsch-Niederländischen Korps. Dessen Vorläufer waren auf deutscher Seite das I. Korps und auf niederländischer das 1e Legerkorps. Die Führung übernimmt abwechselnd ein deutscher und ein niederländischer General.

Am 4. April 2018 wurde die deutsche Flugabwehrraketengruppe 61 in Todendorf (Panker) einem niederländischen Kommando unterstellt.[1]

AusrüstungBearbeiten

Leichte WaffenBearbeiten

Pistolen und MaschinenpistolenBearbeiten

SturmgewehreBearbeiten

MaschinengewehreBearbeiten

ScharfschützengewehreBearbeiten

FlintenBearbeiten

  • Mossberg M590A1 Special Purpose

Granatwerfer und PanzerabwehrwaffenBearbeiten

Gepanzerte FahrzeugeBearbeiten

ArtillerieBearbeiten

  • Mörser
    • 60-mm-Mörser M6
    • 81-mm-Mörser L16A2
    • 120-mm-Panzermörser
  • Panzerhaubitzen

Ungepanzerte FahrzeugeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Sören Sünkler: Elite- und Spezialeinheiten Europas. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 3-613-02853-0.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Carl Schulze/Frank Bötel: Bodengebundene Luftverteidigung: Von Kooperation zu Integration. bundeswehr.de, 5. April 2018, abgerufen am 7. April 2018.