Das Ungarische Heer bildet die Heereskomponente der ungarischen Streitkräfte. Es besteht aus 23.950 Soldaten (Stand 12/2016)[1].

GliederungBearbeiten

Die aktiven Verbände bestehen aus der 5. mechInfanteriebrigade (1. mechInfanteriebataillon, 2. mechInfanteriebataillon, 3. mechInfanteriebataillon, 62. mechInfanteriebataillon, 24. mechAufklärungsbataillon und ein Logistikbataillon), der 25. Infanteriebrigade (je ein Bataillon Infanterie, Panzerabwehr und Artillerie), dem 4. Pionierbataillon, dem 37. Pionierbataillon, dem 34. Aufklärungsbataillon, dem Luftlandeaufklärungsbataillon 25/88, dem 64. Logistikregiment und dem 93. ABC-Abwehrbataillon.

Mit dem 1. Flussflottillenbataillon verfügt Ungarn über eine Flussmarine, die vorrangig auf der Donau ihren Dienst versieht.

Als Reserve stehen vier Brigaden mechanisierte Infanterie zur Verfügung.

AusrüstungBearbeiten

Das ungarische Heer verfügt u. a. über 238 T-72-Kampfpanzer (von denen sich noch etwa fünfzehn im Einsatz befinden), 178 BTR-80A-Schützenpanzer, 458 BTR-80-Mannschaftstransportpanzer, 308 152 mm D-20-Haubitzen, 50 82 mm-Granatwerfer, 30 9M111-Panzerabwehrlenkwaffen, 80 9M113-Panzerabwehrlenkwaffen, 60 Strela-3-Einmann-Flugabwehr-Lenkwaffen, 45 MISTRAL-Flugabwehrraketen.

Im Dezember 2018 wurde ein Vertrag zur Lieferung von 44 neugefertigten Leopard 2A7+-Panzern sowie 24 neuen Panzerhaubitzen 2000 mit dem deutschen Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) unterzeichnet. Die Leopard 2A7+ sollen die alten T-72-Bestände ablösen. Daneben sollen weitere 12 gebrauchte Leopard-2A4 aus Beständen von KMW als Ausbildungsfahrzeuge geliefert werden.[2][3]

Das 1. Flussflottillenbataillon verfügt über drei Patrouillenboote des Typs NESTIN MSR.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Länderinformation des österreichischen Verteidigungsministeriums
  2. Gerhard Hegmann: Rüstung: Ungarn bestellt modernste Leopard-Panzer. In: welt.de. 20. Dezember 2018, abgerufen am 20. Dezember 2018.
  3. Jarosław Adamowski: Hungary signs deal to buy dozens of tanks, howitzers from Germany’s KMW. In: https://www.defensenews.com. 20. Dezember 2018, abgerufen am 21. Dezember 2018.