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Nintendo Entertainment System

stationäre Spielkonsole der dritten Konsolengeneration, produziert, veröffentlicht und vermarktet zwischen 1985 und 1995 von Nintendo
Nintendo Entertainment System
NES logo.svg
Nintendo Entertainment System
Hersteller Nintendo
Typ stationäre Spielkonsole
Generation 3. Konsolengeneration (8-Bit)
Veröffentlichung
JapanJapan 15. Juli 1983 (als Famicom)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 18. Oktober 1985
EuropaEuropa 1. September 1986
Hauptprozessor Ricoh 2A03
Grafikprozessor PPU Ricoh Chip
Speichermedien Module
Controller NES-Controller (kabelgebundene Gamepads mit einem Steuerkreuz, zwei Aktionsknöpfen und Start- und Select-Button)
Online-Dienst Family Computer Network System (nur in Japan)
Verkaufte
Einheiten
ca. 61,91 Millionen[1]

(Stand: 30. Juni 2016)

Erfolgreichstes Spiel
Vorgänger Nintendo Color TV Game 15
Nachfolger Super Nintendo Entertainment System
Info Nintendos erste weltweit veröffentlichte Spielkonsole

Das Nintendo Entertainment System (kurz meist NES genannt) ist eine stationäre 8-Bit-Spielkonsole des japanischen Spielkonsolenherstellers Nintendo. Die Konsole erschien in Nordamerika, Brasilien, Europa, Asien und Australien. Die japanische Version wurde als Famicom (kurz für Family Computer) vermarktet. Das NES war mit über 60 Millionen verkauften Einheiten lange Zeit die meistverkaufte Konsole überhaupt. Nach dem Zusammenbruch der Videospielebranche im Jahre 1983, dem sogenannten „Video Game Crash“, belebte Nintendo den Heimkonsolenmarkt mit ihrer Konsole neu. Der Controller führte das Steuerkreuz (kurz: D-Pad für Direction-Pad) ein und definierte die grundsätzliche Tastenanordnung der Gamepads. Bekannte Spieleserien wie Super Mario Bros., The Legend of Zelda, Metroid oder Castlevania gaben auf dem NES ihr Heimkonsolen-Debüt.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Family Computer (Famicom), japanische Version des NES
 
Nintendo Advanced Video System mit Zubehör (1984)

Nach einigen erfolgreichen Spielhallenautomaten in den frühen 1980er-Jahren plante Nintendo eine Videospielkonsole für den Heimgebrauch mit austauschbaren Spielmodulen. Masayuki Uemura entwarf schließlich das Famicom, das in Japan am 15. Juli 1983 veröffentlicht wurde und zu einem Preis von 14.800 Yen zu erstehen war. Bis Ende 1984 mauserte sich das Famicom zur bestverkauften Videospielkonsole in Japan. Zu dieser Zeit plante Nintendo bereits einen Verkaufsstart in den USA, wo der Videospielmarkt aufgrund des Branchenzusammenbruchs von 1983 praktisch nicht existent war. Zunächst gab es die Überlegung, die Konsole in den USA unter Ataris Namen zu veröffentlichen, doch deren Interesse richtete sich mehr auf den Heimcomputermarkt. Deswegen nahm Nintendo den Vertrieb selbst in die Hand.

Erstmals wurde die Konsole als Nintendo Advanced Video System vorgestellt, mit Zubehör wie einer Tastatur, Kassetten-Rekorder, Infrarot-Joystick und einem speziellen BASIC Programming Language-Modul. Das kompliziert und überladen wirkende AVS wurde nochmals überarbeitet und in abgespeckter Version auf der CES (Consumer Electronics Show) im Juni 1985 als Nintendo Entertainment System vorgestellt. Nach einem erfolgreichen Start in New York mit ca. 50.000 verkauften Einheiten veröffentlichte man am 18. Oktober 1985 das NES schließlich landesweit; zunächst nur in ausgesuchten Verkaufsstellen, später gab es die Konsole überall zu kaufen. Die Konsole wurde in zwei verschiedenen Paketen angeboten: Das NES Deluxe Set beinhaltete neben der Konsole den R.O.B. (siehe unten), einen Zapper (siehe unten), zwei Controller und die Spiele Duck Hunt und Gyromite und war für 249 US-Dollar zu erstehen; das NES Action-Set mit einem Super-Mario-Bros.-/Duck-Hunt-Multimodul gab es für 199 USD. Für den Rest der Dekade war das NES die unangefochtene Nr. 1 des amerikanischen und japanischen Marktes, und die Spiele brachen einen Verkaufsrekord nach dem anderen.

