Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew

Fernsehserie

Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew (im Original TaleSpin) ist eine Zeichentrickserie mit anthropomorphen Tieren, deren 65 Episoden zwischen 1990 und 1991 als Teil des Disney Afternoons erstausgestrahlt wurden. Wie bereits zuvor in diesem Mantelprogramm wurden dafür schon etablierte Disney-Figuren adaptiert, hier aus dem Dschungelbuch. Balu der Bär bestreitet nun Abenteuer als Pilot unter Verwendung vieler Versatzstücke aus klassischen Hollywood-Produktionen der 1930er und 40er.

Fernsehserie
Deutscher TitelKäpt’n Balu und seine tollkühne Crew
OriginaltitelTaleSpin
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Jahr(e)1990–1991
Produktions-
unternehmen
Disney Television Animation
Länge22 Minuten
Episoden65 in 1 Staffel
GenreZeichentrickserie, Abenteuer, Comedy, Fantasy
TitelmusikMichael & Patty Silversher (Text & Musik)
IdeeJymn Magon, Mark Zaslove
ProduktionJymn Magon
MusikChristopher L. Stone
Erstausstrahlung9. Sept. 1990 auf Disney
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
4. April 1992 auf Das Erste

InhaltBearbeiten

 
Die Seegans teilt sich die Bauweise mit dem Transportflugzeug Fairchild C-82 (ab 1944).

Schauplatz ist die tropische Hafenstadt Kap Suzette (orig. Cape Suzette, eine Anspielung auf Crêpe Suzette) umgeben von riesigen Klippen, die bloß einen kleine Klamm zum Meer offen lassen. Dort ist eine Artillerie mit Flak-Geschützen postiert zum Schutz vor marodierenden Luftpiraten. Zu Beginn zwingen hohe Schulden den Mietpiloten Balu seinen Frachtdienst an die junge Geschäftsfrau Rebecca Cunningham zu verkaufen, die es von nun an unter dem Namen Höher und Höher (orig. Higher for Hire) betreibt. Kit Wolkenflitzer, ein Waisenjunge und früherer Luftpirat, schließt sich als Navigator an. Zusammen mit Balu bildet er die Crew des einzigen Flugzeuges des Unternehmens, einem gelben Amphibienflugzeug vom Typ Conwing L-16 mit dem Namen Seegans (orig. Sea Duck).

Im Zuge ihrer Aufträge treffen sie wiederholt auf die Luftpiraten unter dem theatralischen Anführer Don Kanaille oder geraten mit den Warzenschweinen aus Drübenien (Thembria) aneinander, einer verarmten Militärdiktatur als Parodie auf Stalin-Russland. Dort leidet nicht nur die Bevölkerung unter einer schlechten Versorgung, auch das Militär unterliegt einem Sparzwang: Oft können die Protagonisten brenzligen Situationen bereits entkommen, weil drübenisches Kriegsgerät entweder nur eingeschränkt, oder gar nicht einsatzfähig ist. Zuhause in Kap Suzette wiederum bekommen sie es mehrfach mit dem undurchsichtigen Geschäftsmann Shir Khan zu tun. Dieser zeigt sich zwar als harte Machtfigur, aber auch als fairer Gegenspieler.

Die Handlung spielt zwei Jahrzehnte nach dem „Großen Krieg“ (Folge 64 Der Schatz im Eis) und auch die Art-Deco-Architektur und Technologie sind Ende der 1930er verortet – als Leitmedium dient hier noch das Radio. Zusätzlich orientiert sich die Serie an den Geschichten dieser Epoche wie den klassischen Abenteuer-Serials oder -Comics (z. B. Tailspin Tommy). Louie’s Nachtclub und Motel wiederum verweist als „staatenloser“ Treffpunkt direkt auf Rick's Café Américain aus Casablanca (1942). Und das neckische Verhältnis zwischen Balu und Rebecca lehnt sich an die damals populären Screwball-Komödien an: Zwar geraten die grundverschiedenen Gemüter schnell und wortreich aneinander, hegen aber trotzdem eine tiefe, gegenseitige Anerkennung.

