Hauptmenü öffnen
Game Boy Advance
Game Boy Advance Logo
Offizielles Game Boy Advance-Logo
Game Boy Advance
Game Boy Advance in transparent
Hersteller Nintendo
Typ Handheld-Konsole
Generation 6. Konsolengeneration
Veröffentlichung
JapanJapan 21. März 2001
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 11. Juni 2001
EuropaEuropa 22. Juni 2001
Hauptprozessor 32-Bit-RISC-CPU (ARM-Architektur)
Speichermedien Module
Controller An der Konsole angebrachte Bedienelemente
Online-Dienst keiner
Verkaufte
Einheiten
über 81,51 Millionen[1]
Erfolgreichstes Spiel Pokémon Rubin- und Saphir-Edition (ca. 15,85 Mio.)[2]
Vorgänger Game Boy / Game Boy Color
Nachfolger Nintendo DS

Der Game Boy Advance (kurz: GBA) ist eine Handheld-Konsole und der Nachfolger des Game Boy bzw. des Game Boy Color. Es ist Nintendos erster Handheld, der nicht auf der Technik des ursprünglichen Game Boy basiert (mit Ausnahme der Game & Watch-Serie). Der Game Boy Advance hat mit dem Game Boy Advance SP eine Überarbeitung erfahren. Trotz der grundlegenden Änderung der Hardware können die beiden Vertreter der neuesten Game-Boy-Generation alle Game-Boy-Spiele verarbeiten. Alle Game-Boy-Advance-Modelle gibt es auch in vielen verschiedenen Farben.

Der Game Boy Advance hat sich in seiner gesamten Lebensspanne über 81,51 Millionen Mal verkauft.[3]

Inhaltsverzeichnis

Game Boy AdvanceBearbeiten

Der Game Boy Advance wurde von Nintendo 2001 als Nachfolger des sehr erfolgreichen Game Boy Color auf den europäischen Markt gebracht.

Gegenüber dem klassischen Game Boy bietet die Handheld-Konsole Technik auf dem Stand eines verbesserten Super Nintendos, ein größeres Bild, eine veränderte Form (Quer- statt Hochformat) und volle Abwärtskompatibilität zu Game-Boy- und Game-Boy-Color-Spielen.

Auf Kritikpunkte, wie die für größere Hände unergonomischen Tasten, die fehlende Entspiegelung und die fehlende Hintergrundbeleuchtung, reagierte Nintendo mit der Entwicklung des stark verbesserten Game Boy Advance SP.

Technische DatenBearbeiten

  • Bildschirm: 4,08 cm (Breite) × 6,12 cm (Länge); 160 × 240 Pixel; TFT-Bildschirm mit 32.768 darstellbaren Farben
  • CPU: 16,77-MHz-32 Bit-RISC-CPU (ARM7TDMI, ARM-Architektur) und 8 Bit CISC-CPU (Z80/8080-Derivat)
  • Arbeitsspeicher: 32 KB I-RAM (1 cycle/32 bit) + 96 KB VRAM (1-2 cycles) + 256 KB eRAM (6 cycles/32 bit)
  • Klang: Lautsprecher (mono) / Kopfhörer (stereo)
  • Mehrspieler: Vier (zusammen mit GBAs oder GBA-SPs) bzw. zwei (mit Game Boy oder Game Boy Color)
  • Stromversorgung: 2 × 1,5 Volt-AA-Batterien
  • Batterienlaufzeit: ca. 15 Stunden (variiert je nach Spiel)
  • Abmessungen: 8,2 cm hoch × 14,45 cm breit × 2,45 cm tief
  • Gewicht: ca. 140 g
  • Steckmodul: 3,45 cm hoch × 6,0 cm breit × 0,95 cm tief; maximal 4 GBit (512 MByte), (maximal 256 Mbit (32 MByte) Speicher von Werk aus)
  • Kompatibilität: spielt alle alten Game Boy- und Game Boy Color-Spiele ab

SpielemodulBearbeiten

 
Die lizenzierten Originalmodule des GBA
 
Platine eines Game-Boy-Advance-Spiels mit Batterie (nicht lizenzierter Nachbau)

Spiele wurden wie auch bei den Vorgängern weiterhin auf Modul ausgeliefert. Im Gegensatz zu den alten Game-Boy-Modulen waren diese nur noch gut halb so groß, besaßen aber weit mehr Speicher für die Spiele (GBC max. 32 Mbit/4 MB, GBA max. 512 Mbit/64 MB).

