Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Kaisheim
Kaisheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Kaisheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 46′ N, 10° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 41,7 km2
Einwohner: 3824 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86687
Vorwahl: 09099
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 169
Marktgliederung: 12 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Münsterplatz 5
86687 Kaisheim
Website: www.kaisheim.de
Bürgermeister: Martin Scharr (PWG)
Lage des Marktes Kaisheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Kaisheim ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.

Torturm mit gewölbter Durchfahrt

GeographieBearbeiten

Kaisheim liegt in der Planungsregion Augsburg.

Die Gemeinde besteht aus 7 Gemarkungen[2] und hat 12 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Kaisheim war Obervogtamt und gehörte zum örtlichen Reichsstift Kloster Kaisheim. Das Kloster wurde 1133 von Graf Heinrich III. von Lechsgemünd und seiner Gemahlin Liukardis gegründet. Es war vermutlich schon seit dem Jahr 1370 Reichsstift, aber erst ab 1656 wurde das Kloster reichsunmittelbar. Seit der Säkularisation 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Die lateinische Bezeichnung des Ortes war „Caesarea“ (Kaisersheim).

MarktBearbeiten

Im Jahr 1934 wurde die Gemeinde Kaisheim zum Markt erhoben.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1971 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Gunzenheim, Hafenreut und Sulzdorf eingegliedert, am 1. Juli 1972 folgten Altisheim und Leitheim.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 3078 2657 3378 3931 4144 4274 4331 3833

PolitikBearbeiten

Seit der vergangenen Kommunalwahl am 16. März 2014 setzt sich der Gemeinderat folgendermaßen zusammen:[5]

Partei/Liste Sitze Stimmenanteil
CSU / FWG 4 27,1 %
Grüne 2 12,2 %
FW / PWG* 7 41,4 %
Freie Bürgerstimme 3 19,3 %

* voller Name: FW Freie Wähler/Parteifreie Wählergruppe (PWG)

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Martin Scharr; sein Vorgänger war von 1990 bis 2014 Franz Oppel (CSU).

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Kaisheim unterhält seit 1978 eine Partnerschaft mit der Tiroler Gemeinde Stams.[6]

BaudenkmälerBearbeiten

 
Pfarrkirche Kaisheim

ReligionBearbeiten

Kaisheim ist mehrheitlich katholisch. Von den 3.817 Einwohnern gehören 2.683 der katholischen Religion an.[7]

Die Kommune liegt auf dem Jurisdiktionsgebiet zweier Bistümer, des Bistums Augsburg und des Bistums Eichstätt. Der Südosten mit den Ortsteilen Altisheim (Pfarrei St. Willibald), Hafenreut (Filialkirche St. Georg zu Kaisheim), Kaisheim (Pfarrei Mariä Himmelfahrt) und Leitheim (Filialkirche St. Blasius zu Altisheim) gehört als Teil der Pfarreiengemeinschaft Kaisheim zum Bistum Augsburg, der Nordwesten mit Bergstetten (Filialkirche Heiligste Dreifaltigkeit zu Buchdorf), Gunzenheim (Expositur St. Thomas zu Fünfstetten) und Sulzdorf (Pfarrei St. Margareta) zum Bistum Eichstätt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2016 umgerechnet 2.855 T€, davon waren 498 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Im Jahre 2016 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 125 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 85 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 128 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1345. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe keinen Betrieb. Im Jahr 2010 bestanden zudem 34 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 1230 ha, davon waren 763 ha Ackerfläche und 466 ha Dauergrünfläche.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

BildungBearbeiten

In Kaisheim gibt es folgende Einrichtungen:

  • Zwei Kindertageseinrichtungen mit 134 Kindergartenplätze und 93 betreuten Kindern (2017)
  • Grundschule: Graf-Heinrich-Volksschule mit zehn Lehrern und 146 Schülern (2016/17)
  • Förderschule: Abt-Ulrich-Schule mit 27 Lehrern und 199 Schülern (2016/17)

PersönlichkeitenBearbeiten

Der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa wohnt im Ortsteil Gunzenheim.[8]

LiteraturBearbeiten

  • Werner Schiedermair (Hrsg.): Kaisheim – Markt und Kloster. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2001, ISBN 3-933784-83-2

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kaisheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. cm city media GmbH – www.cmcitymedia.de: Kaisheim und seine Ortsteile. In: www.kaisheim.de. Gemeinde Kaisheim, abgerufen am 18. Juni 2016.
  3. Gemeinde Kaisheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 2. September 2019.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 450.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik
  6. Markt Kaisheim: Partnerstadt (Memento vom 15. April 2009 im Internet Archive)
  7. Statistik kommunal 2014. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) Bayerisches Landesamt für Statistik, Juli 2015, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 18. Juni 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.bayern.de
  8. http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Was-macht-eigentlich-Augsburgs-ehemaliger-Bischof-Walter-Mixa-id37559152.html