In Europa und Australien – den Regionen mit PAL-Fernsehnorm – wurden die Märkte aufgeteilt in PAL A und PAL B. Mattel (PAL A) war für den Vertrieb des NES und dessen Spielen in Großbritannien, Australien und Italien zuständig; der PAL-B-Markt, welcher aus dem restlichen Europa bestand, wurde unter verschiedenen Distributoren aufgeteilt (beispielsweise die Firma Bienengräber in Deutschland, welche schon die Game-&-Watch-Spiele erfolgreich vertrieben hatte). Mit der Eröffnung von Nintendo of Europe übernahm Nintendo selbst den Vertrieb.

Als in den 1990ern die ersten 16-Bit-Konsolen (wie beispielsweise das Sega Mega Drive) Einzug hielten, ging die Dominanz des NES langsam zu Ende. Auch Nintendo veröffentlichte zu Beginn der 1990er Jahre die Nachfolgekonsole Super Nintendo Entertainment System, kurz SNES. Nintendo unterstützte das NES aber weiterhin und veröffentlichte noch eine neue, kleinere Version der Konsole in den USA, Japan und Australien. 1995 nahm Nintendo of America das NES nach stets sinkenden Verkaufszahlen schließlich offiziell aus dem Programm. In Europa erschienen die letzten Spiele 1996. In Japan wurde die Produktion des AV Famicom noch bis 2003 fortgesetzt.

Nach dem offiziellen Ende der Konsole im Westen entstand eine rege Sammlergemeinde rund um das 8-Bit-Gerät. Zusammen mit der wachsenden Emulation-Szene erlebte die Konsole in den späten 1990er Jahren sozusagen ihren zweiten Frühling. Auch heute erfreuen sich das NES und dessen Spiele nicht nur bei Videospielsammlern großer Beliebtheit. Nicht selten wird für begehrte Module und Zubehör weit mehr bezahlt, als sie bei ihrem Erscheinen gekostet haben.

SpieleBearbeiten

Das erfolgreichste Spiel auf dem NES ist Super Mario Bros., welches im Westen zusammen mit der Konsole verkauft wurde. Mit über 40 Millionen verkauften Einheiten war es das mit Abstand meistverkaufte Videospiel überhaupt, bis es 2008 vom 82,69 Millionen Mal verkauften Wii Sports übertroffen wurde.

 
Offizieller NES-Controller

Einige weitere bekannte Spiele auf dem NES:

Zubehör für das NESBearbeiten

Famicom Disk SystemBearbeiten

In Japan erschien für das Famicom ein Diskettenlaufwerk, das über den Modulschacht an die Konsole angeschlossen wird. Zahlreiche bekannte Spiele wurden auf Diskette umgesetzt oder lieferten dort gar ihr Debüt ab.

 
Power Pad

Power PadBearbeiten

Das Power Pad unterstützt vor allem Sportspiele. Die verschiedenen auf der Matte befindlichen Knöpfe werden mit den Füßen betätigt, wodurch die Spielfigur am TV beispielsweise zu rennen beginnt oder zum Sprung ansetzt. In Europa erschienen mit Athletic World und Stadium Events lediglich zwei Spiele, die von der Fitnessmatte Gebrauch machen, in den USA war die Auswahl hingegen etwas größer. Als Konzept ist sie ein direkter Vorgänger des Wii-Balance-Boards, das erfolgreich für die Wii vermarktet wurde (Wii Fit).

NES AdvantageBearbeiten

 
NES Advantage

Der NES Advantage ist ein einem Spielhallenautomaten nachempfundenes Joyboard inklusive Knöpfen und Joystick. Vor allem für klassische Arcade-Spiele, wie beispielsweise Shoot ’em ups, soll sich das Eingabegerät bestens eignen. Neben dem Joystick bietet das Gerät auch regulierbare Autofeuer-Knöpfe und eine Zeitlupenfunktion, die allerdings nur einen wiederholten Aufruf der Pause-Funktion darstellt, so als würde immer wieder der Start-Knopf gedrückt. Der NES Advantage hat zwei Anschlusskabel, um es zwei Spielern abwechselnd zu ermöglichen damit zu spielen. Auf der Oberseite befindet sich der Schiebeschalter zum Wechseln des aktiven Spielers.
In der US-amerikanischen Science-Fiction-Komödie Ghostbusters II wird ein NES Advantage als Requisite zur Steuerung der Freiheitsstatue benutzt.

