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Komarowski (russisch Комаро́вский) ist eine geschlossene Siedlung in der Oblast Orenburg (Russland) mit 8064 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Siedlung
Komarowski
Комаровский
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Wolga
Oblast Orenburg
Stadtkreis Komarowski
Oberhaupt Alexander Podoinikow
Gegründet 1972
Frühere Namen Dombarowski-3
Siedlung seit 2011
Bevölkerung 8064 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7) 35368
Postleitzahl 462781
Kfz-Kennzeichen 56
OKATO 53 555
Website zato-komarovsky.ru
Geographische Lage
Koordinaten 51° 2′ N, 59° 52′ OKoordinaten: 51° 1′ 30″ N, 59° 52′ 0″ O
Komarowski (Orenburg) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Komarowski (Orenburg) (Oblast Orenburg)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Orenburg

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Siedlung liegt etwa 350 km Luftlinie ostsüdöstlich des Oblastverwaltungszentrums Orenburg und knapp 25 km von der Staatsgrenze zu Kasachstan entfernt, unmittelbar südlich an das Territorium der Kleinstadt Jasny anschließend. Als „geschlossenes administrativ-territoriales Gebilde“ (SATO) bildet die Siedlung einen eigenständigen Stadtkreis (gorodskoi okrug), der vollständig von Gebiet des Rajons Jasnenski umschlossen ist.

GeschichteBearbeiten

Der Ort entstand als Militärsiedlung bei einem Stützpunkt der Strategischen Raketentruppen der Sowjetunion als Teil der Stadt Jasny ab 1962. 1972 wurde es eigenständige, geheime Siedlung städtischen Typs und trug zunächst den Decknamen Dombarowski-3 nach der knapp 40 km südwestlich gelegenen Siedlung Dombarowski. 1994 erhielt der Ort unter dem heutigen Namen, zu Ehren des 1967 mit Sojus 1 in der Oblast Orenburg, gut 40 km nordwestlich des Ortes verunglückten Kosmonauten Wladimir Komarow, den Status einer „geschlossenen“, aber nicht mehr geheimen Siedlung städtischen Typs. Seit 2011 ist Komarowski ländliche Siedlung.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
2002 8344
2010 8064

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Ortsbildend ist der Stützpunkt Dombarowski der Strategischen Raketentruppen (RWSN) der russischen Streitkräfte mit 30 westlich und nördlich der Siedlung verteilten Raketensilos für R-36M-Interkontinentalraketen.[2] Der Stützpunkt wird unter der Bezeichnung Kosmodrom Jasny auch kommerziell genutzt. Das Kosmodrom liegt etwa 7 km nördlich von Jasny und Komarowski.

Zusammen mit der Stadt Jasny hat Komarowski Straßen- und Eisenbahnanschluss (Station Gorny Ljon, Endpunkt einer Nebenstrecke 4 km südöstlich) in Richtung der knapp 100 km westlich gelegenen Großstadt Orsk.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Komarowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Russian strategic nuclear forces (englisch)