Hohenfelde (Mecklenburg)

Gemeinde im deutschen Landkreis Rostock

Hohenfelde ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Bad Doberan-Land mit Sitz in Bad Doberan verwaltet. Hohenfelde liegt 4 km südlich der Stadt Bad Doberan. Bis zur Hansestadt Rostock sind es ca. 15 km Luftlinie. Durch die höhere Lage des Dorfes ist ein Blick über die Hansestadt bis hin zur Ostsee möglich. Zu Hohenfelde gehören die Ortsteile Neu Hohenfelde, Ivendorf und Forsthof.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohenfelde
Hohenfelde (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenfelde hervorgehoben

Koordinaten: 54° 5′ N, 11° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Bad Doberan-Land
Höhe: 49 m ü. NHN
Fläche: 9,45 km2
Einwohner: 779 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 18209,
18211 (Forsthaus Ivendorf, Ivendorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 038203
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 047
Adresse der Amtsverwaltung: Kammerhof 3
18209 Bad Doberan
Website: www.amt-doberan-land.de
Bürgermeister: Stefan Bruhn
Lage der Gemeinde Hohenfelde im Landkreis Rostock
RostockSchwerinLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis Ludwigslust-ParchimAdmannshagen-BargeshagenBartenshagen-ParkentinBörgerende-RethwischHohenfelde (Mecklenburg)Nienhagen (Landkreis Rostock)ReddelichRetschowSteffenshagenWittenbeckBaumgarten (Warnow)BernittBützowDreetz (Mecklenburg)JürgenshagenKlein BelitzPenzinRühnSteinhagen (Mecklenburg)Tarnow (Mecklenburg)Warnow (bei Bützow)ZepelinBroderstorfBlankenhagenPoppendorf (Mecklenburg)Roggentin (bei Rostock)BroderstorfThulendorfAltkalenBehren-LübchinFinkenthalGnoienWalkendorfBehren-LübchinGlasewitzGroß SchwiesowGülzow-PrüzenGutowKlein UpahlKuhsLohmen (Mecklenburg)Lüssow (Mecklenburg)MistorfMühl RosinPlaazReimershagenSarmstorfDolgen am SeeHohen SprenzLaageWardowDobbin-LinstowHoppenradeKrakow am SeeKuchelmißLalendorfLalendorfAlt SührkowDahmenDalkendorfGroß RogeGroß WokernGroß WüstenfeldeHohen DemzinJördenstorfLelkendorfPrebberedeSchorssowSchwasdorfSukow-LevitzowThürkowWarnkenhagenAlt BukowAm SalzhaffBastorfBastorfBiendorf (Mecklenburg)CarinerlandRerikBentwischBlankenhagenGelbensandeMönchhagenRövershagenBenitzBröbberowKassowRukietenSchwaanVorbeckWiendorf (Mecklenburg)Cammin (bei Rostock)GnewitzGrammowNustrowSelpinStubbendorf (bei Tessin)Tessin (bei Rostock)ThelkowZarnewanzElmenhorst/LichtenhagenKritzmowLambrechtshagenPapendorf (Warnow)PölchowStäbelowZiesendorfBad DoberanDummerstorfGraal-MüritzGüstrowKröpelinKühlungsbornNeubukowSanitzSatowTeterowKarte
Über dieses Bild

GeschichteBearbeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hohenfelde um das Jahr 1177 als „Putechowe“ in einer Aufzählung des Gründungsbesitzes der Zisterzienserabtei Doberan genannt. Hohenfelde gehört somit zu den ältesten Gemeinden in Mecklenburg. Der ursprüngliche Name für Hohenfelde Putechowe, Putecha oder Putekowe, wie es ab 1192 hieß, ist slawischer Herkunft und dürfte sich von Ort des Potech ableiten, wobei tech so viel wie Trost oder Freude bedeutet. Hohenfelde wurde mit seinem deutschen Namen erstmals im Jahr 1312 erwähnt.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Ivendorf eingegliedert.

PolitikBearbeiten

Gemeindevertretung und BürgermeisterBearbeiten

Der Gemeinderat besteht (inkl. Bürgermeister) aus sechs Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 26. Mai 2019 hatte folgende Ergebnisse[2]:

Partei/Bewerber Prozent Sitze
Einzelbewerberin Neumann 28,1 1
Einzelbewerber Preuß 27,3 1
Einzelbewerberin Rosenthal-Hinrich 18,6 1
Einzelbewerberin Becker 15,7 1
Einzelbewerber Prachtel 10,3 1

Am 26. Mai 2019 wurde Stefan Bruhn mit 92,0 % zum Bürgermeister gewählt.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Gold über grünem Hügel ein grünes Kastanienblatt.“[4]

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch gestaltet. Es wurde am 28. Januar 2002 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 256 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappenbegründung: In dem Wappen soll das als Hauptsymbol des Wappens gewählte Kastanienblatt an die frühere Siedlungsform des Ortes Hohenfelde, einen Rundling, erinnern. Ins Innere dieser typischen Wehr- und Schutzanlage des deutsch-slawischen Grenzraumes – einen zentralen Platz, um den sich die Gehöfte mit der Giebelfront fächerförmig gruppieren – führte nur ein Zufahrtsweg. Gleichzeitig steht das Blatt für die zahlreichen Kastanienbäume in der Dorfstraße. Der Hügel soll als redendes Zeichen auf den Gemeindenamen verweisen.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge wurde von dem Hohenfelder Jens Preuß gestaltet und am 3. Dezember 2012 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Die Flagge ist von Grün, Gelb und Grün gestreift. Die grünen Streifen nehmen je ein Sechstel, der gelbe Streifen zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs ein. In der Mitte des gelben Streifens liegt, fünf Sechstel der Streifenhöhe einnehmend, eine Figur des Gemeindewappens: ein grünes Kastanienblatt. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.[5]

DienstsiegelBearbeiten

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „• GEMEINDE HOHENFELDE • LANDKREIS ROSTOCK •“.[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Findling mit Erinnerungstafel zur erstmaligen Erwähnung 1177
 
Quelltempel im Quellental
 
Blick zur Ostsee, am rechten Bildrand Warnemünde
  • Eiszeitliches Naturdenkmal und Naherholungsgebiet „Quellental“, Quellort des Glashäger Mineralwassers

WeblinksBearbeiten

Commons: Hohenfelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2019 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wahlergebnis auf den Seiten des Amtes Bad Doberan Land (PDF)
  3. Wahlergebnisse der Bürgermeisterwahlen auf den Seiten des Amtes Bad Doberan Land
  4. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge - Die Wappen und Flaggen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und seiner Kommunen. Hrsg.: produktionsbüro TINUS; Schwerin. 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 231.
  5. a b Hauptsatzung § 1 (PDF).