FigurenBearbeiten

Figur Originalsprecher Deutscher Sprecher
Balu Ed Gilbert Tom Deininger
Kit Wolkenflitzer
(orig. Kit Cloudkicker)
R.J. Williams
Alan Roberts
Tobias Müller
Rebecca „Becky“ Cunningham Sally Struthers Marijam Agischewa
Molly Cunningham Janna Michaels Daniela Reidies
Louie Jim Cummings Dieter Kursawe
Wildkatz (orig. Wildcat) Pat Fraley Frank Lenart
Don Kanaille
(orig. Don Karnage)
Jim Cummings Klaus-Dieter Klebsch
Brutus (orig. Mad Dog) Charlie Adler Gerry Jochum
Schrotthaufen
(orig. Dumptruck)
Chuck McCann
Jacques (orig. Jock) Tony Jay
Oberst Kübel
(orig. Colonel Ivanod Spigot)
Michael Gough Frank Lenart
Feldwebel Dumpfbacke
(orig. Sergeant Dunder)
Lorenzo Music
Höchstmarschall
(orig. High Marshall)
Jack Angel
Shir Khan (orig. Shere Khan) Tony Jay Michael Telloke
Balu
ist an den Bären aus dem Dschungelbuch angelehnt und trägt als exzellenter Pilot stets Fliegerkappe und ein khakifarbenes Pilotenhemd. Eineserseits faul und unzuverlässig, ist er gleichzeitig zu den wagemutigsten Flugmanövern fähig – insbesondere wenn andere seine Hilfe brauchen. Gerade gegenüber Rebecca zeigt er sich oft stur, steht aber für sie ein, wenn es darauf ankommt. Sein sorgloses Verhalten bringt ihn wiederholt in Schwierigkeiten.
Kit Wolkenflitzer
ist ein halbwüchsiger Braunbär-Waise und früheres Mitglied der Luftpiraten. Sein Kostüm besteht aus einer blauen Baseball-Kappe mit rotem Rand und einem grünen Pullover. Er beherrscht das Wolkensurfen meisterhaft, sieht in Balu einen Vaterersatz („Papa Bär“) und unterstützt ihn auf der Seegans als Navigator. Lange auf sich allein gestellt verfolgt Kit seinen Traum von einem eigenen Flugzeug manchmal auch eigenmächtig, kehrt aber stets zu seiner „Ersatzfamilie“ zurück – insbesondere für Molly zeigt er sich als großer Bruder.
Rebecca Cunningham
Die alleinerziehende Bärin hat lange, braune Haare und trägt meist eine Umschlaghose sowie einen weißen Turtleneck unter einem pinken Blazer. Als gewitzte Geschäftsfrau (6 Jahre Betriebswirtschafts-Studium) übernahm „Becky“ Balus Fliegerservice samt Flugzeug und stellte Balu als Piloten ein, obwohl sie ihn für zu verantwortungslos hält. Ihr Temperament führt oft zu Kurzschlussreaktionen. Während sie sich meist als rationaler Vormund gibt, enden ihre hochfliegenden und riskanten Pläne immer wieder in gefährlichen Situationen für Unternehmen und Mitarbeiter.
Molly Cunningham
Rebeccas Tochter hat wie ihre Mutter keine Angst, stets ihre Meinung zu verkünden. Sie hat einen goldfarbenen Pelz und verkleidet sich gern als die Königin der Macht aus ihrer Lieblingssendung. Das aufgeweckte Kind nutzt jede Gelegenheit, Kit und Balu auf ihren Abenteuern zu begleiten.
Louie
betreibt Louie’s Nachtclub und Motel knapp außerhalb des Einflussbereichs von Kap Suzette. Der lebensfrohe Orang-Utan in Hawaiihemd und Strohhut ist Balus engster Freund, mit dem er dennoch ab und an im Geschäftlichen wie Privaten wetteifert. Die Figur entstammt wie Balu Disneys Dschungelbuch.
Wildkatz
arbeitet als Mechaniker bei Höher und Höher. Das planlose, zum Teil kindische Auftreten dieses lispelnden Löwen steht im Kontrast zu seiner Begabung im Umgang mit jeder Art Technik. So gelingt es ihm, zerstörte Telefone in Sekunden zu reparieren. Zu verschiedenen Anlässen erweist sich Wildkatz auch als fähiger Pilot.