 
NES Four Score

NES Four ScoreBearbeiten

Der NES Four Score ist ein Mehrspieleradapter und lässt bis zu vier Spieler gleichzeitig mit- oder gegeneinander spielen. Spiele, die den Four Score unterstützen, sind zum Beispiel Nintendo World Cup, Gauntlet 2 oder auch Super Spike's V'Ball. Neben den vier Controlleranschlüssen gibt es auch eine manuelle Autofeuerfunktion für den A- und B-Knopf.

NES MaxBearbeiten

Der offizielle NES Max-Controller bietet, wie viele spätere Controller, links und rechts einen Griff, um das Halten des Steuerelements komfortabler zu gestalten. Das auffälligste Merkmal des Eingabegerätes ist jedoch der sogenannte Cycloid, eine Scheibe, welche das Standard-Steuerkreuz ersetzt und sich umherschieben lässt und auf Druck die Richtung angibt. Zusätzlich wurden noch Autofeuer-Knöpfe von A und B angebracht.

 
Power Glove

Power GloveBearbeiten

Der Power Glove ist ein Datenhandschuh für den rechten Arm. Mittels am TV anzubringender Sensoren kann man durch Bewegungen des Armes das Spiel steuern. Für zahlreiche Titel war bereits eine Steuerung programmiert, für viele muss man diese jedoch noch selbst kalibrieren. Das Spiel Super Gloveball war speziell auf den Power Glove ausgerichtet, ansonsten hielt sich der praktische Nutzen sehr in Grenzen. In der Computerspielkultur gelangte er zu zweifelhafter Berühmtheit, die sich auf eines der frühesten Beispiele für einen „Hype-Backlash“ zurückführen lässt: Nintendo ließ den Powerglove (neben vielen anderen allzu offensichtlichen Produktplatzierungen) in dem Hollywood-Blockbuster Joy Stick Heroes (englisch The Wizard) vor dem eigentlichen Verkaufsstart bewerben. Die Dissonanz zwischen Werbeversprechen und Realität und die unfreiwillige Komik des Filmdialogs, die diese a posteriori reflektiert (Zitat: „I love the Powerglove. It's so bad!“; wobei bad gleichzeitig als „voll krass“ oder „grottenschlecht“ verstanden werden kann), hat dem Gerät vorläufig einen festen Platz im Humor der Nerd-Kultur gesichert.

Im Kurzfilm Kung Fury, dessen Handlung im Jahr 1985 angesiedelt ist, benutzt der Hacker "Hackerman" den Power Glove, um eine Zeitreise durchzuführen.[2]

R.O.B.Bearbeiten

Der Robotic Operation Buddy, kurz R.O.B., gehörte in den USA beim Deluxe Set zur Grundausstattung. Mittels Sensoren in den Augen kann der kleine Roboter Informationen und Befehle vom TV-Bildschirm empfangen, welche via Tastendruck ausgelöst werden. So hebt der R.O.B. beispielsweise Klötzchen hoch und öffnet damit im Spiel gleichzeitig eine versperrte Tür. Insgesamt machten lediglich zwei Spiele von dem skurrilen Zubehör Gebrauch: Gyromite und Stack Up. Dennoch hat der R.O.B. mittlerweile einen gewissen Kultstatus erlangt. Er ist jetzt auch in Mario Kart DS, Super Smash Bros. Brawl, Super Smash Bros. for Nintendo 3DS / for Wii U und Super Smash Bros. Ultimate als Figur spielbar.

 
Zapper

ZapperBearbeiten

Der Zapper ist eine Lightgun für das NES, die bereits beim Start mitausgeliefert wurde (je nach Set). Mit der in grau oder orange erhältlichen Lichtpistole wird auf den TV-Bildschirm gezielt und beispielsweise auf Tontauben geschossen. Die bekanntesten Spiele für dieses Eingabegerät sind Duck Hunt, Gumshoe und Wild Gunman; weitere Titel sind beispielsweise Barker Bill's Trick Shooting, Shooting Range oder Operation Wolf. Prinzipbedingt funktioniert diese Art der Lightguns nur mit klassischen Röhrenfernsehern. Für Nintendos neuere Heimkonsole Wii gibt es eine neuere Version des Zappers.