Im Gegensatz zu früheren Spielen wurde bei Game-Boy-Advance-Spielen ab 2002 statt auf Batterie gepufferten Speicher auf Flashspeicher oder EEPROM-Speicher gesetzt, der alle Speicherstände sicher speichern konnte, auch ohne Stromversorgung. Lediglich einige Spiele wie z. B. die Pokémon-Reihe hatten weiterhin eine Batterie für die Echtzeituhr auf der Platine.

Spiele konnten dank der verbesserten Technik nun auch zu zweit mit nur einem Spiel gespielt werden, dazu war ein Game Boy Advance pro Spieler, sowie für zwei Spieler ein Linkkabel, für drei Spieler zwei Linkkabel und für vier Spieler drei Linkkabel nötig.

ZubehörBearbeiten

Als wichtigstes Zubehör erwies sich das Multiplayer-Linkkabel, welches später durch einen Wireless Adapter abgelöst werden sollte. Dieser Adapter wird aber nur von wenigen Spielen unterstützt (z. B. Mario Golf Advance Tour). Das neue Linkkabel hatte in der Mitte des Kabels selbst einen Hub eingebaut, der das Einstecken eines weiteren Linkkabels ermöglichte und so ohne weiteres Zubehör, bis auf die Kabel selbst, das Spielen mit bis zu vier Spielern ermöglichte.

Ein ähnliches Kabel, welches veröffentlicht wurde, diente dazu, den Game Boy Advance mit Nintendos zu der Zeit aktueller Heimkonsole, dem Nintendo GameCube, zu verbinden. Anders als das Multiplayer-Linkkabel hatte es nur einen Stecker für den Game Boy Advance und einen für eine Controllerbuchse des GameCube. Auf angeschlossenen GBAs konnte so von bestimmten GameCube-Spielen erweiterte Informationen angezeigt, oder der GBA selbst als Controller verwendet werden. Teilweise wurden Game-Boy-Advance-Spiele zeitgleich mit kompatiblen GameCube-Spielen veröffentlicht, das erste Spiel, das diese Möglichkeit nutzte, war Sonic Adventure 2 BATTLE in Verbindung mit Sonic Advance.

Game Boy Advance SPBearbeiten

 
Game Boy Advance SP
 
Modul-Vergleich, Game Boy Color (links), Game Boy Advance (rechts)

Mit dem Game Boy Advance SP (kurz: GBA SP; SP für „Special“[4]) veröffentlichte Nintendo Anfang 2003 die erste überarbeitete Version des Game Boy Advance im zuklappbaren Notebook-Design. Anders als bei den Nintendo DS-Konsolen wird das Spiel allerdings nicht pausiert, wenn das Gerät zugeklappt wird. Die Technik zur Wiedergabe von Spielen entspricht der seines Vorgängers, lediglich das Design, der Bildschirm und die Stromversorgung wurden verändert. Der Bildschirm enthält nun eine Beleuchtungsfunktion und in das Gerät ist anstatt eines einfachen Batteriefachs ein auswechselbarer Lithium-Ionen-Akku integriert. Außerdem wird das Display auf Grund der Klappfunktion nun besser vor Kratzern geschützt. Doch das Design weist auch Mängel auf; so kritisieren Fans zum Beispiel, dass die älteren GBC- und GB-Spiele weit vorne aus dem Gerät herausragen, dass zum Anschluss eines Kopfhörers eigens ein separat zu erwerbender Adapter nötig ist und dass sich der Akku nur mit speziellen Ladegeräten laden lässt.