Don Kanaille
Der exzentrische, säbelbewehrte Rotwolf führt die Luftpiraten auf dem riesigen Luftschiff Eisengeier (orig. Iron Vulture). Als Zeichen seines übergroßen Egos tritt er stets in einem blauen Napoleon-Mantel auf mit goldenem Futter an seinem hohen Kragen und goldene Knöpfen. Diese Selbstüberschätzung steht seinen durchtriebenen Plänen aber regelmäßig im Weg. In der deutschen Synchronisation spricht er mit spanischem Akzent, während Kanaille im Original sogar zwischen neun verschiedene europäische Akzenten hin und her wechselt. Neben vielen Wortverdrehern ist häufig von ihm zu hören “You have made Don Karnage – which is me – very unhappy!”, “Yes-no?” oder “He cannot make a fruit salad out of me! Follow him!”. Sprecher Jim Cummings orientierte seine Darstellung teils an einer von Komiker Billy Crystals Imitationen, teils an Desi Arnaz aus der Sitcom I Love Lucy.[1]
Brutus
dient als Kanailles erster Maat. Der dürre Dackel mit langem Fu-Manchu-Schnurrbart und Fliegerbrille ist im Vergleich zu seinem üblichen Kumpanen Schrotthaufen etwas durchtriebener, was aber noch nicht viel heißt.
Schrotthaufen
Die Dogge ist der zweite in der Kommandohierarchie des Eisengeiers, seit Kanaille ihn vorübergehend zum Kapitän ernannte. Er spricht mit niederländischen Akzent und trägt Zylinder. Schrotthaufen ist einer der unbarmherzigsten, aber auch dümmsten unter den Piraten.
Jacques
ist Pilot und Cheftechniker des Eisengeiers. Kanaille kann sich seinen Namen nicht merken, weshalb er ihn meist schlicht als „Scottie“ bezeichnet, sehr zu Jaques’ Missfallen. Der Scottish Terrier kommt ursprünglich aus Susi und Strolch.
Oberst Kübel
befehligt die drübenische Luftwaffe, obwohl er selbst nicht fliegen kann. Seine Größe kompensiert er mit einem Napoleon-Komplex: Meist wird ist das ausgesprochen kleine Warzenschwein von riesigen Soldaten flankiert, die auf Kommando auch handgreiflich werden. In seiner hohen, lispelnden Stimme stellt er sich oft vor mit „Ich bin Oberst Kübel! … Vielleicht wissen Sie schon von mir?“
Feldwebel Dumpfbacke
begleitet Oberst Kübel als Adjutant fast überall hin. Der etwas begriffsstutzige Dumpfbacke hält nicht viel von den skrupellosen Plänen Kübels und der Regierung, bringt dies aber selten zum Ausdruck. Als loyaler Soldat nimmt er pflichtbewusst die Schuld für alle Niederlagen auf sich.
Höchstmarschall
der höchste Militär in Drübenien, tritt stets als der „Held der Nation“ auf. Er ist mürrisch, humorlos und verachtet Kübels Inkompetenz. Obwohl er als Anführer der Parteien in Drübenien gilt, bekommt doch selbst Anweisungen von der Regierung.
Shir Khan
leitet unangefochten den Khan-Konzern, die vorherrschende Wirtschaftsmacht in Kap Suzette. Extremer Reichtum hat den Königstiger unbarmherzig und leicht arrogant gemacht, sein vorrangiges Interesse gilt dem eigenen Profit. Trotzdem hat er grimmigen Respekt vor Balus Flugkünsten. Sein Unternehmen betätigt sich weltweit in Reederei und Luftfracht und besitzt zur Abwehr von Luftpiraten sogar eigene Kampfflugzeuge und Kriegsschiff-Flotten. In Notfällen setzt Khan diese Armada aber auch für den Schutz von Kap Suzette ein. Shir Khan wurde ebenfalls aus dem Dschungelbuch übernommen.