Family Computer Network SystemBearbeiten

In Japan erschien mit dem Family Computer Network System ein Modem, mit dem es möglich war, verschiedene Online-Dienste an der NES zu nutzen. Ein Server stellte Services wie Wetterberichte, Aktienkurse oder auch Cheats für die Nutzer bereit. Spiele, die über das Internet gespielt werden konnten waren zwar geplant, wurden jedoch nie realisiert.[3]

 
Famicom 3D System

Weiteres ZubehörBearbeiten

Vor allem in Japan gab es noch etliches weiteres, teils skurriles Hardware-Zubehör. Dazu zählt ein Mikrofon für Karaoke-Spiele, ein Modem plus zugehöriger Tastatur, Plattenspieler, Kassettenlaufwerk, eine 3D-Brille mit dem Namen Famicom 3D System und sogar eine Strickmaschine. Zudem erschienen in der ganzen Welt verschiedenste Controller-Varianten und Import-Adapter, die das Abspielen von Spielen anderer Regionen auf der eigenen Konsole ermöglichen. Ferner gab es Cheating-Module wie Action Replay oder Game Genie, welche durch Eingabe von Codes beispielsweise unbegrenzte Leben im Spiel verschaffen können.

Technische DatenBearbeiten

 
Geöffnetes Gehäuse
  • CPU: Ricoh 2A03 (ein 6502-Derivat) getaktet mit 1,77 MHz (PAL) / 1,79 MHz (NTSC)
  • Grafikchip: PPU Ricoh-Chip (NTSC: RP2C02, PAL: RP2C07) getaktet auf 5,37 MHz bzw. 5,32 MHz[4]
  • Soundchip: Die Geräuschfunktionen sind in die CPU integriert (5 Soundkanäle). Zwei Rechteck-Wellenformen mit variabler Pulsbreite, eine Dreieck-Wellenform, ein Rauschgenerator und ein digitaler 6-Bit-Delta-PCM-Soundkanal.
  • Speicher:
    • RAM: 2 kB (manche Spiele wie z. B. Super Mario Bros. 3 (8 KB) enthalten zusätzlichen RAM)
    • Video-RAM: 2 kB
    • Modulgröße: 192 Kbit – 6 Mbit
  • Auflösung:
  • Farben und Sprites:
    • 16 aus 52 Farben gleichzeitig darstellbar (Sprites)
    • 25 aus 52 Farben gleichzeitig darstellbar (Hintergründe, 16 Hauptfarben, 8 Schattierungen + Grundfarbe dunkelgrau / schwarz)
    • Spritegröße 8×8 Pixel oder 8×16 Pixel
    • 64 Sprites gleichzeitig darstellbar (max. 8 pro Bildschirmzeile)
  • Abmessungen: 255 mm × 85 mm × 202 mm
  • Gewicht: 1247,9 g

Redesign des NESBearbeiten

 
NES mit neuem Design

In Nordamerika und Australien erschien gegen Ende der 8-Bit-Ära eine kompaktere neuere Version des NES. In Nordamerika wurde die Konsole 1993 zu einem Preis von 49,99 USD veröffentlicht. Von Nintendo selber wurde das Gerät nach wie vor als Nintendo Entertainment System verkauft, unter den Käufern etablierten sich Top Loading NES und NES 2 als gängige Bezeichnungen.

Änderungen gegenüber dem Standard-NESBearbeiten

  • Die Hardware ist fast identisch, es fehlen jedoch die Composite-Ausgänge.
  • Neuer Schacht für die Module, sogenannter Toploader, da das Modul nicht mehr waagerecht hineingeschoben und dann nach unten gedrückt werden muss, sondern senkrecht von oben eingesteckt wird.
  • Das Äußere wurde völlig überarbeitet und ähnelt sehr der amerikanischen Version des SNES
  • Das Gamepad ist ebenfalls dem des SNES sehr ähnlich und ist aufgrund des Designs als DogBone-(Hundeknochen-)Controller bekannt.
  • Der Toploader ist universell benutzbar, d. h., er kann US-Spiele sowie europäische Spiele abspielen.
  • Ein Kritikpunkt an dem Gerät sind vertikale Streifen, die während des Spielens auf dem Bildschirm zu sehen sind. Nintendo brachte als Reaktion eine verbesserte Version der Konsole (in Japan als Famicom "AV") auf den Markt.