2005 erschien ein überarbeitetes SP-Modell (Modell AGS-101), welches das bisherige Frontlight (Beleuchtung des LCD von vorne) durch eine Hintergrundbeleuchtung ersetzte. Die GBA-Spiele haben auf diesem erweiterten SP in etwa die Optik, die sie beim Betrieb auf einem Nintendo DS oder Nintendo DS lite erreichen. Das verbesserte Modell wurde Ende 2006 in Deutschland in den Farben „Surf Blue“, „Pearl Pink“ und „Tribal“ angeboten und ist neben der Farbe an einer neuen Verpackung zu erkennen. Allerdings gibt es auch alte Modelle (AGS-001) in den neuen Farben, somit lässt sich nur anhand der Modellnummer auf der Unterseite das Gerät richtig identifizieren. Die Bildschirmbeleuchtung lässt sich bei diesen Modellen in zwei Stufen anpassen, ist aber nicht mehr abschaltbar.

Technische DatenBearbeiten

  • Größe: 82 mm × 84,6 mm × 24,3 mm
  • Gewicht: 146 g, mit Game Boy Advance Spiel: 156 g, mit Game Boy Color Spiel: 168 g
  • Prozessor: 16,77 MHz 32bit RISC-CPU (ARM7tdmi) (mit ROM) + 8bit CISC-CPU-(Z80)
  • Speicher: 32 KB IRAM (1 cycle/32 bit) + 96 KB VRAM (1-2 cycles) + 256 KB EWRAM (6 cycles/32 bit)
  • Bildschirm: 40,8 mm × 61,2 mm; 240 × 160 Pixel; AGS-001: Front-Light-Beleuchtung, AGS-101: Backlight-Beleuchtung
  • Farben: max. 32.768 Farben gleichzeitig;
  • Akku: Li-Ion-Akku; ohne Beleuchtung: 18 Stunden Laufzeit; mit Beleuchtung: 10 Stunden Laufzeit; 3 Stunden Aufladezeit, bei GBA SP (2006) immer 10-11 Stunden.
  • Sonstiges: Linkport, abwärtskompatibel

Game Boy MicroBearbeiten

 
Game Boy Micro
 
Größenvergleich GBA SP (blau) und GB Micro (grün)

Der Game Boy Micro (GBM) ist eine sehr kleine Version des Game Boy Advance. Erstmals wurde er auf Nintendos Pressekonferenz zur E3 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt. Er soll laut Nintendos Marketing-Sprecher Reginald Fils-Aime den „imagebewussten Käufer“ ansprechen.

Der Game Boy Micro bietet alle Funktionen des Game Boy Advance SP, kann allerdings keine Game-Boy- und Game-Boy-Color-Module abspielen. Zusätzlich bietet er im Gegensatz zu der ersten Generation der GBA-SP-Modelle eine farbechtere Hintergrundbeleuchtung, deren Helligkeit eingestellt werden kann sowie einen entspiegelten Flüssigkristallbildschirm.

In Japan erschien der Game Boy Micro am 13. September, eine Woche später auch in den USA. In Europa erschien der Handheld am 4. November 2005.

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern bietet der Game Boy Micro ein Metallgehäuse. Die Frontabdeckung besteht aus Kunststoff und lässt sich durch eine der separat erhältlichen alternativen Abdeckungen austauschen.

Technische DatenBearbeiten

  • Größe: 10 cm breit, 5 cm hoch, 1,8 cm tief
  • Gewicht: ca. 80 g
  • Farben: silber, blau, rosa und grün
    • Unterschiedliche Farben und Designs durch austauschbare Front-Abdeckung
  • Prozessor: 16,77 MHz 32bit RISC-CPU
  • Bildschirm: 2-Zoll (gegenüber 2,9" beim GBA), entspiegelt, einstellbare Hintergrundbeleuchtung in 5 Abstufungen, nicht komplett abstellbar
  • Batterie: eingebauter Lithium-Ionen-Akku
  • Kopfhörer: unterstützt normale Kopfhörer ohne zusätzliches Zubehör
  • Software: alle Game Boy Advance-Spiele spielbar, er spielt allerdings als erster Game Boy keine Game Boy- und Game Boy Color-Spiele ab

WeblinksBearbeiten

  Commons: Game Boy Advance – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [1]
  2. Top 200 best-selling GBA games. In: VGChartz. Abgerufen am 6. September 2013 (englisch).
  3. [2]
  4. nintendo.com – What does "SP" stand for? (englisch) abgerufen am 27. November 2013