EntstehungBearbeiten

Unter der Vorgabe des neuen Geschäftsführers Michael Eisner gelang es Disney Ende der 1980er, erstmals ambitionierte Animation im Fernsehen zu etablieren.[2] Ausgehend vom Erfolg der DuckTales entstand schließlich der Plan für den zweistündigen Programmblock The Disney Afternoon.[3] Doch hierfür fehlte den Autoren Jymn Magon und Mark Zaslove bei Disney Television Animation noch ein neues, halbstündiges Format. Bereits früh wählten sie Balu aus dem Dschungelbuch zur Hauptfigur aufgrund seiner entspannten Attitüde. Nach einigen Irrwegen erweiterte Magon das Konzept um einen Luftfrachtdienst – eine verworfene Idee für Quack, den Bruchpiloten aus DuckTales.[4] Von da an entstand das Grundgerüst in nur drei Tagen: Kit übernahm Moglis Rolle als Ziehsohn aus dem Kinofilm[5] und die Dynamik zwischen Sam und Rebecca aus der damals populären Sitcom Cheers inspirierte die Figur der Becky.[6]

 
Die Tiger Moth (ab 1932) wurde dank vieler Filmauftritte zur Flugzeugikone. Auch die Luftpiraten fliegen vergleichbare Doppeldecker.

Für den Serienstil bedienten sich Magon und Zaslove bei einer laufenden 1930er-Retro-Welle, die maßgeblich von den Indiana-Jones-Filmen ausgelöst wurde. So fanden sich in Hayao Miyazakis Manga Hikōtei Jidai[7] wie auch in der Fernsehserie Die Himmelhunde von Boragora Anregungen für die Pilotenabenteuer vor tropischer Kulisse. Viele Elemente entstanden aber auch direkt mit Bezug auf zeitgenössische Schwarzweißfilme wie beispielsweise der Casablanca-artige Nachtclub, für den als naheliegender Besitzer Louis auserkoren wurde – erneut aus dem Dschungelbuch. Ebenfalls dort fand man in Shir Khan die Idealbesetzung für einen zwielichtigen Großunternehmer angelehnt an den Film Noir.[1]

Magon und Zaslove übernahmen die Synchronregie der ersten Folgen und engagierten zunächst Balus Originalsprecher Phil Harris. Im Alter von 85 Jahren hatte dieser jedoch nicht mehr das notwendige Timing und so wurde die Rolle mit Ed Gilbert umbesetzt.[8] Sally Struthers’ Auftritte in All in the Family machten sie zur ersten Wahl für Becky.[1] Von der Idee zum fertigem Pilotfilm dauerte es etwa anderthalb Jahre. Disney setzte insgesamt 65 Folgen an zu je rund 500.000 $, die dann ohne Produktionspause im Wechsel von vier Kreativteams unter Ed Ghertner, Larry Latham, Jamie Mitchell und Robert Taylor verantwortet wurden.[9] Die Animation übernahmen unter anderem Walt Disney Animation in Frankreich und Japan, Sun Woo Animation sowie Wang Film Productions.[10] Wie bereits bei den Gummibären stammt das Titellied von Michael und Patty Silversher, aufgenommen wurde es vom erfahrenen Session-Sänger Jim Gilstrap.[11]

Veröffentlichung & RezeptionBearbeiten

Einzelne Folgen von Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew liefen vorab zwischen 5. Mai und 15. Juli 1990 auf dem Disney Channel, während in den US-Kinos zeitgleich Das Dschungelbuch wiederaufgeführt wurde. Die richtige Ausstrahlung begann dann mit dem Pilotfilm Donner, Blitz und Don Kanaille (orig. Plunder and Lightning) am 7. September 1990 und wurde ab dem 9. Oktober im The Disney Afternoon in Syndication fortgesetzt. Für Wiederholungen wurde der Film in vier Einzelfolgen umgeschnitten. Die finale Folge wurde in den USA am 8. August 1991 ausgestrahlt. In Deutschland zeigte Das Erste die Serie zunächst im Disney Club vom 4. April 1992 bis zum 27. März 1993. Später folgten Wiederholungen bei Super RTL, Disney Channel, Toon Disney und kabel eins.