Nintendo Classic Mini: Nintendo Entertainment SystemBearbeiten

Am 14. Juli 2016 kündigte Nintendo mit dem Nintendo Classic Mini: Nintendo Entertainment System eine neue, kleinere Version des NES an, die mit 30 vorinstallierten Spielen ausgestattet und am 11. November 2016 erschienen ist. Sämtliche Spiele sind vorinstalliert, das Gerät bietet keine Datenschnittstelle zur Erweiterung.[5]

Folgende 30 Titel sind auf dem Gerät gespeichert:

NES-kompatible Nachbauten („Famiclones“)Bearbeiten

Das NES zählt zu den am meisten unlizenziert nachgebauten Spielkonsolen aller Zeiten. Als Sammelbegriff für diese Konsolen hat sich das Wort „Famiclone“ durchgesetzt, welches aus „Famicom“ (der japanischen NES-Version) und „Clone“ (Nachbau, Klon) abgeleitet ist. Selbst im Jahre 2010, also 25 Jahre nach Erscheinen der Konsole in den USA und trotz dessen, dass wesentlich leistungsfähigere 3D-Spielkonsolen in ihrer vierten Generation verfügbar sind, werden NES-kompatible Spielkonsolen weiterhin hergestellt. Da einige NES-Patente in den USA bereits 2005 abgelaufen sind, können dort nun legal sogenannte „Famiclones“ vertrieben werden, insofern diese keine urheberrechtlich geschützten Spiele enthalten, da deren Urheberrechtsschutz noch immer andauert. Zu den offiziell als NES-kompatibel vertriebenen Konsolen zählen unter anderem „Generation NEX“, „Yobo FC“ und „Famicom Portable“. Allerdings sind diese sogenannten Famiclones nicht ohne weiteres mit US- und Pal-NES-Spielen kompatibel, da die japanischen Famicom-Spiele weniger Anschlusspins und damit kürzere PCBs haben. Auch sind Famiclones fast nie mit offiziellem Zubehör kompatibel, da andere Anschlüsse für die Controller benutzt werden (meist 9Pin-DSub-Buchsen).

Nintendo Entertainment System – Nintendo Switch OnlineBearbeiten

Im Zuge des kostenpflichtigen Online-Zugangs für die Nintendo Switch (Start: 19. September 2018) veröffentlichte Nintendo das virtuelle Nintendo Entertainment System. Kunden des Online-Services können aus einer monatlich wachsenden Bibliothek an NES-Spielen auf der Nintendo Switch wählen. Passend dazu veröffentlicht Nintendo Controller im NES-Design, die kabellos mit der Switch-Konsole verbunden werden.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Rainer Babiel, Ulrich Krockenberger: NES Game Power. Sybex, Köln 1991, ISBN 3-88745-899-0.
  • Pat Contri: Ultimate Nintendo: Guide to the NES Library (1985-1995). The Punk Effect, USA 2016, ISBN 978-0997328301.
  • Nick von Esmarch, Garitt Rocha: Playing With Power: Nintendo NES Classics. Prima Games, USA 2016, ISBN 978-0744017670.
  • Timothy L. Hearn: The Nintendo Entertainment System: A Comprehensive Look at the History, Technology, and Success of the NES. CreateSpace Independent Publishing Platform, USA 2015, ISBN 978-1517779214.
  • Jeremy Parish: Good Nintentions: A 30th Anniversary of Nintendo Entertainment System. CreateSpace Independent Publishing Platform, USA 2015, ISBN 978-1512109740.
  • Jeremy Parish: Good Nintentions 1985: The Definitive Unauthorized Guide to Nintendo's NES Launch. CreateSpace Independent Publishing Platform, USA 2016, ISBN 978-1537080796.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hardware and Software Sales Units. Nintendo, abgerufen am 14. August 2015.
  2. LaserUnicorns: KUNG FURY Official Movie [HD]. 28. Mai 2015, abgerufen am 27. Juni 2016.
  3. GlitterBerri's Game Translations: Developing the Famicom Modem. 29. Juni 2012, abgerufen am 9. April 2017 (englisch).
  4. Rgame – NES specificaties. Abgerufen am 20. Juli 2012 (englisch).
  5. Nintendo.de: Nintendo Classic Mini: Nintendo Entertainment System, abgerufen am 22. Juli 2016