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Abdulino (russisch Абду́лино) ist eine Stadt mit 20.173 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] in Russland in der Oblast Orenburg nahe der Grenze zur Teilrepublik Baschkortostan. Sie befindet sich am Tiris (einem kleinen Nebenfluss des Ik im Flusssystem der Wolga), rund 280 km nordwestlich der Gebietshauptstadt Orenburg.

Stadt
Abdulino
Абдулино
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Wolga
Oblast Orenburg
Rajon Abdulino
Bürgermeister Wladimir Iwanowitsch Gorbunow
Erste Erwähnung 1795
Stadt seit 1923
Fläche 46 km²
Bevölkerung 20.173 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 439 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 190 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7)35355
Postleitzahl 461740–461744
Kfz-Kennzeichen 56
OKATO 53 404
Website abdulino-gorod.ru
Geographische Lage
Koordinaten 53° 41′ N, 53° 39′ OKoordinaten: 53° 41′ 0″ N, 53° 39′ 0″ O
Abdulino (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Abdulino (Oblast Orenburg)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Orenburg
Liste der Städte in Russland

GeschichteBearbeiten

Erstmals erwähnt wurde Abdulino im Jahr 1795; der Ortsname geht zurück auf einen ehemaligen Dorfältesten namen Abdullah Jakupow, der zu einem der in dieser Gegend angesiedelten Turkvölker gehört haben muss. Anfangs hieß das Dorf Abdulowo und zählte nur 37 Seelen, seit 1811 hat der Ort seinen heutigen Namen.

Eine nennenswerte wirtschaftliche Bedeutung erlangte Abdulino erst Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Samara nach Ufa. Die nunmehr verkehrsgünstige Lage löste ein Wachstum der Bevölkerung und der Industrie aus; 1895 entstand im Ort eine Fabrik zur Aufbereitung von Buchweizen, kurze Zeit später folgten weitere Betriebe zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. 1923 erhielt Abdulino Stadtrechte.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1939 24.282
1959 29.976
1970 26.010
1979 23.054
1989 22.639
2002 21.537
2010 20.173

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Heute ist Abdulino vor allem ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt an der Hauptstrecke von Moskau nach Tscheljabinsk, weshalb ein beträchtlicher Teil der Stadtbevölkerung bei der Russischen Staatsbahn arbeitet. Weiterhin befinden sich in der Stadt unter anderem diverse Betriebe der Nahrungsmittelindustrie.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

WeblinksBearbeiten