Zwischen 29. August 2006 und 25. Juni 2013 veröffentlichte Walt Disney Studios Home Entertainment die komplette Serie in drei DVD-Boxen in den USA. Den drei deutschen DVD-Boxen, die bis zum 29. Mai 2013 erschienen sind, fehlen 15 Folgen. Die deutsche DVD-Fassung wurde auch für Großbritannien und Australien übernommen. Die Serie war seit dem US-Start bei Disney+ verfügbar.

Die Pilotfolge Donner, Blitz und Don Kanaille wurde 1991 als Herausragende Animationssendung (über eine Stunde) für einen Emmy nominiert. Das Webportal IGN wählte Käptn Balu auf Platz 81 der besten Animationsserien aller Zeiten und lobte insbesondere den kreativen Umgang mit bekannten wie neuen Figuren.[12] Im Zuge der DVD-Veröffentlichung zeigte sich der Blog dvdizzy.com beeindruckt von der prägnanten Charakterzeichnung sowie den komplexen und vielfältigen Geschichten für alle Altersklassen[13] und befand die Serie noch immer „so unterhaltsam und mitreissend wie einige der strahlendsten Animationsserien“.[14] Für insider.com sind die „actionreichen Abenteuer“ ein Höhepunkt im umfangreichen Serienportfolio von Disney+.[15] Der Blog Retro Oasis sah Käptn Balu als „stimmigste“ Serie aus dem Disney Afternoon, auch wenn die Animationsqualität der DuckTales nicht ganz erreicht werde.[16]

FolgeauftritteBearbeiten

Bei Disney Comics in den USA erschien 1991 eine vierteilige Miniserie zum Pilotfilm und daran angeknüpft ein monatliches Comicheft. Geschrieben bzw. adaptiert wurden die Geschichten von Bobbi J.G. Weiss. Die Absetzung nach sieben regulären Ausgaben setzte Plänen ein Ende, die Vorgeschichte zur Serie zu vertiefen; im finalen Heft wurde dies mit Kits Zeit bei den Luftpiraten begonnen. Weitere Comics erschienen zwischen 1990 und 1995 in den Reihen Disney Adventures und dem bei Marvel verlegten Disney Afternoon. In Deutschland erschienen diese Geschichten in den Reihen Limit und Micky Maus präsentiert (Ausgabe 13).

Es entstanden drei verschiedene Videospiele unter dem Namen der Serie. Für NES und Game Boy produzierte Capcom ein Shoot ’em up. Sega entwickelte für seine Mega-Drive- und Game-Gear-Konsolen ein Jump ’n’ Run, genauso wie NEC für die PC Engine. Zusätzlich waren die Figuren Rebbeca, Kit, Balu, Don Kanaille und Shir Khan auf den Karten in InfogramesPuzzlespiel Mickey's Memory Challenge (Amiga und DOS) zu sehen.

In der Darkwing-Duck-Folge Ist Kiki eine Lügnerin? trägt Darkwing in einer Szene das Logo von Käpt'n Balu und seine tollkühne Crew unter seinem Kostüm. Auch in Raw Toonage, Bonkers und Aladdin finden sich Cameos aus oder Anspielungen auf Käptn Balu. In der seit 2017 laufenden Neuauflage der DuckTales treten Don Kanaille und die Luftpiraten in mehreren Folgen auf. Außerdem werden dort Kap Suzette sowie der Khan-Konzern erwähnt. Für kommende Folgen sind auch die nun erwachsenen Kit und Molly angekündigt.[17]

