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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niederschönenfeld
Niederschönenfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niederschönenfeld hervorgehoben

Koordinaten: 48° 43′ N, 10° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Rain
Höhe: 396 m ü. NHN
Fläche: 14,34 km2
Einwohner: 1475 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86694
Vorwahl: 09090
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 192
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulweg 1
86694 Niederschönenfeld
Website: www.niederschoenenfeld.de
Bürgermeister: Peter Mahl (Freie Wählergemeinschaft Niederschönenfeld)
Lage der Gemeinde Niederschönenfeld im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Luftaufnahme von Niederschönenfeld

Niederschönenfeld ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rain.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, ehemalige Klosterkirche
Innenansicht der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Niederschönenfeld ist in Luftlinie etwa elf Kilometer östlich von Donauwörth und etwa 39 Kilometer nördlich von Augsburg entfernt. Die Gemeinde erstreckt sich auf etwa 390–405 m ü. NHN in der flachen Donauaue links und vor allem rechts des untersten Lechs, der auf dem Gemeindegebiet seinen letzten Stausee durchläuft und an dessen Nordgrenze in die Donau mündet; kleinere, unbewohnte Gebietsteile liegen auch nördlich des heutigen Donaulaufes. Auenwälder mit Altarmen und anderen Kleingewässern begleiten Lech und Donau, so dass im Gemeindeteil links des Lechs nur der Kleinweiler Wörthen mit drei Hofstellen liegt, während sich die übrigen Orte und Siedlungsplätze rechts des Lechs befinden, die beiden Pfarrdörfer Feldheim und Niederschönenfeld in jeweils mindestens einem halben Kilometer Abstand von den zwei großen Flüssen. Rechts neben dem viel größeren Lech durchzieht auch noch die Friedberger Ach die Gemeinde und den namengebenden Hauptort auf nördlichem Lauf und kehrt sich dahinter auf östlichen im Donau-Auwald bis zu ihrer Mündung erst außerhalb des Gemeindegebietes.

GemeindeteileBearbeiten

Die Gemeinde hat vier amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Zu Niederschönenfeld zählen die Einöden Ausermühle und Hunzenhof, beide keine amtlich benannten Gemeindeteile.

Es besteht nur die Gemarkung Feldheim, die das ganze Gemeindegebiet umfasst.

NachbargemeindenBearbeiten

An Niederschönenfeld grenzen reihum: im Osten der Markt Burgheim im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen; im Südosten und Süden die Stadt Rain, im Westen die Gemeinde Genderkingen, im Norden Markt Kaisheim und die Gemeinde Marxheim, alle im eigenen Landkreis Donau-Ries.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Feldheim und Niederschönenfeld gehörten zum Herrschaftsbereich der Grafen von Lechsgemünd-Graisbach. Der Graf Berthold III. stiftete im 13. Jahrhundert das örtliche Kloster Niederschönenfeld, zu dessen Hofmark vom 15. Jahrhundert bis zur Säkularisation in Bayern 1803 die beiden Orte gehörten. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde das Kloster zerstört, für den Wiederaufbau der Klostergebäude und die Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse sorgte die Äbtissin M. Euphemia Fatiga, die deshalb als zweite Klostergründerin gilt. Ihr persönliches Wappen zeigt eine gekrönte Meerjungfrau, die zusammen mit dem Wappen des Grafen Berthold III. und drei Kornähren das Gemeindewappen bildet. Die Ähren stehen für Feldheim, wo die meisten Handwerker und Tagelöhner des Klosters angesiedelt waren und zusätzliche kleine Bauernanwesen betrieben.

KreiszugehörigkeitBearbeiten

Bis zum 1. Juli 1972 gehörte Niederschönenfeld zum Landkreis Neuburg an der Donau und wurde dann im Zuge der Gebietsreform in Bayern dem Landkreis Donau-Ries zugeschlagen, der bis zur Umbenennung am 1. Mai 1973 die Bezeichnung Landkreis Nördlingen-Donauwörth trug.

EingemeindungenBearbeiten

Die heutige Gemeinde Niederschönenfeld entstand am 1. Mai 1978 aus dem Zusammenschluss der seit 1818 selbstständigen Gemeinden Feldheim und Niederschönenfeld.[3]

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

  • 1. Mai 1978 – 30. April 1996 Johann Höringer, Niederschönenfeld
  • 1. Mai 1996 – 30. April 2002 Manfred Rümmer, Feldheim
  • Seit 1. Mai 2002 Peter Mahl, Niederschönenfeld

GemeinderatBearbeiten

Sitzverteilung seit der Kommunalwahl 2014

  • Unabhängiger Bürgerblock Feldheim 6 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Niederschönenfeld 6 Sitze

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten; vorne fünfmal geteilt von Gold und Blau; hinten in Blau eine golden gekrönte natürliche Meerjungfrau mit goldenem Fischschwanz und goldenen Haaren, in den Händen drei goldene Ähren haltend.

Der Gemeinderat hat das Wappen am 1. Juni 1981 angenommen, die Regierung von Schwaben hat dem mit Bescheid vom 4. März 1982 zugestimmt. Die Gemeindefahne hat die Farben gelb-blau-gelb.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Seit 1997 besteht eine offizielle Partnerschaft mit Plestin les Grèves in der Bretagne, Frankreich. Begonnen hatte die Beziehung bereits 1975 mit Jugendaustausch-Fahrten. Freundschaftliche Verbindungen bestehen seit der Wiedervereinigung mit Feldheim-Schwabeck, einem Stadtteil von Treuenbrietzen in Brandenburg.

BaudenkmälerBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

In der Gemeinde gibt es 62 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze (2012); die Beamtenstellen in der Justizvollzugsanstalt sind hier nicht mit gerechnet. Beschäftigte am Wohnort gab es im gleichen Jahr 496. Im Jahr 2012 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 836.000 Euro, davon waren 252.000 Euro Gewerbesteuer (netto). 2010 betrug die landwirtschaftlich genutzte Fläche 966 ha, davon 165 ha Grünland und 801 ha Ackerland. Hauptsächlich wurden Getreide (428 ha), Mais (168 ha) und Hackfrüchte (115 ha) angebaut.[4]

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Staatliche EinrichtungenBearbeiten

Gemeindliche EinrichtungenBearbeiten

  • Zweigruppiger Kindergarten Feldheim (50 Plätze) und Krippengruppe (12 Plätze)
  • Bürgerhaus Niederschönenfeld
  • Gemeinde-Bauhof Feldheim
  • Freiwillige Feuerwehren Feldheim und Niederschönenfeld

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Joseph Baader, Geschichte des Frauenklosters Niederschönenfeld in Antonius Steichele (Hrsg.): Archiv für die Geschichte des Bisthums Augsburg, Band I. Augsburg 1856. (Digitalisate: ab Seite 173)
  • Richard Dertsch: Die deutsche Besiedlung des östlichen bayerischen Mittelschwabens in ihren geschichtlichen Zügen dargestellt, in: Archiv für die Geschichte des Hochstifts Augsburg Bd. VI (1929), S. 297–432, hier besonders S. 383 ff. bezüglich der Schwaighöfe (Wörthen).
  • Adalbert Riehl, Werner Schmidt, Franz Müller u. a., Niederschönenfeld und Feldheim – 750 Jahre wechselvolle Geschichte, Rain 1990.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Niederschönenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Niederschönenfeld in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. September 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 794.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal http://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09779192.pdf.