AnmerkungenBearbeiten

  • Die vorhergehenden Disney-Afternoon-Serien basierten auf den Carl-Barks-Comics (DuckTales) und klassischen Kino-Cartoons (Chip & Chap).
  • Beide englischen Titelbestandteile tale und spin bezeichnen Erzählweisen.
  • Die Serie wurde für die werktägliche Syndication auf US-Regionalsendern produziert. Eine Gesamtzahl von 65 Folgen ermöglicht hierbei die durchgehende Ausstrahlung über 13 Wochen und somit die Programmierung von genau vier Serien im Verlauf eines Jahres.[2]
  • Die Folgen 6 Molly und das Ungeheuer und 9 Ich möchte kein Eisbär sein! schrieb Don Rosa, der mit seinen aufwendig recherchierten Dagobert-Duck-Geschichten später zu einem der prägendsten Disney-Comic-Autoren wurde.
  • Folge 12 Vowel Play erzählt von Balus fehlgeschlagenen Versuchen beim Himmelsschreiben. Sie wurde nie ins Deutsche übersetzt, denn die visuellen Gags hätten eine aufwendige Anpassung der Animation nötig gemacht.
  • Zwei Jahre nach der Premiere nahm Hayao Miyazaki seinen Manga Hikōtei Jidai selbst als Vorlage für den Studio-Ghibli-Film Porco Rosso, der daraufhin viele Vergleiche mit Käptn Balu auf sich zog.
  • Bis zu Aladdin (1994) sprach Jim Cummings in jedem Disney-Afternoon-Piloten entweder Hauptfigur oder Gegenspieler, hier war es Don Kanaille.

WeblinksBearbeiten

BelegeBearbeiten

  1. a b c Interview with Jymn Magon – TaleSpin. In: totalmediabridge.com. 22. Oktober 2013, abgerufen am 13. August 2020 (englisch).
  2. a b Life Is Like a Hurricane: An Oral History of The Disney Afternoon. In: SyFy. 1. November 2018, abgerufen am 3. September 2020 (englisch).
  3. Bill Carter: Disney's High Hopes for Afternoons. In: The New York Times. 6. November 1989, abgerufen am 3. September 2020 (englisch).
  4. Brian Cronin: TV Legends: Was TaleSpin Originally Going to Star Launchpad McQuack? In: Comic Book Resources. 4. März 2018, abgerufen am 13. August 2020 (englisch).
  5. Jymn Magon: Position and involvement when making Talespin? In: animationsource.org. 22. Juli 2009, abgerufen am 13. August 2020 (englisch).
  6. Jymn Magon: Does Baloo have feelings for Rebecca? In: animationsource.org. 22. Juli 2009, abgerufen am 13. August 2020 (englisch).
  7. Mark Zaslove: Porco Rosso likeliness? In: animationsource.org. 15. August 2009, abgerufen am 13. August 2020 (englisch).
  8. Jymn Magon: Voice actor decisions--Baloo and Kit. In: animationsource.org. 23. Juli 2009, abgerufen am 13. August 2020 (englisch).
  9. Jymn Magon: Production information? In: animationsource.org. 22. Juli 2009, abgerufen am 13. August 2020 (englisch).
  10. Bill Cotter: The Wonderful World of Disney Television – A Complete History. Hyperion, 1997, S. 254, 566 f. (englisch).
  11. Greg Ehrbar: “The Disney Afternoon” on Records – Part 1: The Music. In: Cartoon Research. 25. September 2018, abgerufen am 14. August 2020 (englisch).
  12. 81. TaleSpin. In: IGN. Abgerufen am 12. August 2020 (englisch).
  13. TaleSpin: Volume 2 DVD Review. In: dvdizzy.com. 13. November 2007, abgerufen am 14. August 2020 (englisch): „[I’m impressed by] the rich characterizations and complex stories […] for children and adults [as well as] the series' originality.“
  14. TaleSpin: Volume 1 DVD Review. In: dvdizzy.com. 29. August 2006, abgerufen am 14. August 2020 (englisch): „as entertaining and engaging as some of the best beacons of television animation“
  15. Phil Pirrello: The 21 best animated series you can watch on Disney Plus right now. In: Insider Inc. Axel Springer Verlag, 23. Dezember 2019, abgerufen am 13. August 2020 (englisch).
  16. All In A Disney Afternoon Chapter 4: TaleSpin. In: Retro Oasis. 11. April 2018, abgerufen am 14. August 2020 (englisch): „The animation isn't as up to snuff from DuckTales [but TaleSpin still] topped DuckTales from its spot [because it] remained consistent throughout[.]“
  17. Marc Snetiker: DuckTales surprises Comic-Con with Rescue Rangers, Daisy Duck, and Lin-Manuel Miranda. In: Entertainment Weekly. 19. Juli 2019, abgerufen am 13. August 2020 (englisch).